Es läuft nicht immer alles glatt

Das neue Heim von Familie Schröder

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Elvira und Harry Schröder (rechts) sowie Tochter Maren Schröder und Lebensgefährte Daniel Schmidt bauen im Syker Baugebiet „Westlich der Sulinger Straße“ zwei Einzelhäuser, die sich zwar optisch unterscheiden, aber dennoch eine Einheit bilden.

Syke - Rainer Jysch. „Einmal im Leben“ – das gilt nicht für Elvira (61) und Harry Schröder (65).

Die Eheleute haben bereits 1980 in Barrien ein Einfamilienhaus bauen lassen. Später erwarben sie noch ein gegen­überliegendes Wohnhaus, das bis vor Kurzem von Tochter Maren bewohnt wurde. Jetzt steht das jüngste Eigenheim im Baugebiet „Westlich der Sulinger Straße“ im Südwesten der Stadt Syke vor der Fertigstellung. Das Abenteuer „Hausbau“ gehen sie aufgrund ihrer Erfahrungen gelassen an.

„Wir suchen schon seit fünf Jahren nach zwei Häusern, die ein bisschen ländlich liegen und die man für zwei Generationen um­bauen kann“, erzählt Maren Schröder. Die Familie wollte auch nach einem Umzug nahe beieinander wohnen bleiben. Die Suche nach geeigneten Objekten gestaltete sich jedoch schwieriger als gedacht. Auch zwei benachbarte, unbebaute Grundstücke ließen sich anfangs nicht aufspüren. Schließlich fanden sie 2013 ein passendes Areal im Syker Baugebiet „Westlich der Sulinger Straße“. Das Nachbargrundstück konnten sie vom Eigen­tümer hinzu erwerben. „Er hatte sich schon vor vielen Jahren mit dem Flurstück eingedeckt. Eine Bebauung stand für ihn jedoch nicht mehr auf dem Plan“, erzählt Elvira Schröder, die als Medizinische Fachangestellte in einer Brinkumer Arztpraxis tätig ist.

Den Grundriss entwickelte Familie Schröder selbst. Die Häuser sind ebenerdig, barrierefrei, seniorengerecht und individuell geschnitten.

Jetzt konnte Familie Schröder mit der Planung für die neuen Wohngebäude los­legen. Die Idee: Zwei Einzelhäuser, die sich optisch unterscheiden, aber dennoch eine Einheit bilden und nur durch die Carports miteinander verbunden sind. Den Grundriss entwickelte die Familie selbst; alles eben­erdig, barrierefrei, mit breiten Türen, seniorengerecht und individuell geschnitten. Bei der äußeren Ansicht, der Dachneigung und der Fassadenbeschaffenheit mussten aufgrund örtlicher Bauvorschriften Kompromisse geschlossen werden. „Wir wollten eigentlich eine Stadtvilla mit einem Staffelgeschoss bauen“, blickt Maren Schröder zurück. „Das ging aber nicht, weil der Bebauungsplan das an dieser Stelle nicht vorsieht“, sagt die 33-jährige Innendienstleiterin einer Bremer Autovermietungsfirma über die nach ihrer Meinung etwas rätselhaften Bauvorschriften. „Jetzt ist alles gut. Aber zunächst waren wir etwas enttäuscht.“

Maren Schröder und Lebenspartner Daniel Schmidt (29) sind Anfang September in „ihren“ Teil des Gebäudekomplexes eingezogen. 163 Quadratmeter Wohnfläche und ein Grundstück von 830 Quadratmetern stehen ihnen jetzt zur Verfügung. Das ist mehr als vorher in Bar­rien. Eigentlich wollten die beiden schon Anfang August einziehen. „Der Estrich wurde nicht trocken und der Fliesenleger konnte nicht be­ginnen“, erinnert sich Maren Schröder an den Grund für die vierwöchige Verzögerung. „Man darf den Baufortschritt nicht zu optimistisch planen“, rät Elvira Schröder. „Auch die Planierung des Bodens hatte sich durch die Schräglage des Untergrundes etwas aufwendiger und somit teurer gestaltet, als wir erwartet hatten.“

Einen Schrecken bekamen die Bauherren gleich am Anfang. Kurze Zeit nach Baubeginn stürzte in einer stürmischen Februarnacht eine komplette, frisch hochgezogene Hauswand ein. „Die Nachbarn sagten uns, dass es in der Nacht einen fürchterlichen Knall gegeben habe. Die Mauer war auf einen Bauwagen gestürzt“, berichtet Elvira Schröder über den Mauerfall. „Das fängt ja gut an, haben wir uns damals gesagt.“

Andere Verzögerungen gab es in der Folgezeit zum Glück nicht. Harry Schröder kann als Rentner den Bau eng verfolgen und den Fortschritt kontrollieren. Zudem hat der gelernte Elektriker die Gewerke Elektroinstallation, Heizung und Sanitär in Eigenleistung übernommen. „Das drückt die Gesamtkosten“, erzählt er. „Mein Papa ist ein Multitalent“, freut sich Maren Schröder über die fachmännische Unterstützung durch ihren Vater.

„Steckdosen kann man nie genug haben“, lautet der Ratschlag von Daniel Schmidt. „Wir haben hier in jeder Ecke mindestens eine.“ Auch der Umfang der Außenbeleuchtung sollte nach seiner Ansicht in die Detailplanung einfließen, hätte er doch gerne noch eine Lampe über dem Carport gehabt. „Ist nicht notwendig, wäre aber schön gewesen“, kommentiert Bauherr Harry Schröder schmunzelnd.

Für die Fahrräder muss noch ein Gartenhäuschen her. „Weil wir keine Garage haben, fehlt uns da eine Abstellfläche. Das ist uns erst nach dem Einzug klar geworden“, verrät Maren Schröder den kleinen Planungsfehler. Insgesamt ist Familie Schröder aber sehr glücklich mit ihrem rund 600.000 Euro teuren Bauprojekt. „Alle Handwerker, der begleitende Bauingenieur, der Architekt und der Bauleiter haben gute Arbeit geleistet“, sagt Harry Schröder zufrieden.

Für Elvira und Harry Schröder steht der Umzug voraussichtlich Anfang März nächsten Jahres an. Ihr Gebäude mit 125 Quadratmeter Wohnfläche auf dem 630 Quadratmeter großen Grundstück ist zur Zeit rohbaufertig. Elvira Schröder: „Demnächst werden die Fenster geliefert und dann kann es mit dem Innen­ausbau losgehen.“

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