Gute Raumaufteilung schafft mehr Platz auf weniger Fläche

Der perfekte Grundriss

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Wohnraum ist bei uns teuer. Ein guter Grundriss verschwendet daher keine Fläche, sondern nutzt sie optimal.

Gibt es den überhaupt, den perfekten Grundriss? Ja, zumindest auf die Grundfläche der gesamten Wohneinheit bezogen. Die sollte am besten rechteckig bis quadratisch sein.

Bei kleineren Wohnungen empfiehlt sich ein Seitenverhältis nicht unter 1:2, das heißt, der Quotient aus kürzerer Seite geteilt durch längere Seite sollte 0,5 nicht unterschreiten.

Eine ungünstige schlauchartige Grundfläche von 4 auf 12 Meter hat den Quotient 0,33. Die Gefahr: Je schlauchartiger (oder verwinkelter) eine Grundfläche, desto schwieriger wird die Raumaufteilung, vor allem für Familien, wo viele Bedürfnisse nebeneinander und annähernd gleichberechtigt berücksichtigt werden wollen.

Steht mehr Grundfläche zur Verfügung, ist ein Quadrat optimal für eine Raumorganisation, die viele Wünsche berücksichtigen kann. Der Seitenquotient nähert sich hier dem Idealwert 1. Wie in einem quadratischen Zimmer die Möbel, so können in einem quadratischen Grundriss die Räume freier angeordnet werden.

FUNKTIONSRÄUME MÜSSEN FUNKTIONIEREN

Ob Wohnung oder Haus: Besonderes Augenmerk sollte generell dem Bad und dem Eingang geschenkt werden. Ein Badezimmer muss den morgendlichen Andrang überstehen können, ohne ärgerliche Wartezeiten zu verursachen. Dazu empfehlen sich zwei Waschbecken und ein Gäste-WC. Spätestens ab vier Bewohnern braucht es zwei Bäder mit WC. Ein zweiter Knotenpunkt im täglichen Hausverkehr ist der Eingangsbereich. Seine Bedeutung wird oft unterschätzt und als Wohnraumverschwendung angesehen. Dabei kommt es gerade hier häufig zu Problemen, wenn die Kinder aus der Schule nach Hause kommen oder Freunde mitbringen. Hier muss Platz für Garderobe, Schuhe, Schultaschen und Einkaufstaschen sein. Zudem erfüllt der Eingang eine repräsentative Funktion.

Tipps und Praxisbeispiele für Frauen

Frauen haben oft einen besonderen Bezug zum Wohnen, fühlen sich öfter stärker verantwortlich für das Familienheim als Männer, reden bei der Einrichtung ein gewichtiges Wort mit und richten sich meist bewusster ein. Aber haben sie in modernen Zeiten neben Beruf, Familie und Haushalt auch eigenen Raum und eigene Zeit für ihre ganz persönlichen Bedürfnisse und Wünsche?

Dieser Frage – und vor allem: möglichen Antworten und Lösungen – geht die Münchner Autorin und Raum-Beraterin Martina Fuchs nach und hat mit ihrem neuen 220 Seiten starken und von der Fotografin Sabine von Breunig reich bebilderten Buch (29,90 Euro) einen praktischen Ratgeber und einen anregenden Ideenkatalog von 16 Frauenrefugien gleichzeitig vorgelegt.

Für die Raumpsychologin Fuchs ist der Wohnraum „ein weiterer Körper unseres Selbsts“, so wie der Körper der Tempel unserer Seele ist. Und so wie unsere körperliche Verfassung oft unser Inneres widerspiegelt, so manifestieren sich in unseren Räumen ebenfalls unsere Befindlichkeiten. Räume sind demnach Psychogramme, die auch die eigene Wertschätzung zeigen. Fuchs versteht dies aber nicht als Egoismus, im Gegenteil: Wer sich selbst achtet und dies räumlich zum Ausdruck bringt, der achtet auch andere und leistet damit einen wertvollen Beitrag zu einem harmonischen Miteinander. Und das beginnt zu Hause. Wobei der eigene Raum durchaus draußen im Garten liegen kann, wie das prominente Beispiel des Gartenrefugiums der Schauspielerin Jutta Speidel zeigt.

Der Ratgeberteil enthält auf rund 60 Seiten viele Anleitungen zur Stärkung der Wahrnehmungsfähigkeit, zum Entwickeln eines eigenen Raumgefühls und führt schließlich zur größeren Entscheidungsfähigkeit, wenn es darum geht, den „richtigen“ Raum zu wählen. Es geht viel um Raumenergie, aber auch um Farben und Düfte und um recht praktische Lösungen – wenn beispielsweise aufgrund der Wohnverhältnisse kein eigenes Zimmer zur Verfügung steht.

Dann können Regale als Raumteiler helfen oder der persönliche reservierte Sessel im Wohnzimmer wird zur kleinen eigenen Oase. Möbel, Licht und Wandgestaltung sind die wichtigsten Bausteine für die Schaffung des eigenen Refugiums; daneben spielen aber auch Ritualplätze eine große Rolle.

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