Unruhen in Tunesien - Feriendomizile sicher

+
Die blutigen Unruhen in Tunesien stellen nach Ansicht des Auswärtigen Amtes derzeit keine Gefahr für Touristen in den beliebtesten Feriengebieten des Landes dar.

Paris  - Am Montag sind mehr als zehn Menschen in Tunesien getötet worden. Doch sie blutigen Unruhen in Tunesien sind nach Ansicht des Auswärtiges Amtes derzeit keine Gefahr für Touristen.

Auswärtiges Amt: Reise- und Sicherheitshinweise

Die tunesische Regierung unternimmt, laut Auswärtigen Amtes, weiterhin umfangreiche Anstrengungen, um Touristen vor dem Risiko terroristischer Anschläge wie dem in Djerba (11.04.2002) zu schützen. Demnach stellen die blutigen Unruhen in Tunesien derzeit keine Gefahr für Touristen in den beliebtesten Feriengebieten des Landes dar. Die Ausschreitungen richteten sich nicht gegen westliche Urlauber, erklärte ein Sprecher in Berlin. Urlaubsorte wie die Insel Djerba seien nicht betroffen, die Polizei schirme sie weiträumig ab. Das Auswärtige Amt rief aber bei Reisen nach Tunesien und Algerien generell zu erhöhter Vorsicht auf.

Als Hintergrund der schlimmsten Aufstände seit Mitte der 80er Jahre gelten die hohe Arbeitslosigkeit und der Frust vieler Tunesier, am Reichtum ihres Landes keinen Anteil zu haben. Vor allem junge Menschen sind betroffen. Die Regierung hat bislang lediglich 14 Todesopfer bei den Unruhen eingeräumt, Journalisten hatten aber bereits am Wochenende die Namen von 23 Opfern dokumentiert.

Bei neuen Unruhen in Tunesien sind am Montag mehr als zehn Menschen getötet worden. Nach Augenzeugenberichten eröffneten Polizisten in der Stadt Kasserine im Westen des Landes das Feuer auf Demonstranten und schossen ziellos in die Menge. Dabei starben mehr als zehn Menschen und mindestens zehn weitere wurden verletzt, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Abend von Rettungskräften.

Die Gesamtzahl der Toten bei den Unruhen in den vergangenen Tagen erhöht sich damit auf über 30. Die Regierung ließ bis auf weiteres alle Schulen und Universitäten des Landes schließen. Zahlreiche Jugendliche und Studenten hatten sich zuletzt an Demonstrationen und Ausschreitungen beteiligt.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

EU-Parlament verschiebt von der Leyens Kommissions-Start

EU-Parlament verschiebt von der Leyens Kommissions-Start

Nienburg: Händler präsentieren sich bei Autoschau

Nienburg: Händler präsentieren sich bei Autoschau

Brexit-Unterhändler arbeiten an den letzten Hindernissen

Brexit-Unterhändler arbeiten an den letzten Hindernissen

Neue E-Book-Reader: Dem kleinen Tolino geht ein Licht auf

Neue E-Book-Reader: Dem kleinen Tolino geht ein Licht auf

Meistgelesene Artikel

Ryanair lässt Urlauber zwölf Stunden im Flugzeug warten - und kassiert dann noch ab

Ryanair lässt Urlauber zwölf Stunden im Flugzeug warten - und kassiert dann noch ab

Freunde machen Foto am Strand - doch etwas stimmt hier nicht

Freunde machen Foto am Strand - doch etwas stimmt hier nicht

Hoppla - Urlaubsfoto zeigt langes Detail: "Könnten wir über den Schatten sprechen?"

Hoppla - Urlaubsfoto zeigt langes Detail: "Könnten wir über den Schatten sprechen?"

"Mein Hirn brennt": Kurioses Urlaubsfoto treibt Menschen an den Rand der Verzweiflung

"Mein Hirn brennt": Kurioses Urlaubsfoto treibt Menschen an den Rand der Verzweiflung

Kommentare