Nachricht an Anwohner

Mieter werden zur „Packstation“ für die Nachbarn – dann reißt ihnen die Hutschnur

Paketbote liefert ein Amazon Paket an die Haustür.
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Anwohner in Berlin mussten wegen des Paketaufkommens die „Service-Zeiten“ anpassen.

Ein Zettelaushang in Berlin sorgt für Gesprächsstoff: Mieter haben regelmäßig die Pakete der Nachbarn angenommen – doch bei einer Sache legen sie jetzt ihr Veto ein.

Hin und wieder einmal ein Paket für die Nachbarn annehmen* – das ist kein Problem. Gerade jetzt, wo aufgrund der Corona-Pandemie viele im Homeoffice bleiben, finden sich schnell hilfsbereite Nachbarn, die die Pakete für andere Mieter annehmen. So bekommt jeder pünktlich sein Paket und muss nicht fürchten, dass es von seinem Ablageort verschwindet. In Berlin scheinen es ein paar Nachbarn jedoch ein wenig zu bunt getrieben zu haben. In einem Zettelaushang machen nämlich Mieter auf bestimmte „Service-Zeiten“ aufmerksam.

Zettelaushang in Berlin: Anwohner brauchen Pause von Nachbarn

„Ihre Pakete sind bei uns in guten Händen – wir freuen uns über den regelmäßigen Kontakt mit Kunden“, heißt es auf dem Zettel, der offenbar in einem Berliner Mietshaus entdeckt wurde. Ein Foto des Aushangs wurde auf der Instagram-Seite „notesofberlin“ geteilt. Allerdings ist auch den Schreibern des Zettels aufgefallen, dass in der Vorweihnachtszeit ordentlich von den Nachbarn bestellt wird. Darum heißt es weiterhin: „Aufgrund des erhöhten Paketaufkommens während der Weihnachtszeit, und damit wir auch in Zukunft unseren hohen Standard sowie exzellenten Post-Service beibehalten können, möchten wir Sie einladen, Folgendes zu beachten: Sofern Sie keine Bluttransfusion oder Lebendorganspende per Post erwarten, bitten wir Sie, an Wochenend-Tagen erst ab 12 Uhr unseren Abhol-Service in Anspruch zu nehmen.“

Auch interessant: „Das ist nicht wahr, oder?“ Paketbote blamiert sich mit Hinweise zum Ablageort.

Mieter werden zur Packstation der Nachbarn: User finden Reaktion „voll verständlich“

Wie es scheint, wurden die Autoren des Zettels des Öfteren zu unchristlicher Stunde geweckt – zumindest am Wochenende wünschen sie sich, dass die Nachbarn ihnen vormittags etwas Ruhe gewähren. Auf Instagram meint ein Nutzer: „Voll verständlich – wir wohnen im EG und nehmen im Schnitt am Tag 5 Mal Pakete entgegen und dann nochmal das gleiche Spiel, wenn alle Nachbar*innen das abholen. Und die klingeln auch von morgens um 8 bis abends um 10. Manchmal kann das schon krass nerven, die meisten sagen nicht mal danke...“ Eine andere Nutzerin will sich den Zettel als Beispiel nehmen: „Gute Idee, könnte bei uns auch stehen.“ Insgesamt wurde der Instagram-Beitrag beinahe 4.500 Mal geliked. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Amazon-Kundin bittet Paketboten um speziellen „Service“ – der enttäuscht sie nicht.

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