Böswilliger Flurfunk

Nachbarn beschweren sich über schreiendes Baby - So zahlt es ihnen die Mutter heim

Zwei Mütter schieben ihre Kinderwagen eine Landstraße entlang.
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Kinder: von den einen geliebt, von den anderen kritisiert. Zwei Mütter schieben ihre Kinderwagen eine Landstraße entlang.

Sie sind allseits gehasst und werden trotzdem zu gerne eingesetzt: anonyme Briefe an der Wohnungstür. Eine Mutter rechnet damit jetzt ab.

  • Baby-Geschrei gefällt nicht allen Menschen auf dieser Welt.
  • Das musste eine Mutter in Singapur erst kürzlich feststellen.
  • Doch die Kritik ließ die junge Familie nicht auf sich sitzen.

In einem Mietshaus in Singapur musste eine junge Mutter erfahren, was schon so viele Menschen in Mehrfamilienhäuser erleben durften: einen anonymen Beschwerde-Brief an der Wohnungstür. Gerade jetzt, wenn sich aufgrund der Coronavirus-Pandemie* mehr Menschen zu Hause aufhalten, kann das Miteinander zwischen den Nachbarn schon einmal auf eine schiefe Bahn geraten.

Nachbarn beschweren sich über Baby-Geschrei: Mutter will das nicht auf sich sitzen lassen

Die Aussage dieses anonymen Schreibens scheint jedoch mehr als kritikwürdig zu sein. Geht es doch um nichts weniger als Baby-Schreie. Den Inhalt des Briefes teilte die Mutter mit ihrer Community auf Facebook, wie asiaone.com berichtete: „Können Sie bitte die Wohnungstüre schließen, wenn ihr Baby den ganzen Tag schreit? Wir arbeiten aktuell von zu Hause aus. Bitte berücksichtigen Sie das“, beschwerten sich die Nachbarn.

An dieser Stelle muss angemerkt werden, dass das Wetter in Singapur sehr schwül und heiß ist. Die Wohnungen dagegen sind gerne sehr klein und stickig, was schnell zu einer erdrückenden Atmosphäre führen kann. Es ist deshalb eine beliebte Taktik, alle Türen und Fenster zum Durchzug-Lüften offen stehen zu lassen.

Nicht nur dieser Brief erreichte die junge Mutter, sondern auch eine Haushaltshilfe musste den Zorn der Nachbarn spüren. Die Mutter berichtete von einer wütenden und schimpfenden Nachbarin, die ihren Ärger an der unschuldigen Haushaltshilfe ausgelassen hat. Spätestens dann wollte die Mutter die Situation nicht mehr hinnehmen und hat einen Antwortbrief verfasst, direkt an die beschwerenden Nachbarn gerichtet.

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Baby-Geschrei ist „natürliche Kommunikation“ - Antwort an die Nachbarn zeigt klare Kante

In einem mehr als ausführlichem Brief an die Nachbarn schildert die Mutter die Situation des Babys, das einfach schreit, weil es nun einmal die Art der Kommunikation von Babys ist. Dafür können sie nichts und auch die Eltern können daran nichts ändern.

Nachdem die Mutter auch klarmacht, dass es in Singapur nun einmal üblich ist, die Türen offen zulassen, um frische Luft zu bekommen, fällt sie in dem Antwortschreiben an die Nachbarn in einen ironischen Unterton: Sie habe ihrem Neugeborenen eine erste Warnung gegeben, schreibt sie. Doch ob das Baby diese Warnung auch verstanden hat? Da sei sie sich nicht sicher. Immerhin habe das Baby daraufhin sehr traurig seine Mutter angeschaut. Außerdem wäre es wahrscheinlich kontraproduktiv, wenn die Türe geschlossen bleibt. Denn bei der stickigen Luft würde das Baby nur umso mehr und umso lauter schreien.

