Corona-Urlaub 2020

Neue Quarantäne-Regeln seit 8. November – Worauf Reisende jetzt achten müssen

Eine Frau mit Maske geht vor der Abflugstafel im Terminal 1 des Flughafen München entlang.
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Die Quarantäne-Regelungen für Reiserückkehrer wurden wieder angepasst.

Die Bundesregierung hat vor Kurzem eine Muster-Quarantäneverordnung erstellt, die nun seit dem 8. November 2020 gilt. Was Urlauber jetzt beachten müssen.

Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland zurückkehrt, muss seit dem 8. November 2020 neue Regelungen zur Quarantäne* beachten. Das Bundeskabinett hat die entsprechende Muster-Quarantäneverordnung am Mittwoch, 14. Oktober, beschlossen. Allerdings betont die Bundesregierung, dass es sich nur um eine Arbeitshilfe für die Länder handelt, auf deren Basis eigene Regeln erlassen werden können. Daher können bezüglich der Quarantäne-Bestimmungen* länderspezifische Unterschiede gelten. Folgende Muster-Quarantäneverordnung bildet die Basis dazu:

Corona-Urlaub 2020: Was für Reisende aus Risikogebieten bei der Rückkehr nach Deutschland gilt

Bisher galt eine 14-tägige Quarantänepflicht nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet. Diese ist seit dem 8. November verkürzt auf zehn Tage. Sie gilt für alle Einreisenden, die sich innerhalb der letzten zehn Tage vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland zurückkehrt, muss sich zudem unverzüglich bei der zuständigen Behörde melden und auf das Vorliegen der Quarantänepflicht hinweisen. Ab sofort erfolgt dies über die Digitale Einreiseanmeldung, welche die Aussteigerkarte in Papierform ersetzt.

Kann die Quarantäne nach einem Aufenthalt im Risikogebiet verkürzt werden?

Bislang konnte die Quarantäne mit einem negativen PCR-Test, der innerhalb der ersten drei Tage nach Rückkehr aus dem Risikogebiet gemacht wurde, vorzeitig beendet werden. Die Muster-Quarantäneverordnung sieht aber nun vor, dass ein Corona-Test frühestens am fünften Tag nach der Einreise nach Deutschland vorgenommen werden darf. Darum kann die Selbstisolation auch erst frühestens fünf Tage nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet beendet werden. Nach der Testung muss das Ergebnis mindestens zehn Tage aufbewahrt und der zuständigen Behörde auf Verlangen unverzüglich vorgelegt werden. Falls Sie binnen zehn Tage nach der Einreise typische Corona-Symptome zeigen, müssen Sie sich erneut einem Test in einer Arztpraxis oder in einem Testzentrum unterziehen.

Auch interessant: Massiv steigende Corona-Zahlen: Deutsches Nachbarland ab sofort im Teil-Lockdown.

Video: Nach Urlaub im Risikogebiet: Muss ich mir für Quarantäne frei nehmen?

Diese Personen sind von der Corona-Quarantänepflicht ausgenommen

Für bestimmte Personengruppen gilt eine Ausnahme von der Quarantänepflicht – und Testung – wie sie in der Muster-Verordnung festgehalten ist. Dazu zählen:

  • Im Rahmen des Grenzverkehrs reisende Personen bei einem Aufenthalt von bis zu 24 Stunden
  • Grenzpendler oder -gänger, die „nachweislich zwingend notwendig berufs-/studien- oder ausbildungsbedingt in/aus ein/-em Risikogebiet einreisen, sorfern diese regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich an ihren Wohnsitz zurückkehren und nachweislich angemessene Schutz- und Hygienekonzepte eingehalten werden“
  • Durchreisende, solange diese das Gebiet auf schnellstem Weg wieder verlassen
  • Familienbesuche bei bis zu 72 Stunden Aufenthalt
  • „Beschäftigte im Waren- und Gütertransport, Personentransport, für das Gesundheitswesen unabdingbare Personen sowie hochrangige Diplomaten, Vertreter von Parlamenten und Regierungen bis zu 72 Stunden Aufenthalt bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte“

Es gelten noch weitere Ausnahmen für Personengruppen, die jedoch einen Test innerhalb von 48 Stunden vor der Einreise oder unmittelbar bei der Einreise vornehmen müssen, der negativ ausfällt: Dazu zählen Personen in systemrelevanten Berufen, Besuche aus familiären Gründen, die länger als 72 Stunden andauern, Beschäftige von Verkehrsunternehmen, Polizisten, Sportler oder Funktionäre im Sportbereich und Personen mit nachweislich zwingend notwendigem und unaufschiebbarem berufs-, studien- oder ausbildungsbedingtem Aufenthalt von bis zu fünf Tagen. (fk)*Merkur.de und hna.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Corona-Urlaub im Herbst 2020 ohne Reisewarnung: Diese Traumstrände können Sie jetzt besuchen.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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