Die Hornisse – wie gefährlich ist sie wirklich?

Hornissen: Panik vor der Killer-Wespe? So gefährlich ist sie wirklich

Hornisse
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Wie gefährlich sind Hornissen wirklich? (Symbolbild)

Bei diesem riesigen Insekt bleibt manchen der Atem stehen: Die Hornisse sieht mit ihrem riesigen Stachel ziemlich bedrohlich aus. Doch wie gefährlich ist sie wirklich?

Wer bei Bienen und Wespen bereits davon läuft, bekommt bei dem Anblick dieses Killer-Insekts vermutlich einen totalen Schweißausbruch. Die riesigen Wespen sehen besonders bedrohlich aus mit ihrem gelb-schwarzen Kampf-Outfit und ihrem riesigen Stachel, welcher bei einer Körpergröße von bis zu vier Zentimetern deutlich „hervorsticht“.

Immer wieder wird in den Medien über „Horror-Angriffe“ durch Wespen berichtet, erst im vergangenen Jahr wurden Schüler in Lüdenscheid durch einen Schwarm aggressiver Wespen angegriffen und auch in Heilbronn waren die aggressiven Wespen vermehrt unterwegs*. Doch bei den Medienberichten handelt es sich in der Regel um Meldungen von Angriffen durch normale Wespen, nicht aber um Hornissen-Anrgiffe.

Denn der Schein trügt und Hornissen sind gar nicht so gefährlich, wie sie aufgrund ihrer Größe aussehen. Laut dem Bund Naturschutz in Nürnberg hat die Hornisse zu Unrecht einen derart schlechten Ruf. Der Naturschutz-Bund bezeichnet die Hornisse sogar als „friedliche Insektenjäger“. *echo24.de erklärt, was wirklich dran ist an der „Killer-Wespe“ – welche eigentlich nur eine etwas zu groß geratene ist.

Hornissen: Panik vor der Killer-Wespe? So gefährlich sind die Insekten wirklich

Mit drei bis vier Zentimetern Länge ist die Hornisse die größte staatenbildende Wespe Mitteleuropas. Sie ernährt sich von Insekten, darunter Fliegen, Bremsen und auch anderen Wespen sowie von Pflanzensäften aus Fallobst und Baumrinden. Die wehrhaften Hornissen sind nach Aussage von Diplom-Biologe Wolfgang Dötsch vom Bund Naturschutz in erster Linie „eine Art Naturpolizei im Ökosystem, die für natürliche Regulationsprozesse bei Insekten eine wichtige Rolle ausübt“, heißt es in einer Pressemitteilung des Bund Naturschutz.

Auch wenn es einem mancherorts so vorkommt, als würden in diesem Sommer außergewöhnlich viele Hornissen herumfliegen, weil die Insekten so groß und bedrohlich wirken und deshalb im Gedächtnis besonders hängen bleiben: Hornissen stehen auf der Roten Liste für bedrohte Tiere und zählen zu den geschützten Tierarten – sie sind tatsächlich immer seltener anzutreffen.

Wie gefährlich ist der Stich einer Hornisse?

Hornissen dürfen – ebenso wie Wespen und Bienen – nicht mutwillig getötet werden und ihre Nester dürfen nicht zerstört werden. Das zu akzeptieren fällt vielen nicht immer leicht. Der Grund sind verständlicherweise Ängste vor den Riesen-Wespen – aber auch mit ihnen verbundene Vorurteile.

Etwas, das auch der Bund Naturschutz nicht bestreiten kann: Bei der Hornisse handelt es sich um ein wehrhaftes Tier, dessen Stich Schmerzen verursacht. Getötet werden können Menschen in der Regel aber nicht durch einen Hornissen-Stich, außer sie haben eine Allergie. Und: Eine Hornisse sticht normalerweise auch nicht willkürlich einfach zu.

Tatsache ist, dass Hornissenstiche nicht gefährlicher sind als Stiche von Honigbienen, Hummeln oder Wespen und dass sich Hornissen wesentlich scheuer und berechenbarer verhalten als zum Beispiel Honigbienen,

Wolfgang Dötsch vom Bund Naturschutz.

