Bild gewordene Träume

Heimischer Garten wird zur grünen Oase

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Wenn im Frühjahr die Blumen im Garten der Familie Vehring blühen, dann sind auch die Bienen wieder fleißig bei der Arbeit.

Dagmar Voss · Wenn Vera und Fritz Vehring über die Frühjahrsarbeiten in ihrem Garten in Syke-Henstedt sprechen, dann sind vor allem Pflanzen und das Schneiden gemeint. „Für die Pflanzen müssen wieder optimale Bedingungen zum Wachsen geschaffen werden“, sind sich die Hobbygärtner einig.

Fleißig am Werk: Im Frühjahr gibt es für Fritz und Vera Vehring im Garten immer jede Menge zu tun.

Das bedeutet, manches muss weggenommen werden, und bei Hecken gibt es einen Formschnitt, damit nicht alles ein einziger Dschungel wird. Dabei achten die beiden aber nicht so sehr auf jeden Zentimeter, immerhin besitzen sie zwei Hektar Land, das zum größten Teil Garten ist, genauer gesagt: ein Paradies, das im Sommer seine wunderbare Fülle und Vielseitigkeit zeigt – zum Beispiel bei den jährlichen Gartenkultur-Musikfestivals. Das nächste ist für den 2. August geplant. Ein Cello-Quartett wird das blühende Ambiente dann um wohlklingende Wunderwerke erweitern.

„Die Frühjahrsblüher teilt man jetzt am besten, steckt das Weggenommene an anderer Stelle sofort wieder in die Erde und nimmt die Blüten ab, damit die Kraft in die Wurzeln geht“, erklärt Vera Vehring. „Für uns ist der Garten ein Artefakt – er ist die Bild gewordene Verwirklichung unserer Vorstellungen und Träume“, meinen die beiden Künstler, „und er bringt in ständiger Verwandlung immer neue Bilder hervor.“

Das ist auf dem Stück labyrinthischer Erde durchaus spürbar, das schon 1680 in einem Dokument erwähnt wurde. Zwischen Hecken werden immer wieder neue Durchblicke möglich, die Mal die gelbe Pracht der Osterglocken betonen, ein anderes Mal kommen die dunkel-violett blühenden Lenzrosen zum Tragen.

Letztlich bleibt die Grundarbeit immer dieselbe: Nach dem Kalken der Böden – „vorsichtig, am besten bis Ende Dezember und dann in den Kompost“, lautet der Tipp der Vehrings – ist Düngen angesagt. Da greifen die beiden am liebsten auf Hornspäne zurück, die können für besseres Blühen und zum Wachstum verwendet werden. „Das Wurzelwachstum beginnt gerade, daher ist natürlich jetzt die beste Zeit fürs Pflanzen“, meint der ehemalige Hochschullehrer Vehring. Das Paar schließt sich einem Zitat an, das besagt, der Garten sei der letzte Luxus unserer Tage, denn er erfordere, was so kostbar geworden sei: Zeit, Zuwendung und Raum.

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