Die längste Zipline der Welt

Ras al Khaimah setzt auf Aktivurlaub

Zwischen zwei und drei Minuten dauert der Flug auf der längsten Seilrutsche der Welt in Ras al Khaimah. Foto: Ras Al Khaimah Tourism Development Authority/dpa-tmn
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Zwischen zwei und drei Minuten dauert der Flug auf der längsten Seilrutsche der Welt in Ras al Khaimah. Foto: Ras Al Khaimah Tourism Development Authority/dpa-tmn
Bis zu 150 km/h schnell werden Wagemutige auf der neuen Rekord-Zipline in Ras al Khamaih. Foto: Ras Al Khaimah Tourism Development Authority/dpa-tmn
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Bis zu 150 km/h schnell werden Wagemutige auf der neuen Rekord-Zipline in Ras al Khamaih. Foto: Ras Al Khaimah Tourism Development Authority/dpa-tmn
Die eigentliche Zipline endet auf einer freischwebenden Landeplattform. Foto: Ras Al Khaimah Tourism Development Authority/dpa-tmn
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Die eigentliche Zipline endet auf einer freischwebenden Landeplattform. Foto: Ras Al Khaimah Tourism Development Authority/dpa-tmn
Urlauberin auf der Zipline in der Via Ferrata in Ras al Khaimah: Die Berge sind der Faktor, der das kleine Emirat von Dubai und Abu Dhabi abhebt. Foto: Philipp Laage/dpa-tmn
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Urlauberin auf der Zipline in der Via Ferrata in Ras al Khaimah: Die Berge sind der Faktor, der das kleine Emirat von Dubai und Abu Dhabi abhebt. Foto: Philipp Laage/dpa-tmn
Der Klettersteig in Ras al Khaimah ist für Einsteiger gut geeignet. Viele Stellen sind nicht sehr ausgesetzt, richtig klettern muss man kaum. Foto: Philipp Laage/dpa-tmn
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Der Klettersteig in Ras al Khaimah ist für Einsteiger gut geeignet. Viele Stellen sind nicht sehr ausgesetzt, richtig klettern muss man kaum. Foto: Philipp Laage/dpa-tmn
Bergführer im Klettersteig in Ras al Khaimah: Die Tour dauert rund drei Stunden, je nach Fähigkeiten der Gäste. Foto: Philipp Laage/dpa-tmn
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Bergführer im Klettersteig in Ras al Khaimah: Die Tour dauert rund drei Stunden, je nach Fähigkeiten der Gäste. Foto: Philipp Laage/dpa-tmn
Badeziel im Winter: Ausblick vom Balkon des Hotels "DoubleTree by Hilton Resort & Spa" auf der künstlichen Insel Marjan Island. Foto: Philipp Laage/dpa-tmn
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Badeziel im Winter: Ausblick vom Balkon des Hotels "DoubleTree by Hilton Resort & Spa" auf der künstlichen Insel Marjan Island. Foto: Philipp Laage/dpa-tmn
Mountainbiken statt jeden Tag nur baden: Das Emirat Ras al Khaimah will Aktivurlauber anlocken. Foto: Ras Al Khaimah Tourism Development Authority/dpa-tmn
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Mountainbiken statt jeden Tag nur baden: Das Emirat Ras al Khaimah will Aktivurlauber anlocken. Foto: Ras Al Khaimah Tourism Development Authority/dpa-tmn

Das kleine Emirat Ras Al Khaimah hat sich als Sonne-und-Strand-Ziel am Persischen Golf in Stellung gebracht. Die Eröffnung der längsten Zipline der Welt soll jetzt für noch mehr Aufmerksamkeit sorgen – und die Pauschalurlauber endlich aus den Hotels locken.

Ras al Khaimah (dpa/tmn) - Die Zukunft Ras Al Khaimahs hängt an einem stählernen Faden. An einer Zipline, um genau zu sein. Und weil das kleine Emirat nun einmal am Persischen Golf im Schatten Dubais liegt, handelt es sich nicht um irgendeine Drahtseilrutsche, sondern um die längste Zipline der Welt.

Mit dieser Rekordattraktion will Ras al Khaimah vom Februar an Aktivtouristen anlocken - und sein etwas langweiliges Image als reine Badedestination aufpolieren. Bislang hält die Zipline "The Monster" auf Puerto Rico mit 2200 Metern den Weltrekord, ebenfalls vom Hersteller Toro Verde. Jetzt wurde die Seilrutsche in Ras Al Khaimah für Touristen eröffnet.

