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Reise umbuchen: Wie oft kann ich meine Pauschalreise verschieben?

Sonnenschirme und Liegen stehen am Strand Bajo Negro auf Fuerteventura.
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Viele Reiseveranstalter zeigen sich kulant bei Umbuchungen.

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten viele Urlauber ihre Reise verschieben – manche sogar mehrmals. Was es dabei zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

Es war ein Jahr der Stornierungen und Umbuchungen*: 2020 mussten so viele Urlauber wie noch nie ihre Reisepläne ändern – doch was gilt es in diesen Fällen zu beachten? Das Buchungs- und Bewertungsportal HolidayCheck zeigt auf, welche Rechte UrlauberInnen bei verschobenen Pauschalreisen haben und gibt Expertentipps für eine sichere Urlaubsvorfreude.

Reisewarnungen & Co.: Reise umbuchen – wie oft darf ich das?

Das Fernweh ist groß, aber auch die Angst davor, was sich im Zielgebiet noch alles ändern kann. Steigen die Infektionszahlen womöglich sprunghaft an? Wird das Urlaubsland kurz vor Abreise zum Risikogebiet erklärt? Ist die Unsicherheit zu groß, möchten viele Menschen lieber erneut umbuchen, zum Beispiel auf einen späteren Zeitpunkt, der ihnen sicherer erscheint. Doch ist das so einfach möglich? „Es gibt generell keine Beschränkungen, wie oft eine Reise umgebucht werden darf. Und derzeit zeigen sich viele Reiseveranstalter sehr kulant, wenn es um ein erneutes Umbuchen geht“, weiß Christoph Heinzmann, Tourismusexperte bei HolidayCheck. „Bei Risikogebieten und wenn eine Reisewarnung vorliegt, ist eine gebührenfreie Umbuchung in den allermeisten Fällen möglich.“

Pauschalreise schon gebucht: Reisen trotz Reisewarnung?

Viele Veranstalter stellen es ihren KundInnen aktuell frei, ihre Pauschalreise trotz Reisewarnung anzutreten. „Es kann sein, dass die Infektionszahlen im Zielgebiet deutlich geringer sind als zu Hause“, erklärt Heinzmann. „Ein Beispiel dafür sind die Kanarischen Inseln. Trotz Reisewarnung liegen die Inzidenzwerte zum Teil deutlich unter denen in Deutschland, weshalb sich viele UrlauberInnen dazu entscheiden, ihre Pauschalreise anzutreten.“ Im Gegensatz zu einer individuell gebuchten Reise muss bei einer Pauschalreise auch nicht mit Nachteilen gerechnet werden, wenn die Reise trotz Reisewarnung angetreten wird. „Der Veranstalter hat auch in diesem Fall weiterhin die „Pflicht zur mangelfreien Durchführung der Reise“ gegenüber dem Kunden – wie es rechtlich so schön heißt“, so Christoph Heinzmann.

Erfahren Sie hier: Einreise ohne Quarantäne: Diese Länder bieten bereits Reise-Freiheiten für Corona-Geimpfte.

Aufgepasst: Fristen für Reiseversicherung beachten

Die Mehrheit der UrlauberInnen besitzt durch ihre Kreditkarte bereits eine Reiserücktrittsversicherung oder hat diese bei einer Umbuchung im letzten Jahr abgeschlossen. Aber: „Viele Versicherer decken das Risiko während einer Pandemie nicht mit ab“, warnt der Experte. „UrlauberInnen sollten bei ihrem Versicherer nachfragen, welche Leistungen tatsächlich inkludiert sind. Ist Pandemie nicht Teil der Versicherungsleistung, raten wir dringend zum Abschluss einer speziellen COVID-Versicherung. Diese schützt zum Beispiel, wenn man vor der Reise in Quarantäne muss.“ Sie muss in der Regel in Verbindung mit einer Reiserücktrittsversicherung beim selben Versicherer abgeschlossen werden.

