Kinderlärm rechtfertigt keine Räumungsklage

Hamburg - Wohngeräusche in Mehrfamilienhäusern sind üblich und oft auch unvermeidbar. Denn Lärm von kleinen Kindern lässt sich nicht auf Knopfdruck abstellen.

Entsprechend müssten Mieter in solchen Fällen Toleranz zeigen, entschied das Amtsgericht Hamburg-Harburg (Az.: 641 C 262/09), wie der Mieterverein in der Hansestadt mitteilt.

In diesem Fall hatte ein Ehepaar, das unterhalb einer neu eingezogenen Familie mit Kindern wohnte, nach deren Einzug ein Lärmprotokoll angelegt. Mit Bezug auf dieses Protokoll mahnte die Vermieterin die Beklagten erst ab, dann kündigte sie ihnen fristlos. Der Hausfrieden sei gestört. Die Richter lehnten eine Räumungsklage ab. Aus dem Lärmprotokoll gehe eindeutig hervor, dass die Eltern bemüht waren, die üblichen Ruhezeiten von 22.00 Uhr bis 7.00 Uhr und 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr einzuhalten. Auch hatten sich andere Mieter des Hauses nicht durch die Familie gestört gefühlt.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Amri-Ausschuss in NRW nimmt Rolle von V-Mann ins Visier

Amri-Ausschuss in NRW nimmt Rolle von V-Mann ins Visier

Fahrgeschäfte, Buden, Zelte: Das gefällt den Besuchern am besten 

Fahrgeschäfte, Buden, Zelte: Das gefällt den Besuchern am besten 

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Werder-Ankunft in Köln

Werder-Ankunft in Köln

Meistgelesene Artikel

Wie oft muss ich bei Hausstauballergie putzen?

Wie oft muss ich bei Hausstauballergie putzen?

Genialer Trick: So testen Sie, ob Ihr Gefrierfach kaputt ist

Genialer Trick: So testen Sie, ob Ihr Gefrierfach kaputt ist

Schluss mit Laub in der Dachrinne - so geht's

Schluss mit Laub in der Dachrinne - so geht's

Wegen demoliertem Päckchen: Mann schreibt grandiosen Zettel

Wegen demoliertem Päckchen: Mann schreibt grandiosen Zettel

Kommentare