Weniger Mietnomadenfälle in Deutschland

Berlin - Für Vermieter kann sich der Schaden rasch auf mehr als 10 000 Euro summieren. Doch in Deutschland gibt es weit weniger Fälle von Betrug durch Mietnomaden als bisher angenommen.

Insgesamt wurden in den letzten Jahrzehnten nach Angaben des Bundesbauministeriums nur rund 1500 Fälle von Mietern bekannt, die unter anderem mit Verweis auf angebliche Mängel die Miete nicht zahlen wollten, Wohnungen verkommen ließen und dann woanders hinzogen. Dabei stammt der älteste Fall in der Untersuchung aus dem Jahr 1966.

Für Vermieter kann sich der Schaden rasch auf mehr als 10 000 Euro summieren. Markus Artz und Florian Jacoby von der Forschungsstelle Immobilien der Universität Bielefeld haben dies in einem am Mittwoch im Bundesbauministerium vorgelegten Gutachten für die Regierung ermittelt. Eigentümer- und Maklerverbände hatten zuvor von zehntausenden Fällen gesprochen. Die Regierung will mit der Mietrechtsreform den Rauswurf von Mietnomaden erleichtern.

dpa

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