Pilotenstreik - ihre Rechte beim Flug

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Der bundesweite Ausstand wird sicherlich einer der größten Streiks in der Geschichte der Lufthansa.

Flugausfälle, Verspätungen, lange Schlangen in den Terminals: Wenn ab Montagnacht die Piloten der Lufthansa streiken, sind massive Störungen des Luftverkehrs programmiert.

Der bundesweite Ausstand wird sicherlich einer der größten Streiks in der Geschichte der Lufthansa.

Beginnen soll der Ausstand der Piloten in der Nacht zum Montag, 22. Februar, 0.00 Uhr. Nach jetzigem Stand soll der Streik erst am späten Donnerstagabend, 25. Februar, um 23.59 Uhr beendet sein.

Welche Rechte hat ein Passagier bei Verpätungen

Laut der EU-Fluggastrechte-Verordnung können Fluggäste schon bei kürzeren Verspätungen auf Rechte pochen: Bei Abflugsverzögerungen von zwei Stunden bei Kurzstrecken (bis 1.500 Kilometer), drei Stunden bei Mittelstrecken (bis 3.500 Kilometer) und vier Stunden bei Langstrecken muss auf Wunsch “für das leibliche und kommunikative Wohl“ des Fluggastes gesorgt werden, wie die Verbraucherzentralen betonen.

Im Klartext: Passagiere haben dann Anspruch auf kostenlose Mahlzeiten, Erfrischungen, zwei Telefongespräche, Faxe oder E-Mails sowie - falls nötig - Hotelübernachtungen inklusive Transfer. Wer seine Reise nicht mehr antreten will, kann bei einer mindestens fünfstündigen Flugverspätung sein Geld zurückverlangen.

Was, wenn der Flug gestrichen wird?

Wer am Flughafen erfährt, dass seine Verbindung gestrichen ist, hat die Wahl, den Ticketpreis erstattet zu bekommen oder sich mit einem Ersatzflug zum Ziel bringen zu lassen.

Die Fluggesellschaft muss dann eine alternative Beförderung unter gleichen Reisebedingungen und zum frühestmöglichen Zeitpunkt ermöglichen. Gegen Schadenersatz- oder Ausgleichszahlungen wehren sich die Fluggesellschaften in der Regel und verweisen oft auf die außergewöhnlichen Umstände - auch bei Streiks.

Schon jetzt bietet die Lufthansa wegen des Streiks kostenfreie Umbuchungen an: Fluggäste, die einen Lufthansa-Flug im Zeitraum vom 22. bis 25. Februar gebucht hätten, könnten einmalig kostenfrei auf einen anderen Lufthansa-Flug umbuchen, hieß es am Mittwoch.

Voraussetzung hierfür ist den Angaben zufolge, dass das Ticket vor dem 18. Februar ausgestellt worden ist, das neue Reisedatum vor dem 31. März liegt und die Start- und Zielpunkte der Reise nicht verändert werden.

Was sollten Passagiere noch tun?

Sich bei einer Flugannullierung den konkreten Grund am Flughafen schriftlich bestätigen lassen.

Damit können sie ihre Rechtsposition unter Umständen verbessern, falls es später vor Gericht geht. Wer sich offiziell beschweren will, muss sich dazu an das Luftfahrt-Bundesamt wenden.

dpa 

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