Es glüht auf dem Bremer Weihnachtsmarkt

+
Verkaufsschlager, Stromverbrauch, Einkaufstrends - nicht alles auf dem Bremer Weihnachtsmarkt sieht man auf den ersten Blick

Bremen - Sage und schreibe 45 Stromverteiler sorgen dafür, dass jede der 197 Buden ihre unzähligen Glühlämpchen, Deko-Weihnachtsbäume und Weihnachtslieder singenden Elche problemlos in Betrieb nehmen kann. Und wir befinden uns hier nicht etwa auf dem Weihnachtsmarkt in London, Paris oder gar New York. Diese Zahlen stammen ganz aus der Nähe, direkt von der Weser. Die Rede ist vom Weihnachtsmarkt in Bremen.

Dass all die Lichter, die für die besinnliche Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt sorgen, nicht unbedingt zur Klasse „Energiesparlampe extra umweltschonend“ gehören, ist wohl jedem klar. Dass sie in den vier Wochen tatsächlich aber soviel verbrauchen wie 1500 Haushalte, dürfte dann doch überraschen.

Die Meisten bemerken von alldem nichts, wenn sie gemütlich durch die Budenstadt schlendern, nach Geschenken für die Lieben suchen und bei einem Becher Glühwein mit Freunden den neusten Klatsch und Tratsch austauschen. Apropos Glühwein: Wieviel vom „roten Gold“ pro Tag ausgeschenkt wird, wollte uns auch auf Nachfrage niemand verraten. Die ersten torkelnden Gestalten, die gegen 17 Uhr lautstark „Last Christmas“ schmetterten, ließen allerdings schnell auf einen nicht allzu geringen Verbrauch schließen.

1,5 Millionen Besucher werden zur Weihnachtszeit insgesamt in Bremen erwartet, gut die Hälfte davon kommt von außerhalb angereist, um das Spektakel rund um Roland und Schlachte live zu erleben. Ungefähr 1830 Mistelzweige werden während der 29 Tage Weihnachtsmarkt an verliebte Pärchen verkauft. Kassenschlager, auch dieses Jahr: Weihnachtsmützen mit Blinklichtern, Spiralförmig oder in Übergröße, Hauptsache auffällig. Beim Schmuck für den Christbaum mag man es dagegen eher klassisch, große Kugeln dominieren auch dieses Jahr den Verkauf. Der Gerechtigkeit halber muss aber gesagt werden, dass auch Baumschmuck in Form eines tanzenden Elchpärchens binnen weniger Tage komplett ausverkauft war.

So wird der Weihnachtsmarkt ganz nebenbei auch zum beliebten Hotspot, wenn es darum geht, noch schnell die letzten Geschenke für das Fest zu besorgen. Durchschnittlich 250 Euro gibt jeder Deutsche an Weihnachten für seine Lieben aus. Und damit sind die Kosten nicht vorbei: Dekoration, Zutaten für das festliche Menü und ein angemessenes Outfit gehören für den Großteil der Damenwelt einfach zum guten Ton. Die Männer sind da (wie gewohnt, wenn es um Romantik geht) etwas sparsamer und begnügen sich meist mit den Kosten für die Geschenke. Ein kleiner Tipp: Mit ein paar Euros tragen Sie Ihren Teil zu den 1830 Mistelzweigen bei und zaubern dabei auch noch ein Lächeln auf das Gesicht ihrer Liebsten.

Aber seien wir mal ehrlich: Eigentlich geht es an Weihnachten ja auch gar nicht (nur) um die materiellen Dinge. Wenn Familie, Freunde und Verwandte zusammenkommen, sind es ganz andere Werte, die zählen. Man spricht schließlich nicht umsonst vom „Fest der Liebe“.

Heftige Schneefälle sorgen in Spanien für Chaos

Heftige Schneefälle sorgen in Spanien für Chaos

„Boot 2017“: Das sind die Attraktionen

„Boot 2017“: Das sind die Attraktionen

Schreckliches Busunglück in Italien: Bilder

Schreckliches Busunglück in Italien: Bilder

So zeigte sich das Präsidentenpaar Donald und Melania Trump

So zeigte sich das Präsidentenpaar Donald und Melania Trump

Kommentare