Schwacher Euro macht Urlaub teurer

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Die Bundesbürger müssen in diesem Jahr mehr Geld in ihre Reisekasse stecken als im Vorjahr.

Ob fern oder nah - dieses Jahr müssen Deutsche für ihren Urlaub tief in die Tasche greifen. Der Euro hat an Wert verloren und die Preise in den europäischen Nachbarländern sind gestiegen.

Das gelte sowohl für Fernziele als auch für europäische Nachbarländer, berichtete die Commerzbank am Donnerstag in Frankfurt. “Tiefer in die Tasche greifen müssen wir vor allem bei Fernzielen, denn die aktuelle Euroschwäche mindert unsere Kaufkraft in den USA und Asien“, sagte Volkswirt Rainer Guntermann.

Seit Ende 2009 habe der Euro gegenüber der Leitwährung US-Dollar rund 10 Prozent an Wert verloren. Deutlich weniger für ihren Euro bekommen deutsche Urlauber nach den Angaben aber auch in den beliebtesten europäischen Ferienländern Spanien, Italien, Frankreich und Österreich. Dort gebe es für einen Euro durchweg nur eine Gegenleistung von etwa 90 Eurocent.

“Das liegt daran, dass die Preise in diesen Ländern in den vergangenen zehn Jahren schneller stiegen als in Deutschland“, sagte der Tourismusexperte der Commerzbank. Durch die höhere Inflation bei konstanten Wechselkursen seien vergleichbare Güter heute in Madrid oder Rom teurer als in Frankfurt.

Die Kaufkraft des Euro habe etwa in den USA seit Sommer 2009 um circa 5 Prozent abgenommen. “In Australien und Südafrika ist die Kaufkraft sogar um 20 Prozent zurückgegangen“, sagte Guntermann.

 Im Austragungsland der Fußballweltmeisterschaft (11. Juni bis 11. Juli) seien die Preise vor der Großveranstaltung kräftig gestiegen. Dennoch hätten deutsche Besucher am Kap der Guten Hoffnung immer noch einen spürbaren Preisvorteil: “Für 1,00 Euro bekommen sie im Schnitt Waren und Dienstleistungen im Gegenwert von 1,20 Euro.“

dpa

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