"Ich fände es schön zu wissen..."

So genial reagiert ein Anwohner auf einen tadelnden Aushang seiner Mitmieter

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In einem Mietshaus in Berlin liefern sich die Bewohner einen Zettel-Streit. (Symbolbild)

Die anderen Mieter im Haus per Aushang zu maßregeln, scheint der letzte Schrei zu sein. Doch der gerügte Anwohner hatte eine ausgebuffte Antwort parat.

Blockierte Treppenhäuser, Zigarettenqualm über den Balkon oder nächtliches Duschen: Es gibt genug Streitpotenzial unter Mietern, die Wand an Wand miteinander leben. Vor allem wenn es um den Lärmpegel geht, verstehen viele Bewohner schnell keinen Spaß mehr - und machen ihrem Ärger Luft.

Mieter beschweren sich bei anderem Bewohner per Aushang - der hat Antwort parat

Eine der beliebtesten Methoden, um den Nachbarn über die eigene Unzufriedenheit in Kenntnis zu setzen, scheint mittlerweile der Aushang zu sein. So finden sich zahlreiche Beispiele im Netz, bei denen Anwohner ihre Wut in einem für jedermann lesbaren Zettel kundtun - vermutlich in der Hoffnung, dass das öffentliche Anprangern Scham beim gerügten Nachbarn auslöst.

So wiesen Bewohner eines Mietshauses in Berlin-Fennpfuhl erst vor Kurzem ebenfalls einen Mitmieter per Aushang zurecht. Diese fühlten sich in letzter Zeit durch die "sehr basslastige Musikanlage" ihres Nachbarn gestört: "Wäre es Ihnen möglich, die Lautstärke und Bässe etwas zurückzunehmen oder vereinzelt mal die Anlage 'aufzudrehen'? Es besteht momentan das Gefühl der Dauerbeschallung am Nachmittag, da wir alle die Fenster und Balkone geöffnet halten. Vielen Dank für Ihre Rücksichtnahme. Mit freundlichen Grüßen, Ihre Mitmieter des Hauses 98."

Erfahren Sie hier: Anwohner reagiert verärgert auf laute Musik - und entscheidet sich für "Kollektivbestrafung".

Eine Antwort auf ihre Beschwerde erhielten die Mitmieter postwendend mit einem eigenen Aushang des angesprochenen Nachbarn: "Hallo liebe Mitmieter, gerne versichere ich, in Zukunft darauf Rücksicht zu nehmen und entschuldige mich hiermit hochachtungsvoll! Vermutlich jedoch liegt hier ein Irrtum oder eine Verwechslung vor, da ich für gewöhnlich im 14-Uhr-Dienst arbeite und meine letzten freien Tage bei meiner Freundin verbracht habe. Nochmals Entschuldigung! Übrigens fände ich es schön zu wissen, mit wem ich es hier zu tun habe bzw. wer dieses Schreiben im Namen aller Mitmieter verfasst hat!"

Auch interessant: Bewohner beschweren sich über Baulärm - die Antwort des Bauunternehmens hat sich gewaschen.

Auf sein Schreiben erhielt er - zumindest schriftlich - noch keine Reaktion, doch in den Kommentaren auf Instagram zeigen sich die Nutzer amüsiert über die freundliche Antwort des Nachbarn. Eine andere Leserin meint: "Der letzte Satz ist Klasse! Warum hat der oder die Schreiber*in nicht den Mum seinen oder ihren Namen drunter zu setzen!"

Lesen Sie auch: DHL-Kundin am Limit: So versucht sie nun, ihren Paketboten zu erziehen.

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