Intercity-Züge

Schwankende Doppelstock-ICs: Fahrgastverband kritisiert DB

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Die neuen Doppelstock-Intercitys der Bahn mussten bereits einen Werkstattstopp einplanen, nachdem auf bestimmten Streckenabschnitten die Waggons ins Wanken gekommen sind.

Nach Klagen über schwankende neue Doppelstock-Intercity-Züge der Deutschen Bahn hat der Fahrgastverband Pro Bahn dem Unternehmen Versäumnisse vorgeworfen.

Der Verband könne nicht nachvollziehen, dass nicht auch Fahrgäste bei Testfahrten mit an Bord gewesen seien, sagte Pro-Bahn-Chef Karl-Peter Naumann dem Radiosender MDR Info am Montag. Grundsätzlich müssten Fahrgastvertreter bei neuen Zügen früher einbezogen werden. Die Bahn wies den Vorwurf zurück.

"Wir haben uns als Fahrgäste die Züge von innen anschauen können. Wir haben aber eben keine Testfahrten mitmachen können", sagte Naumann. Neben der Bahn sei auch der Hersteller Bombardier für die schwankenden Züge verantwortlich: "Wenn das Produkt nicht ordentlich funktioniert, dann muss der Hersteller nachbessern", sagte der Verbandschef weiter. Nur Bombardier könne etwas zu den Ursachen der Schwankungen sagen.

Deutsch Bahn weist Kritik zurück

Eine Bahn-Sprecherin wies den Vorwurf von Pro Bahn zurück: "Wie bei allen Einführungen neuer Fahrzeuge haben wir auch beim Intercity 2 umfangreiche Tests im Vorfeld durchgeführt - selbstverständlich auch mit Testfahrgästen", teilte sie auf Anfrage mit.

Die neuen doppelstöckigen Intercitys rollen seit Mitte Dezember auf der Strecke zwischen Leipzig und Norddeich. Langfristig sollen 120 Doppelstockzüge die in die Jahre gekommene IC-Flotte ersetzen. Fahrgäste haben sich über die neuen Züge beschwert, da sie während der Fahrt schwankten. Medienberichten zufolge soll Fahrgästen dadurch schlecht geworden sein.

Die Bahn gab das Problem bereits zu, erklärte aber ausdrücklich, dass es sich dabei nicht um technische Mängel handle und das Schwanken keine Beeinträchtigung der Sicherheit darstelle. Das "von einigen Reisenden wahrgenommene Wanken des Zuges beeinträchtigt lediglich den Fahrkomfort im oberen Geschoss auf einigen Streckenabschnitten", erklärte das Unternehmen.

Die Bahn arbeite derzeit mit Bombardier daran, dass Problem zu beheben. In Abstimmung mit dem Eisenbahnbundesamt begännen Ende Januar Tests, bei denen die Lauffläche der Räder "geringfügig verändert" würde, um dadurch das "Zusammenspiel von Rad und Schiene zu verbessern", teilte der Konzern weiter mit.

AFP

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