Haus auf Schäden prüfen: Nach dem Sturm ist vor dem Sturm

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In Hamburg hat es große Sturmschäden gegeben.

Umgestürzte Bäume, zerstörte Carports, vollgelaufene Keller - die schweren Gewitter hinterlassen vielerorts Schäden. Nicht alles aber wird direkt entdeckt und kann erst in der Folge oder gar im nächsten Unwetter für wirklich gravierende Schäden sorgen.

Viele Schäden eines Unwetters sind offensichtlich. Böen, Starkregen und Hagel zerstören Dächer, bringen Bäume zum Umstürzen oder fluten Keller. Aber einiges erkennt man nicht auf den ersten Blick: Auch wenn auf dem Dach keine Pfannen fehlen, kann Wasser eingedrungen sein.

Schimmel kann sich im Dachstuhl bilden, eine teure Sanierung droht. Nach einem Sturm sollten Hausbesitzer daher immer ihr Gebäude von oben bis unten kontrollieren. Aber nicht nur die Langzeitfolgen der aktuellen Schäden sind ein Problem. Bereits lose Teile fliegen vielleicht beim nächsten Unwetter weg, angegriffene Konstruktionen können dann zusammenbrechen. Das Haus muss also mit Blick auf das mögliche nächste Unwetter kritisch geprüft werden - der Verband Privater Bauherren erklärt, an welchen Stellen:

Dach:

Am Dach und an der Fassadenverkleidung kann starker Wind Teile gelöst haben. Hausbesitzer prüfen daher, ob Dachziegel beschädigt und Schindeln, Bretter aus dem Giebelfeld oder von Gauben lose sind. Gleiches gilt für die Solaranlage. Denn herabstürzende Teile können Passanten verletzen, und dafür haftet in der Regel der Hausbesitzer.

Dachschrägen: 

Sind dort Flecken zu sehen? Falls ja, hat wahrscheinlich böiger Wind den Regen nach oben unter die Dachziegeln gedrückt und den Dämmstoff durchnässt. Das muss behoben werden, weil nasser Dämmstoff nicht mehr isoliert und zum Wärmeleiter wird - im Winter steigen dann die Heizkosten. An nassem Holz wachsen zudem Pilze und es fault. Außerdem kann sich Schimmel im Dachstuhl bilden, der über die innere Wandverkleidung in die Raumluft gelangt.

Fassade: 

Ist Wasser an der Außenwand des Gebäudes heruntergelaufen? Falls ja, muss man prüfen, ob es auch ins Haus gelangt ist. Denn dann kann es ebenfalls zu Feuchteschäden mit Schimmelbefall kommen. Problemstellen sind insbesondere unter den Fensterbrüstungen oder an Fenstern und Türen.

Balkon und Fenster: 

Sind Balkontüren, Fenster und Rollläden sowie deren Führungsschienen in Ordnung? Starker Wind kann sie vor allem am hohen Dach- und Giebelbereich aus den Verankerungen gerissen haben.

Regenrinnen: 

Hat der Wind Laub und Äste in die Regenabflüsse gedrückt? Diese sollten davon befreit werden, sonst kann der nächste Regen nicht ablaufen. Außerdem müssen Hausbesitzer prüfen, ob schwankende Bäume Regenrinnen und Fallrohre berührt und diese beschädigt haben.

dpa/tmn

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