Überblick

Spanien-Urlaub: Alles zur Corona-Inzidenz, Delta-Variante und den Einreise-Regeln

Die Corona-Lage in Spanien spitzt sich aufgrund der Ausbreitung der Delta-Variante wieder zu. Das Land gilt daher als Hochinzidenzgebiet. Was Reisende beachten müssen.

Genau wie Portugal und Großbritannien steigen die Corona-Zahlen in Spanien wieder an. Gerade die Delta-Variante des Virus, die zuerst in Indien festgestellt wurde, bereitet Experten Sorge. Wo es erst Anfang Juni noch Lockerungen für Urlauber gab*, herrschen nun wieder strengere Regeln – auch auf den beliebten Urlaubsinseln der Balearen. Wie die aktuelle Situation in Spanien ist und worauf Reisende achten müssen, erfahren Sie hier.

Corona-Inzidenz und Delta-Variante: Die aktuelle Lage in Spanien

Spanien war schon mehrmals stark von der Corona-Pandemie betroffen, doch in den letzten Monaten sanken die Infektionszahlen wieder auf ein recht niedriges Niveau. Noch vor wenigen Wochen nahm das Auswärtige Amt seine Reisewarnung für die meisten Regionen Spaniens wieder auf und die spanische Regierung lockerte seine Einreise-Regeln für Urlauber. Mittlerweile hat sich das Blatt allerdings wieder gewendet: Die Corona-Inzidenz betrug laut dem Gesundheitsministerium in den letzten sieben Tagen 338,10 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern, wobei vor allem die Region Katalonien mit der Metropole Barcelona betroffen ist. Hier liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 525,04 (Stand: 23. Juli, Ministerio de Sanidad).

Die im Juni beschlossenen Lockerungen – auch für Nachtclubs und Diskotheken – scheinen der spanischen Regierung nun zum Verhängnis zu werden. In Katalonien feierten knapp 100.000 Menschen auf drei Musikfestivals. Nun sind vor allem Jüngere und Ungeimpfte laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung von den Neuinfektionen betroffen. Die spanische Regierung hat zuvor streng nach Alter priorisiert, sodass nun vorrangig die Älteren vollständig geimpft sind. Die Impfquote liegt laut der Johns Hopkins Universität bei 53,95 Prozent (Stand: 26. Juli). Gleichzeitig lag aber der Anteil an der Delta-Variante in Spanien mit 58,4 Prozent in den letzten vier Wochen recht hoch (Quelle: GISAID).

Urlaub 2021: Das sind die Einreise-Regeln für Spanien

Reisende, die über den Luftweg nach Spanien einreisen, müssen das Formular zur Gesundheitskontrolle im Spain Travel Health-Portal ausfüllen. Für die Einreise über den Seeweg gibt es ein anderes Formular, ebenfalls im Spain Travel Health-Portal. Alternativ kann das Dokument auch über die kostenfreie SpTH-App ausgefüllt werden. Der QR-Code, der sich daraus generiert, muss bei der Einreise und beim Check-in vorgelegt werden. Auch Fluggesellschaften sind dazu verpflichtet, den QR-Code zu überprüfen. Er kann auch ausgedruckt in Papierform mitgebracht werden. Bei Falschangaben oder einem fehlenden QR-Code drohen Geldstrafen wie das Auswärtige Amt warnt. Das Formular kann frühestens 48 Stunden vor der geplanten Einreise ausgefüllt werden. Wer zu diesem Zeitpunkt noch keine Sitzplatznummer hat, kann dies auch nachträglich ins Formular eintragen.

Bei der Einreise über den Landweg über ein Risikogebiet gilt hingegen für alle Reisenden über zwölf Jahren die Pflicht einen negativen PCR- oder Antigen-Schnelltest vorzulegen, der maximal 48 Stunden alt ist. Ausnahmen bestehen für Personen, die eine vollständige Impfung – mindestens 14 Tage vor Reiseantritt abgeschlossen –, oder eine Genesung, die nicht länger als 180 Tage und nicht später als elf Tage vor der Einreise her sein darf, nachweisen können. Deutschland wird aktuell von Spanien nicht als Risikogebiet eingestuft, dafür aber einige Regionen Frankreichs (Martinique, Corse, Guadeloupe, Guyane, La Réunion, Auvergne-Rhône-Alpes, Bretagne, Grand Est, Hauts-de-France, Ile-de-France, Normandie, Nouvelle-Aquitaine, Occitanie, Pays de la Loire und Provence-Alpes-Côte d’Azur). Es besteht aber eine Befreiung von der Test- und Quarantänepflicht, wenn der Transit innerhalb von 24 Stunden vollzogen ist.

