Schlachtezauber: Pippi rettet Bremen

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2  000 Schaulustige verfolgten gestern Abend ein Spektakel an Bord der Hansekogge, mit dem der „Schlachte-Zauber“ eröffnet wurde. Im Mittelpunkt stand Pippi Langstrumpf. ·

Bremen - Von Jörg Esser - Das war eine knappe Kiste. Fast wäre alles aus gewesen. Aber es ist ja gutgegangen. Pippi Langstrumpf hat den Schatz gerettet. Und damit Bremen. Und den „Schlachte-Zauber“. Der vorweihnachtliche Handel am Weserufer ist eröffnet. Die Adventszeit und Weihnachten sind gerettet. Dank Pippi.

Gut 2 000 Schaulustige verfolgen gestern Abend gebannt das 20-minütige Eröffnungsspektakel auf der Hansekogge. An Bord tummeln sich die Honoratioren der Stadt – der Gästewerber (gespielt von Bremens Tourismuschef Peter Siemering), der Handelssenator (Wirtschafts-Staatsrat Heiner Heseler) und der Marktvogt (Schlachte-Marketingchef Jan-Peter Halves). Sie wollen ganz entspannt einen Handel mit Freibeuter-Kapitän Flindt und Kapitän Langstrumpf besiegeln. Es geht um Gold. Um viel Gold. Um Gold für Bremen. Doch plötzlich entern gemeine Piraten die Kogge – Blut-Swente und Messer-Jocke. Säbel klirren. Nur gut, dass Pippi just auf ihrem Pferd „Kleiner Onkel“ ans Ufer geritten kommt – und im Handumdrehen die Seeräuber festsetzt. Ein Happy-End. Dazu erklingt Vangelis‘ Hymne „Conquest of Paradise“. Und über der Weser wird ein fulminanten Feuerwerk entzündet.

Der Markt läuft. Handwerker und Hökerer bevölkern das Freibeuterdorf der „Fogelvreien“ am Weserufer. An knapp drei Dutzend Ständen werden Gewürze, Lederwaren, persischer Mokka, Zauberpunsch, „Tinkturen für den Haarwuchs“, Bratwurst von Wildschweinen und Elchen sowie Fleischbatzen „zum Verkauf feilgeboten“. Neu sind unter anderem der „Hau-den-Lukas“-Stand am Eingang des mitteralterlichen Dorfes („drei Schlag für zwei Taler, beim Klingeln gibt’s einen Schnaps“) und eine „Münzsägerey“. 100 Musikanten, Gaukler und andere merkwürdige Gesellen gestalten die Zeitreise vom 9. bis zum 17. Jahrhundert. Zwischen Teerhof- und Bürgermeister-Smidt-Brücke haben die Schlachte-Gastronomen diverse Hütten aufgebaut. Bremer Spezialitäten sind ebenfalls im Angebot – Schokoküsse, Kaffee, Honig und Mettwurst („Bremer Knüppel“).

Fotos vom Bremer Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt in Bremen

Auch der klassische Weihnachtsmarkt auf Marktplatz, Domshof und Liebfrauenkirchhof ist gestern Nachmittag offiziell eröffnet worden – Bürgerschaftspräsident Christian Weber schaltete die Lichter auf dem Marktplatz ein. Mehr als 170 Stände und Buden bieten Mandeln, Glühwein, Lebkuchen, Schmuck, Weihnachtskugeln, Seifen, Holzspielzeug und vieles mehr an. Ein Kinderkarussell dreht seine beschaulichen Runden.

Der Weihnachtsmarkt öffnet bis Freitag, 23. Dezember, täglich von 10 bis 20.30 Uhr, der „Schlachte-Zauber“ von 11 bis 20.30 Uhr.

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