Was tun im Notfall?

Wenn Hunde Giftköder fressen - So schützen Halter ihre Tiere

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Zeigt ein Hund Anzeichen einer Vergiftung, sollten Besitzer sofort den Tierarzt aufsuchen. Jede Minute zählt. Am besten bringt man auch den Giftköder mit.

Erbrechen, Krämpfe, Atemnot - das sind nur einige der Symptome, wenn ein Hund Giftköder vertilgt. Immer wieder fressen Tiere die vermeintlichen Leckerli. Was können Hundehalter machen, um ihre Vierbeiner davor zu schützen?

Sie sehen aus wie leckere Hackbällchen oder Wiener Würstchen - doch sie sind gespickt mit scharfen Gegenständen wie Rasierklingen, Scherben oder Rattengift. Immer wieder verletzen Hunde sich durch Giftköder.

Das Tier hat entweder unbemerkt den gefährlichen Happen gefressen. Oder der Besitzer hat die fatalen Symptome zu spät erkannt. Wie können Hundehalter ihre Vierbeiner davor schützen - und notfalls retten?

Bei dem Verdacht, dass der Hund einen Giftköder gefressen hat, hilft nur noch eins: Sofort zu einem Tierarzt gehen. Verdacht auf eine Vergiftung besteht etwa, wenn der Hund Symptome zeigt wie Erbrechen, Durchfall, Zittern, Krämpfe, Blutungen oder Atemnot.

"Hundehalter sollen bitte keine eigenmächtigen Behandlungsversuche durchführen, bei denen wertvolle Zeit vergeht", mahnt Judith Pein von der Tierrechtsorganisation Peta.

Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund rät, dem Tierarzt eine Probe des Giftes oder des Erbrochenen mitzubringen. Folgende Infos seien relevant: Wann hat der Hund das Gift gegessen, wie sah der Köder aus, und wie viel wurde davon vertilgt?

Verliert der Hund das Bewusstsein, schwebt er in Lebensgefahr.

In diesem Fall empfiehlt Schmitz: Zunge herausholen, Maulhöhle von Schleim und Erbrochenem befreien, Atemwege freihalten und eine Herzmassage vornehmen. Auf keinen Fall Erbrechen auslösen, denn dabei besteht Erstickungsgefahr.

"Grundsätzlich kann man nur empfehlen, dass Hundehalter ihre Hunde beim Spaziergang nicht aus den Augen lassen sollen", rät Schmitz. Gut ist auch, selbst immer Futter dabeizuhaben, so dass der Hund gar nicht erst auf die Suche geht. Falls notwendig, kann es auch Sinn machen, dem Tier einen Maulkorb aufzusetzen.

Um langfristig das Problem einzudämmen, sollten Halter sich bemühen, den Hass anderer Menschen auf Hunde gar nicht erst zu schüren. Pein ruft zu einem rücksichtsvollen Verhalten auf: Beispielsweise das Häufchen beim Gassigehen entfernen und es ernst nehmen, wenn jemand Angst vor Hunden hat.

Im Internet gibt es außerdem Portale wie den " Giftköder-Radar", die vor mutmaßlichen Gefahrenzonen warnen. Das Warnsystem gibt es auch als Smartphone-App für unterwegs. "Sind in einer Gegend Giftköder aufgetaucht, gilt für Hundehalter die höchste Alarmstufe", warnt Pein. Einen Park mit Giftköderwarnung meiden Halter besser.

dpa/tmn

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