Wichtig zu wissen: Die Versicherung lässt sich nur innerhalb weniger Wochen nach Buchung oder Umbuchung abschließen. „Vor allem für UrlauberInnen, deren Reise umgebucht wurde, kann dies problematisch werden, da die Frist zum Abschluss der Versicherung dann bereits verstrichen ist“, so Christoph Heinzmann. „Aus diesem Grund haben wir alle HolidayCheck-UrlauberInnen mit verschobenen Reisen mit neuem Abreisedatum ab Mai 2021, nachträglich aktiv über die Abschlussmöglichkeit des COVID-Schutzes informiert.“

Reisen trotz Corona: Umbuchen oder Gutschein, stornieren oder warten?

Auch weiterhin ist nur schwer vorhersehbar, wie sich die Lage in den nächsten Monaten entwickeln wird. Daher lohnt es sich, bei der Umbuchung oder Stornierung einer Pauschalreise noch etwas abzuwarten. „Die Lage im Urlaubsziel sollte man natürlich gut im Auge behalten. Vor übereilten Entscheidungen rate ich aber ab“, erklärt Christoph Heinzmann. Spätestens fünf bis sechs Wochen vor der geplanten Abreise sollte man den Veranstalter gegebenenfalls mit seinem Umbuchungs- oder Stornierungswunsch kontaktieren. „Ab vier Wochen vor Abreise beginnen bei den meisten Veranstaltern die Stornostaffeln. Das heißt, je später die Stornierung, desto höher die Kosten.“ Auch eine Umbuchung kann nur innerhalb einer bestimmten Frist getätigt werden, da das Angebot an Alternativen dann stark abnimmt. Zudem ist die Restzahlung bei Pauschalreisen in der Regel vier Wochen vor Abreise fällig. Diese muss in jedem Fall geleistet werden, auch wenn die Durchführbarkeit der Reise noch unsicher ist.

Auch interessant: Test- und Quarantänepflicht: Die Einreise-Regeln für Deutschland im Überblick.

Umbuchen lassen sich Pauschalreisen in der Regel maximal um ein Jahr. Der Tipp vom Tourismusexperten: „Wenn man sich sicher ist, die Reise nicht im nächsten Jahr antreten zu wollen, ist eine Stornierung die bessere Wahl. Ein Ausweichen auf Gutscheine und Guthaben ist dann nicht anzuraten, da diese bis zum 31.12.2021 ausbezahlt werden.“ Gut zu wissen: Auch nach einer mehrmaligen Umbuchung können sich UrlauberInnen immer noch für eine Stornierung entscheiden. Ob gebührenfrei oder nicht, hängt allerdings von den AGB des jeweiligen Reiseveranstalters ab.

Pauschalreise umbuchen und Reiseziel ändern – Ist das möglich?

Wer eine Pauschalreise umbucht, ist nicht zwingend auf das ursprünglich gebuchte Reiseziel oder die Reisezeit festgelegt. „Innerhalb des Veranstalterportfolios können sich die UrlauberInnen frei bewegen. Ein Wechsel der Destination oder der Hotelkette ist daher kein Problem. Die Reiseart – also Pauschalreise – muss allerdings beibehalten werden“, erklärt Christoph Heinzmann. Auch der Wechsel zu einem anderen Veranstalter innerhalb der gleichen Konzerngruppe ist ausgeschlossen.

Generell gilt: Die Umbuchung einer Reise geschieht immer zum aktuellen Tagespreis zum Zeitpunkt der Umbuchung. Sollte die Reise im Nachhinein vor Abreise teurer werden, hat der Veranstalter kein Recht, die zusätzlichen Kosten nachzufordern. Gleiches gilt auch andersherum: Wird die Reise im Verlauf der Zeit günstiger, können KundInnen den Differenzbetrag nicht zurückfordern. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Lesen Sie auch: Urlaub an Pfingsten 2021: Das sind die begehrtesten Reiseziele der Deutschen.

Quelle: www.holidaycheck.de

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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