Zum Schluss empfiehlt die Verfasserin den Nachbarn noch, einfach selbst die Türe zu schließen oder sich einen ruhigeren Raum zum Arbeiten zu suchen. Andernfalls könnten die Nachbarn aber natürlich auch gerne die Umweltbehörde, die staatliche Wohnagentur oder sogar die Polizei rufen, um sich andere Strategien zu überlegen, wie man die Lärmbelästigung bekämpfen könnte. (nh) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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Kulinarik in Singapur: Völlerei auf der Insel der Verbote

Hawker Center sind ideale Orte für Foodies: Auf den Essensmärkten geht es trubelig zu. Foto: Singapore Tourism Board/dpa-tmn
Hawker Center sind ideale Orte für Foodies: Auf den Essensmärkten geht es trubelig zu. Foto: Singapore Tourism Board/dpa-tmn © Singapore Tourism Board
Opulent und optisch überwältigend: die Atlas Bar. Foto: EK Yap/ATLAS/dpa-tmn
Opulent und optisch überwältigend: die Atlas Bar. Foto: EK Yap/ATLAS/dpa-tmn © EK Yap
Das schiffsförmige Hotel "Marina Bay Sands" mit seinem Infinity-Pool auf dem Dach ist ein Wahrzeichen Singapurs. Foto: Singapore Tourism Board/dpa-tmn
Das schiffsförmige Hotel «Marina Bay Sands» mit seinem Infinity-Pool auf dem Dach ist ein Wahrzeichen Singapurs. Foto: Singapore Tourism Board/dpa-tmn © Singapore Tourism Board
Das Hotel "Raffles" in Singapur, im Kolonialstil von den Briten erbaut, ist weltbekannt. Foto: Singapore Tourism Board/dpa-tmn
Das Hotel «Raffles» in Singapur, im Kolonialstil von den Briten erbaut, ist weltbekannt. Foto: Singapore Tourism Board/dpa-tmn © Singapore Tourism Board
Unterwegs auf der Arab Street im muslimischen Viertel - ein guter Startpunkt für eine kulinarische Erkundung. Foto: Singapore Tourism Board/dpa-tmn
Unterwegs auf der Arab Street im muslimischen Viertel - ein guter Startpunkt für eine kulinarische Erkundung. Foto: Singapore Tourism Board/dpa-tmn © Singapore Tourism Board
Probieren geht über studieren: Die in der Regel nicht gebackenen und oft sehr süßen Desserts in Singapur unterscheiden sich teils deutlich von dem, was Europäer unter einem Nachtisch verstehen. Foto: Singapore Tourism Board/dpa-tmn
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Besuchermagnet: Das Hotel "Atlas" mit gleichnamiger Bar am Parkview Square erinnert an ein Hochhaus aus Batmans Gotham City. Foto: Singapore Tourism Board/dpa-tmn
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Spezialität aus Singapur: Das Gericht Laksa, hier mit zwei Garnelen und einem Ei. Foto: Singapore Tourism Board/dpa-tmn
Spezialität aus Singapur: Das Gericht Laksa, hier mit zwei Garnelen und einem Ei. Foto: Singapore Tourism Board/dpa-tmn © Singapore Tourism Board
Die Schalen der Erdnüsse landen in der Long Bar im Hotel "Raffles" auf dem Boden - das ist einfach so üblich. Foto: Marie von der Tann/dpa-tmn
Die Schalen der Erdnüsse landen in der Long Bar im Hotel «Raffles» auf dem Boden - das ist einfach so üblich. Foto: Marie von der Tann/dpa-tmn © Marie von der Tann
Köchin Ruqxana im Garten ihres Hauses: Bei ihr lernen Besucher die Küche Singapurs kennen. Foto: Marie von der Tann/dpa-tmn
Köchin Ruqxana im Garten ihres Hauses: Bei ihr lernen Besucher die Küche Singapurs kennen. Foto: Marie von der Tann/dpa-tmn © Marie von der Tann
Der Singapore Sling ist ein Drink-Klassiker - erfunden wurde er in der Long Bar im "Raffles"-Hotel in Singapur. Foto: Marie von der Tann/dpa-tmn
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