Messner kritisiert die "leichte" Bergbesteigung

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Berge sind ein beliebtes Reiseziel. Doch Bergsteiger Reinhold Messner warnt davor, Gebirge zu unterschätzen.

Berlin - Bergsteigen wird bei den Menschen immer beliebter. Reinhold Messner findet das nicht positiv. Denn: Gebirge werden von vielen unterschätzt. Er kritisiert den "Zahlenalpinismus".

Der Extrem-Bergsteiger Reinhold Messner warnt davor, Gebirge zu unterschätzen. „Durch die vielen präparierten Wege oder auch die präparierten Klettersteige werden die Berge zu leicht genommen“, sagte Messner der „Berliner Zeitung“ (Freitagausgabe). Wege im Hochgebirge sollten seiner Meinung nach überhaupt nicht bearbeitet werden. „Wir haben nicht das Recht, die Berge zu verändern.“

Früher sei der Alpinismus eine Auseinandersetzung mit sich selbst gewesen. „Die Möglichkeit des Todes machte das Leben intensiver“, sagte Messner. Heute werde das Bergsteigen immer mehr zum Sport. Das Erlebnis trete in den Hintergrund, der Rekord in den Vordergrund. „Ich nenne es, ohne es abzuwerten, Pisten- oder Zahlenalpinismus“, sagte er.

dapd

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