Spanien-Urlaub 2021: Diese Corona-Regeln gelten vor Ort

Für den Urlaub in Spanien ist wichtig, dass Sie sich über die Corona-Maßnahmen der jeweiligen Region, in der Sie sich aufhalten, informieren. In Katalonien gilt zum Beispiel für Barcelona, Girona und Tarragona eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 1 und 6 Uhr. Restaurants und Diskotheken schließen um 0.30 Uhr. In anderen Regionen wie der Autonomen Gemeinschaft Madrid wurden die Ausgangssperren hingegen aufgehoben. Es können aber trotzdem Einschränkungen für Zusammenkünfte mehrer Personen oder Restaurantbetriebe herrschen.

Abgesehen davon gilt landesweit an allen öffentlichen Orten innerhalb und außerhalb geschlossener Räume eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Dasselbe gilt für öffentliche Verkehrsmittel. Die Maskenpflicht entfällt, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Bei groben Verstößen drohen circa 100 Euro Geldstrafe. Kinder unter sechs Jahren sind von dieser Pflicht ausgenommen.

Auch interessant: Sommer-Urlaub 2021: Diese drei Dokumente sollten Sie auf keinen Fall vergessen.

Inselurlaub auf Mallorca trotz Corona: Corona-Regeln auf den Balearen

Gerade auf den Balearen nimmt das Infektionsgeschehen wieder zu. Die örtliche Regierung verkündete deshalb am Montag (19. Juli) verschärfte Regeln, um die Tourismussaison zu schützen. Wie die Mallorca Zeitung berichtet, soll deshalb vorerst keine generelle Maskenpflicht eingeführt werden, allerdings ist immer dort ein Mundschutz zu tragen, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Ab Samstag (24.7.) sollen allerdings Versammlungen von Personen unterschiedlicher Haushalte im Freien und in Innenräumen zwischen 1 und 6 Uhr morgens verboten werden. Diese Regel richtet sich vor allem gegen Feierwütige und Partygänger, um Trinkgelage zu vermeiden. Wer zusammen in ein Hotel oder eine Finca eingecheckt, gilt als ein Haushalt. Es handelt sich hierbei aber nicht um eine Ausgangssperre, sodass es trotzdem möglich ist, sich um diese Uhrzeit draußen aufzuhalten – nur eben mit dem eigenen Haushalt. Wer trotzdem auf einer illegalen Feier erwischt wird, muss mit den neuen Regeln auch mit einer saftigeren Geldstrafe rechnen: Das Mindestbußgeld für die Teilnahme an einer illegalen Feier soll auf 1.000 Euro erhöht werden.

Die Sperrstunde von Bars und Restaurants soll um eine Stunde auf 1 Uhr morgens vorgezogen werden, zudem sollen in der Außengastronomie nur noch 8 statt 12 und in der Innengastronomie nur noch 4 statt 6 Gäste an einem Tisch erlaubt sein. Zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens darf zudem der Strand nicht mehr betreten werden.

Diese Regeln gelten für Reiserückkehrer aus Spanien

Das Auswärtige Amt rät aktuell von Reisen nach Spanien ab. Aus Sicht des Robert Koch-Instituts gilt es aufgrund der hohen Infektionszahlen als Hochinzidenzgebiet, weshalb bei der Rückkehr nach Deutschland die digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt werden muss. Schon vor der Einreise muss der Nachweis über einen negativen Test, eine vollständige Impfung oder eine Genesung erbracht werden. Zudem gilt für Ungeimpfte und Nicht-Genesene die Quarantänepflicht. Es besteht aber die Möglichkeit, sich nach fünf Tagen „freizutesten“. Wer über den Luftweg nach Deutschland zurückkehrt, muss den negativen Corona-Test schon am Abflugort vorlegen – ansonsten dürfen Fluggesellschaften die Reisenden nicht befördern. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Lesen Sie auch: Sommer-Urlaub 2021: Wie lange bleiben die Einreise-Regeln für Deutschland bestehen?

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

Rubriklistenbild: © Chris Emil Janßen/imago-images

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Mallorca-Flucht nach Einstufung als Hochinzidenzgebiet? Überraschende Reaktion von Urlaubern

Mallorca-Flucht nach Einstufung als Hochinzidenzgebiet? Überraschende Reaktion von Urlaubern

Mallorca-Flucht nach Einstufung als Hochinzidenzgebiet? Überraschende Reaktion von Urlaubern
So ist die Corona-Lage in den europäischen Urlaubsländern

So ist die Corona-Lage in den europäischen Urlaubsländern

So ist die Corona-Lage in den europäischen Urlaubsländern
Kroatien verhökert Häuser für 13 Cent: Das steckt dahinter

Kroatien verhökert Häuser für 13 Cent: Das steckt dahinter

Kroatien verhökert Häuser für 13 Cent: Das steckt dahinter
Corona-Inzidenz steigt: Italien verschärft Regeln – Was Reisende wissen müssen

Corona-Inzidenz steigt: Italien verschärft Regeln – Was Reisende wissen müssen

Corona-Inzidenz steigt: Italien verschärft Regeln – Was Reisende wissen müssen

Kommentare