Tui, James Cook, Aida

Nach Anschlägen in der Türkei: Wie Veranstalter reagieren

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Das antike Ephesos können Türkei-Urlauber auch künftig besuchen: In den Baderegionen an der türkischen Ägäis und der Riviera haben Reiseveranstalter ihr Programm nicht geändert.

Die Türkei - das sind wunderschöne Strände und antike Stätten. Nach mehreren Anschlägen gibt es momentan aber auch Sicherheitsbedenken. Die Reiseveranstalter reagieren darauf schon zum Teil.

Nach den Anschlägen in der Türkei in der jüngsten Zeit ändern einige Reiseveranstalter ihr Programm. Sie reagieren damit auch auf das Auswärtige Amt, das seine Sicherheitshinweise für das Land vor kurzem verschärft hatte. Ein Überblick über Veranstalter und Kreuzfahrtreedereien:

Gebeco:

Alle Termine einer Studienreise ans Schwarze Meer und nach Ostanatolien von der Marke Dr. Tigges werden bis Jahresende abgesagt, teilt der Veranstalter mit. Man kontaktiere die betroffenen Kunden und beobachte die Entwicklung intensiv. Vor wenigen Wochen hatte bereits der Studienreiseanbieter Studiosus Osttürkei-Rundreisen wegen der Sicherheitslage abgesagt.

Tui: 

Bei Tui werden momentan noch keine Reisen abgesagt. Der Veranstalter hat die Türkische Ägäis und Riviera sowie Istanbul im Programm. "Uns liegen derzeit keine Informationen vor, die aktuell auf ein besonderes Sicherheitsrisiko für Touristen in den Baderegionen hinweisen", erklärt der Veranstalter. Tui verweist dabei auf die Aussage des Auswärtigen Amts, wonach die militärischen Aktionen im türkisch-syrischen Grenzgebiet bisher keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Ferienregionen haben.

Für Istanbul bietet Tui Gästen an, dass sie gebuchte Reiseleistungen bei Anreisen bis zum 26. August gebührenfrei umbuchen oder stornieren können. Dies schließe auch Gäste ein, die ihren Urlaub in einer der türkischen Ferienregionen am Mittelmeer verbringen und einen Ausflug nach Istanbul über Tui gebucht haben.

Thomas Cook:

Der Türkei-Spezialist Öger Tours streicht eine Rundreise, die unter anderem nach Van, Mardin und Diyabakir nach Ostanatolien führen sollte. Das teilt die Thomas Cook AG mit, zu der der Veranstalter gehört. "Istanbul-Reisen bieten wir dagegen weiterhin in vollem Umfang an." Die Istanbul-Gäste würden über den geänderten Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amts informiert und die Lage in der Türkei sehr genau beobachtet. "Auf die Badeziele haben die Konflikte im Grenzgebiet derzeit keinerlei Auswirkungen."

DER Touristik: 

Bei DER Touristik hat der Großteil der Reisen, die in der Türkei angeboten werden, das Ziel türkische Riviera und türkische Ägäis. "Diese Reisen können nach wie vor uneingeschränkt angeboten werden, und die Nachfrage ist zufriedenstellend", teilt das Unternehmen mit. Reisen in die östlichen Regionen der Türkei bietet die DER Touristik nicht an. Istanbul werde seit den Demonstrationen im vergangenen Jahr zurückhaltender gebucht. Das Angebot bestehe aber unverändert.

Aida Cruises:

Das ist bei Aida Cruises ein bisschen anders: Der Kreuzfahrtanbieter hat Istanbul bei einer Kreuzfahrt der "Aidastella" im August aus dem Programm genommen. Ob weitere Fahrten betroffen sind, will die Reederei im Einzelfall entscheiden.

Tui Cruises:

Die Reederei hat mit der "Mein Schiff 1" Ende September zwei Anläufe in Istanbul geplant. Man beobachte die Entwicklung der aktuellen Lage aufmerksam, teilt Tui Cruises mit. "Sollte es zu den jeweiligen Reisestarts nur die geringste Wahrscheinlichkeit geben, dass die Sicherheit unserer Gäste und unserer Crew nicht mehr hundertprozentig gewährleistet ist, werden wir den Fahrplan umgehend ändern." Außerdem steuert die Mein-Schiff-Flotte im Rahmen der Mittelmeer-Kreuzfahrten unter anderem Antalya, Bodrum, Kusadasi und Maramaris an. Es lägen keine Hinweise vor, die aktuell für ein besonderes Sicherheitsrisiko in den Baderegionen hinweisen.

Auswärtiges Amt zur Türkei

Nach Anschlägen im Südosten des Landes und in Istanbul hatte das Auswärtige Amt seinen Sicherheitshinweis für die Türkei verschärft. Unter anderem gebe es "Hinweise auf mögliche Anschläge auf die U-Bahn und Bushaltestellen in Istanbul", schreibt die Behörde auf ihrer Internetseite. Bei Reisen über Land wird außerdem zu besonderer Vorsicht geraten.

dpa/tmn

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