Marché Jean-Talon: Montreals Bühne für das Savoir-Vivre

Frisches Obst in allen Variationen: Die Bewohner von Montreal sind "Foodies" - sie lieben gutes Essen. Foto: Tourisme Montreal/Stéphan Poulin
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Frisches Obst in allen Variationen: Die Bewohner von Montreal sind "Foodies" - sie lieben gutes Essen. Foto: Tourisme Montreal/Stéphan Poulin
Wer in Essen mehr als ein Mittel der Lebenserhaltung sieht, kommt in Montreal auf den Marché Jean-Talon. Foto: Tourisme Montreal
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Wer in Essen mehr als ein Mittel der Lebenserhaltung sieht, kommt in Montreal auf den Marché Jean-Talon. Foto: Tourisme Montreal
Samuel ist bekannt in Montreal - nicht weil er unglaublich begnadet spielt, sondern wegen der Katze auf seiner Gitarre. Foto: Bernhard Krieger
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Samuel ist bekannt in Montreal - nicht weil er unglaublich begnadet spielt, sondern wegen der Katze auf seiner Gitarre. Foto: Bernhard Krieger
Littly Italy auf dem Marché Jean-Talon: Auf dem Markt gibt es nicht nur regionale, sondern auch internationale Spezialitäten. Foto: Tourisme Montreal/Stéphan Poulin
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Littly Italy auf dem Marché Jean-Talon: Auf dem Markt gibt es nicht nur regionale, sondern auch internationale Spezialitäten. Foto: Tourisme Montreal/Stéphan Poulin
Kulinarische Entdeckungen garantiert: Auch Wildpilze gibt es natürlich auf dem Markt Jean-Talon. Foto: Bernhard Krieger
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Kulinarische Entdeckungen garantiert: Auch Wildpilze gibt es natürlich auf dem Markt Jean-Talon. Foto: Bernhard Krieger
Beschaulich - und vor allem mediterran: So sieht Montreals Altstadt aus. Die kanadische Metropole ist geprägt von Einwanderern aus Frankreich, Spanien, Italien oder auch Griechenland. Foto: Tourisme Montreal/Orlando G. Cerocchi
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Beschaulich - und vor allem mediterran: So sieht Montreals Altstadt aus. Die kanadische Metropole ist geprägt von Einwanderern aus Frankreich, Spanien, Italien oder auch Griechenland. Foto: Tourisme Montreal/Orlando G. Cerocchi
Glitzernde Metropole mit mediterraner Kulinarik: Montreal zieht viele Reisende an. Foto: Tourisme Montreal/Stéphan Poulin
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Glitzernde Metropole mit mediterraner Kulinarik: Montreal zieht viele Reisende an. Foto: Tourisme Montreal/Stéphan Poulin

Montreal ist eine Stadt für Gourmets. In der kanadischen Metropole weiß man das Leben zu genießen. Und wo man als "Foodie" besonders gut einkauft: auf dem Marché Jean-Talon.

Montreal (dpa/tmn) - Bunte Waldbeeren, würzig duftende Wildpilze, unzählige Gemüsesorten, dutzende Käsesorten und natürlich der obligatorische Ahornsirup in allen Varianten: Der Marché Jean-Talon in Montreal ist ein Paradies für Genießer.

Vor allem an den Wochenenden drängen sich Tausende durch die Gänge der überquellenden Marktstände. Für Touristen ist der Bauernmarkt in Little Italy eine der vielen Attraktionen der europäischsten Metropole Kanadas, für die Montrealer ist er ein Ausdruck ihrer Lebensart. Französisches Savoir-Vivre in Reinkultur - üppig, facettenreich, genussvoll.

Mehr als 300 Farmer, Händler und Gastronomen füllen die Reihen in und rund um die Markthalle tagtäglich mit Leben. Jean-Talon ist einer der größten Bauernmärkte Nordamerikas. Hier wird überwiegend Französisch gesprochen. Entsprechend ist die Atmosphäre in der größten Stadt der Provinz Quebec. "Montreal ist sehr mediterran", erklärt Stadtführerin Ruby auf einer Radtour. "Amerikanische Großstädter hetzen mit Kaffeebechern in der Hand durch die Straßen, wir setzen uns gemütlich ins Café", erzählt Ruby.

Nirgendwo ist die mediterrane Mentalität der Einwohner offensichtlicher als auf dem Markt. "Das wichtigste für Montrealer ist neben Eishockey gutes Essen", behauptet Ruby. Ihrer Leidenschaft für Eishockey frönen sie beim NHL-Club und Rekord-Stanley-Cupsieger Montreal Canadiens, ihrer Leidenschaft für gutes Essen am liebsten auf dem Jean-Talon. Montrealer sind eben "Foodies", wie die Nordamerikaner sagen. Sie lieben "Food", also Essen.

"Der Durchschnittskanadier gibt 11 Prozent seines Einkommens für Essen aus, der Montrealer 18 Prozent", weiß Ruby - sehr zur Freude der Händler. "Viele Produkte sind hier etwas teurer, aber auch viel besser", sagt Zoe, die "ausschließlich von Hand gesammelte Wildpilze" verkauft. Auch Exoten wie den Lobster Mushroom, der mit seiner orangenen Farbe und cremigen Textur an Hummer erinnert.

In Montreal lässt es sich gut leben. Kein Wunder, dass die Einwohnerzahl in Kanadas zweitgrößter Stadt kontinuierlich steigt. Den Bauern und Händlern auf dem Jean-Talon Markt kann es recht sein - schließlich leben sie nicht von den Touristen, die vor allem Ahornsirup kaufen, sondern von den einheimischen "Foodies".

Tourisme Montréal (eng.)

Destination Kanada

Canadian Tourism Commission

Anreise: Air Canada und Lufthansa fliegen täglich nonstop von Deutschland aus nach Montreal.

Einreise und Formalitäten: Ab dem 15. März 2016 benötigen deutsche Reisende eine elektronische Einreiseerlaubnis (eTA), die vor der Reise online beantragt werden muss.

Währung: Ein kanadischer Dollar entspricht rund 0,69 Euro (Stand: Oktober 2015).

Informationen: Canadian Tourism Commission, c/o TravelMarketing Romberg TMR GmbH, Barbara Ackermann, Schwarzbachstrasse 32, D-40822 Mettmann, Tel.: 02104/9524112

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