Wie gefährlich ist ein Hornissen-Stich? Symptome und schmerzlindernde Hausmittel

Große Gefahr droht allerdings wie bei Bienen und Wespen auch bei einem Stich im Mund- und Rachenraum – nicht wegen der unmittelbaren Giftwirkung, sondern aufgrund der damit verbundenen Schwellung. Diese Symptome können laut der Volksversand-Apotheke generell durch einen Hornissen-Stich auftreten:

  • Schmerzen an der Einstichstelle
  • Schwellung und Rötungen von bis zu zehn Zentimetern an der Einstichstelle
  • Juckreiz
  • Schwindel, erhöhter Puls, Herzrasen (bei Allergie)
  • Atemnot, Beschwerden beim Schlucken (bei Allergie)
  • Übelkeit (bei Allergie)
  • Augentränen(bei Allergie)

Ein Hornissen-Stich kann ganz schön schmerzhaft sein und brennen. Um die Schmerzen zu lindern, hilft vor allem Kälte. Anders als die Biene verliert die Hornisse ihren Stachel nicht beim Zustechen, die Wunde sollte dennoch gereinigt und desinfiziert werden. Ideal ist es, anschließend eine Salbe mit einem Antiallergikum aufzutragen. Zudem können diese Hausmittel die Schmerzen von Hornissen-Stichen laut plantopedia.de lindern: Essigumschläge, Quarkwickel oder eine frisch aufgeschnittene Zwiebel auf der Einstichstelle.

Auch interessant: Das sind die 11 giftisten Tiere in Deutschland

Treten nach dem Hornissenstich Symptome auf, die auf eine Allergie hinweisen, ist die Einstichstelle im Mund- und Rachenraum oder die Beschwerden lassen nicht nach, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Die „Killer“-Wespe: Wann greifen Hornissen an und stechen zu?

Doch wann greifen Hornissen eigentlich an und stechen zu? Nur in einem Bereich von etwa vier Metern um das Nest reagieren Hornissen auf Störungen empfindlich. Außerhalb des Nestbereichs weichen Hornissen laut des Naturschuztbundes Stresssituationen grundsätzlich durch Flucht aus und sind nicht angriffslustig, da sie ja dort ihr Volk nicht zu verteidigen haben. So kann Hornissen-Stichen laut der Initiative Insektengift-Allergie vorgebeugt werden:

  • Halten Sie am besten vier Meter Abstand zu Hornissennestern.
  • Heftige Bewegungen sollten vermieden werden, Schlagen Sie nicht nach Hornissen. 
  • Vermeiden Sie es, Fluglöcher zu verstellen, hinein zu stochern oder in das Nest zu pusten.
  • Tragen Sie bevorzugt helle Kleidung, wenn Sie sich länger im Nestbereich aufhalten. Dunkle Farben können bedrohlich auf Hornissen wirken.
  • Verfliegt sich eine Hornisse in der Dämmerung einmal ins Haus, kann das Tier durch Ausschalten des Lichtes und weites Öffnen des Fensters zum Wegfliegen animiert werden.

Der Lebensraum von Hornissen: So können sie als Schädlingsbekämpfer genutzt werden

Da natürliche Nistmöglichkeiten wie Höhlen großer Laubbäume an Waldrändern vielerorts fehlen, weichen Hornissen oft in den Randbereich von Siedlungen aus, wo sie in ihrer „Wohnungsnot“ Dachböden, Scheunen oder auch Vogelnistkästen beziehen. Hornissen sind selbst in der unmittelbaren Nähe von Häusern friedliche Nachbarn und Untermieter. Falls eine Umsiedlung nötig ist, sollte diese nur durch Spezialisten durchgeführt werden.

Auf Hornissen werden viele erst im Spätsommer und Herbst aufmerksam. Es ist oft besser, bis zum natürlichen Absterben der Hornissen zu warten, statt die Völker umzusiedeln. Denn schon im Herbst, bis maximal Ende Oktober, stirbt der gesamte Hornissenstaat ab – nur die jungen Königinnen überwintern allein in Verstecken weit vom Nest entfernt. Eine Umsiedlung ist zu diesem Zeitpunkt am besten. Wer sich traut, kann Hornissen aber auch Nistkästen anbieten und als „natürliche Schädlingsbekämpfer“ nutzen. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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