EAW: Beratung und Zuschüsse für wärmedämmende Maßnahmen am Haus

Klimaschutz auf lokaler Ebene

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Christina Mielke berät rund um das Thema Energie.

Dagmar Voss · „Wir, die Energie-Agentur Weyhe, haben noch Geld im Topf“, verkündet Christina Mielke die gute Neuigkeit. Gemeint sind Zuschüsse zu wärmedämmenden Maßnahmen an Häusern.

Die Diplom-Ingenieurin sitzt im Rathaus Weyhe und berät Interessierte in Fragen zur Antragstellung für Fördermittel, über Energieausweise und -berichte sowie zu Prüfungen der Häuser.

Die Energie-Agentur Weyhe (EAW), eine Gesellschaft der E.ON Avacon und der swb Vertrieb Bremen, arbeitet eng mit der Gemeinde zusammen. 1997 nahm sie ihre Arbeit auf – mit dem Ziel, den Klimaschutz auf lokaler Ebene zu fördern und so den Kohlendioxid-Ausstoß spürbar zu verringern.

Dazu legt die EAW Förderprogramme für Maßnahmen an Gebäuden vor Ort auf, informiert über Energie-Einsparmöglichkeiten und berät über das Thema Energie. Die Einrichtung wird von den Beteiligten mit jährlich 170.000 Euro ausgestattet, öffentliche Gelder sind nicht in dem Topf. „Falls jemand demnächst neu bauen oder sein Gebäude modernisieren will, sollte derjenige die Möglichkeit eines Beratungsgespräches bei mir nutzen“, so Mielke. Drei Förderprogramme rückt die EAW in den Fokus: Wärmedämmung an Altbauten, thermische Solarenergienutzung und Einzelprojekte. Die Fachfrau schätzt den Anteil älterer Häuser im Ort auf rund 5.000, bei denen Dach, Wände, Decken oder Fenster nur gering isoliert sind.

Ersteres Programm betrifft Häuser, die vor 1983 gebaut wurden. Gefördert werden Wärmeschutzmaßnahmen, die dazu führen, dass der Wärmeschutzstandard in Wohngebäuden und Wohnungen der Energie-Einsparverordnung möglichst nahe kommt. Die Investitionskosten für neu geschaffene und unbeheizte Räume werden nicht bezuschusst. Die Förderhöhe beträgt höchstens 1.500 Euro, der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden.

Beim Programm zur thermischen Solarenergienutzung wurden die Endlichkeit fossiler Energieträger und der Klimaschutz bedacht. Es gibt nur Gelder für den Neubau und die Inbetriebnahme von Anlagen zur genannten Verwendung, die der Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung dienen.

„Bei jedem Antragsteller fördern wir bis zu 20 Prozent der anfallenden Kosten“, sagt Mielke. Das gilt für alle EAW-Programme. Insgesamt gehen in der Agentur 70 bis 80 Anträge im Jahr ein. www.weyhe.de

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