Und wo ist nun die Küche?

Einrichtungsideen von der Interzum

Eine Mini-Bar in der Sofalehne: Der Hersteller Blum präsentiert auf der Messe Interzum Auszüge, die im kleinen Wohnraum dafür sorgen, dass jeder Quadratzentimeter Stauraum ausgenutzt werden kann. Foto: Koelnmesse Gmbh
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Eine Mini-Bar in der Sofalehne: Der Hersteller Blum präsentiert auf der Messe Interzum Auszüge, die im kleinen Wohnraum dafür sorgen, dass jeder Quadratzentimeter Stauraum ausgenutzt werden kann. Foto: Koelnmesse Gmbh
Küchenmöbel sollen nicht mehr wie Küchenmöbel wirken: Ausgefeilte Details sorgen dafür, dass Arbeitsflächen und Stauraum mit Töpfen und Co. soweit wie möglich versteckt sind. Foto: Koelnmesse Gmbh
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Küchenmöbel sollen nicht mehr wie Küchenmöbel wirken: Ausgefeilte Details sorgen dafür, dass Arbeitsflächen und Stauraum mit Töpfen und Co. soweit wie möglich versteckt sind. Foto: Koelnmesse Gmbh
Was nach Arbeit aussieht, sollte versteckt sein, wenn man es nicht braucht. Daher präsentieren viele Möbelzulieferer auf der Messe Interzum verbesserte Beschläge für Türen - hier ein Beispiel vom Hersteller Blum. Foto: Koelnmesse Gmbh
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Was nach Arbeit aussieht, sollte versteckt sein, wenn man es nicht braucht. Daher präsentieren viele Möbelzulieferer auf der Messe Interzum verbesserte Beschläge für Türen - hier ein Beispiel vom Hersteller Blum. Foto: Koelnmesse Gmbh
Zur Weiterentwicklung des Smart Home gehören auch ausgeklügelte Steuerungsfunktionen für Betten. Zu sehen war auf der Messe Interzum diese Innovation von Linak, einem Hersteller von Linearantriebslösungen. Foto: Koelnmesse Gmbh
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Zur Weiterentwicklung des Smart Home gehören auch ausgeklügelte Steuerungsfunktionen für Betten. Zu sehen war auf der Messe Interzum diese Innovation von Linak, einem Hersteller von Linearantriebslösungen. Foto: Koelnmesse Gmbh
Die Möbelzulieferer setzen auf der Messe Interzum zum Beispiel auf Beschläge, die unauffälliger an der Innenseite verschwinden. Hier ein Beispiel der Firma Hettich. Foto: Koelnmesse Gmbh
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Die Möbelzulieferer setzen auf der Messe Interzum zum Beispiel auf Beschläge, die unauffälliger an der Innenseite verschwinden. Hier ein Beispiel der Firma Hettich. Foto: Koelnmesse Gmbh
Wo wenig Platz ist müssen Möbel mehr können: Der Hersteller Blum präsentiert auf der Messe Interzum ausgefeilte Auszüge für Schränke. So lässt sich etwa ein Wäscheständer praktisch verstauen. Foto: Koelnmesse Gmbh
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Wo wenig Platz ist müssen Möbel mehr können: Der Hersteller Blum präsentiert auf der Messe Interzum ausgefeilte Auszüge für Schränke. So lässt sich etwa ein Wäscheständer praktisch verstauen. Foto: Koelnmesse Gmbh
Ursula Geismann ist Trendexpertin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie. Foto: VDM
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Ursula Geismann ist Trendexpertin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie. Foto: VDM
Was mieft, muss weg: Um etwa Mülleimer in der Küche gut verstecken zu können, braucht es Beschläge und Schubladenauszüge. Der Hersteller Hailo präsentierte seine neuen Ideen auf der Messe Interzum. Foto: Koelnmesse Gmbh
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Was mieft, muss weg: Um etwa Mülleimer in der Küche gut verstecken zu können, braucht es Beschläge und Schubladenauszüge. Der Hersteller Hailo präsentierte seine neuen Ideen auf der Messe Interzum. Foto: Koelnmesse Gmbh

Auf der Messe Interzum in Köln bekommt man eine Vorstellung von den Möbeln von morgen. Die Innovationen stehen weit vor den Entwürfen schicker Tische oder funktionaler Regale. Sie punkten mit ihren Fähigkeiten.

Köln (dpa/tmn) - Innovationen finden oft im Kleinen statt. Das lässt sich aktuell bei Küchen gut beobachten. Die Einrichtung dafür ist derzeit einem großen Wandel unterworfen - und der beginnt nicht unbedingt bei Ideen der Küchenhersteller.

Denn damit diese ihre Möbel weiterentwickeln können, müssen zunächst Hersteller von Beschlägen, Auszügen und Oberflächen Innovationen liefern. Diese wurden in Köln auf der Messe Interzum präsentiert (21. bis 24.5.).

Die Schau findet nur alle zwei Jahre statt und gilt als die Weltleitmesse der Zulieferer der Möbelindustrie und des Innenausbaus. Sie ist quasi der Impulsgeber für die nächste Möbelgeneration.

In der Küche sollen Arbeitsbereiche wie Spüle und auch Regale mit Mixer und Co. künftig nicht mehr gleich ins Auge stechen. "Es geht um das Wegschieben und Zuschieben - so dass man es einfach nicht mehr sieht", erklärt Ursula Geismann, Trendanalystin vom Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM).

Letztlich sieht es dann so aus, als gebe es im Wohnraum gar keine Küche - zumindest dann nicht, wenn man nicht daran arbeitet und Geräte und Arbeitsflächen hinter Türen und Laden versteckt. Erste Ideen dafür sind schon marktreif. Diese Systeme werden laut Geismann nun ausgeklügelter.

So präsentieren die Zulieferer in Köln zum Beispiel Beschläge und Auszüge für bessere Falttüren oder Schubkasten, die wirklich jeden Quadratzentimeter Stauraum ausnutzen. Wichtig dabei ist auch immer, dass die kleinen Helfer immer weniger auffallen. Zugleich wird Stauraum besser zugänglich, erläutert Geismann. So lassen sich etwa die Auszüge von hohen Hängeschränken auf eine komfortable Bedienhöhe herunterfahren.

Viele dieser Lösungen bieten auch Optionen für Hersteller von Möbeln für kleine Wohnräume oder mobile Unterkünfte. Denn damit werden einzelne Möbel zu multifunktionalen Stücken. So präsentiere zum Beispiel ein Beschlaghersteller auf der Messe die Möglichkeit, in einer Sofalehne eine versteckte Mini-Bar unterzubringen - sie ist ausziehbar, sogar mit kleiner Ablagefläche für die eingeschenkten Gläser. Oder eine Art schmaler Apothekerschrank wird dank ausklappbarer Seiten zu einem Wäscheständer.

Der dritte Einrichtungstrends: "Es dreht sich auf der Messe sehr viel ums Smart Home", berichtet Ursula Geismann aus Köln. Ihr fielen besonders ausgeklügeltere Steuerungsfunktionen für das Sofa oder fürs Bett auf - letzteres mit der Möglichkeit, nachts das Bett sanft zu verstellen, so dass der schnarchende Partner zum Umdrehen animiert wird.

Wann und wo diese Lösungen im Handel zu finden sind, ist noch ungewiss. In Köln werden sie erst mal den Möbelfirmen und ihren Designern vorgestellt - diese wiederum werden sie nun in ihre Ideen integrieren.

Messe Interzum

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