Rund drei Kilometer wird die neue Zipline überwinden, zwei Kabel verlaufen parallel. So können sich Urlauber quasi ein Rennen liefern. Die freihängende Fahrt vom Gipfel des Jebel Jais, mit 1934 Metern höchster Berg der Emirate, dauert gut drei Minuten. So viel Adrenalin war bei einer Reise nach Ras Al Khaimah bislang selten.

Derzeit kommen fast nur Badeurlauber in das kleine Emirat, das mit folgenden Standortfaktoren um Gäste wirbt: Am Persischen Golf ist es ganzjährig warm. Die Flugzeit ab Deutschland ist mit rund sechs Stunden für ein Warmwasserziel im Winter noch akzeptabel, die Zeitverschiebung mit drei Stunden wenig störend. Und die Preise der Pauschalpakete halten sich vergleichsweise in Grenzen. Ras Al Khaimah wirbt mit Fünf-Sterne-Service zum Vier-Sterne-Preis.

Etwa 70 Prozent der deutschen Urlauber in Ras Al Khaimah sind Familien. In einem Hotel wie dem "DoubleTree by Hilton Resort & Spa" auf der künstlichen Insel Marjan Island sieht das Publikum im Frühstücksraum nicht anders aus als in einer Ferienanlage auf Gran Canaria oder Kreta. Momentan gibt es 22 Herbergen mit insgesamt mehr als 5000 Hotelzimmern in dem Emirat.

Die Ziele sind ehrgeizig: In den nächsten drei Jahren sollen 4445 neue Zimmer im Drei- bis Fünf-Sterne-Bereich hinzukommen, vor allem auf Marjan Island.

Ras Al Khaimah will jedoch in Zukunft auch außerhalb der Hotels und Resorts etwas bieten. Derzeit ist da nicht viel. Nationalmuseum und Dhayah Fort sind zwei Zeugnisse der Kulturgeschichte, die so etwas wie Sehenswürdigkeiten darstellen. Das Fazit vieler Besucher lautet jedoch: nicht unbedingt sehenswert. Andere archäologische Stätten sollen erst noch richtig herausgeputzt werden.

Aussichtsreicher sind Aktivitäten in den Bergen, denn die hat - anders als die Wüste - weder Dubai noch Abu Dhabi. Und so können Urlauber im Hadschar-Gebirge Wanderungen und Mountainbike-Touren unternehmen und eine Nacht unter den Sternen schlafen. Die Landschaft ist das Pfund, mit dem Ras Al Khaimah wuchern kann.

Mit dem Gigantismus in Dubai und dem neuen Louvre in Abu Dhabi kann man ohnehin nicht mithalten. "Wir sind nicht in Eile, hier den höchsten Wolkenkratzer und die größte Mall zu bauen", sagt Tourismuschef Haitham Mattar. "Das haben wir eine Stunde entfernt."

Nach Ras Al Khaimah reisten 2017 rund 820 000 Besucher, 2019 sollen es eine Million werden und 2025 schon drei Millionen. Die Ambitionen sind also groß. Die Zipline könnte ihren Teil dazu beitragen. Denn am Persischen Golf wissen die Verantwortlichen genau, was international Aufmerksamkeit bringt - im Zweifel ein neuer Weltrekord.

Deutschsprachige Tourismuswebsite von Ras Al Khaimah

Website zum Jebel Jais (Englisch)

Ras Al Khaimah

Anreise und Formalitäten: Emirates fliegt von mehreren deutschen Städten zum internationalen Flughafen von Dubai. Von dort ist es mit dem Transferbus rund eine Stunde bis Ras Al Khaimah. Für die Einreise in die Vereinigten Arabischen Emirate reicht deutschen Urlaubern ein Reisepass, der noch mindestens sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein muss. Die Einreise mit vorläufigen Reisepässen ist nach Angaben der Botschaft der Emirate nicht mehr möglich.

Übernachtung: Ras Al Khaimah bietet klassische Ferienhotels, in denen sich der größte Teil der meisten Urlaube abspielt. Meist werden die Aufenthalte im Rahmen von Pauschalreisen gebucht. Eine Woche im Fünf-Sterne-Hotel inklusive Flug ist im Winter - je nach Hotel - ab etwa 450 bis 550 Euro zu haben.

Geld: 1 Euro sind etwa 4,50 VAE Dirham (Stand: Januar 2018).

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