Malediven: Auswärtiges Amt rät von Ausflügen ab

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Auswärtiges Amt rät von Ausflügen auf Malediven-Hauptinsel ab

Colombo/Berlin - Während die Regierung der Malediven die innenpolitische Krise des Inselstaats als ungefährlich für Touristen bezeichnet, rät das Auswärtige Amt vom Besuch der Hauptinsel Male ab.

Auswärtiges Amt

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Während die Regierung der Malediven die innenpolitische Krise des Inselstaats als ungefährlich für Touristen bezeichnet, rät das Auswärtige Amt vom Besuch der Hauptinsel Male ab. Das Außenministerium in Berlin teilte am Dienstag mit, nach ersten Informationen seien keine deutschen Touristen von den Unruhen im Indischen Ozean betroffen. Auf der Flughafeninsel und in den Ferienresorts sei die Lage ruhig.

Genaue Zahlen, wie viele Bundesbürger sich derzeit auf den Malediven aufhalten, gab es zunächst nicht. Mit dem Reiseveranstalter TUI seien derzeit 850 deutsche Touristen auf den Malediven. Nach den jüngsten Zahlen des Deutschen Reiseverbandes machen dort jedes Jahr mehr als 77 000 Deutsche Urlaub.

Die Proteste der Opposition beschränken sich auf die Insel mit der Hauptstadt Male. „Wir können versichern, dass die derzeitigen Probleme auf den Malediven keinerlei Auswirkung auf Touristen haben werden“, sagte Ministeriumssprecherin Eelaaf Zaeem am Dienstag.

Putsch auf den Malediven

Putsch auf den Malediven

Nach wochenlangen Oppositionsprotesten hatte der erste demokratisch gewählte Präsident der Malediven, Mohamed Nasheed, am Dienstag seinen Rücktritt erklärt. Nachfolger des muslimisch geprägten Inselstaats soll der bisherige Vizepräsident Mohammed Waheed Hassan werden.

Ausländische Urlauber sehen Male nur, wenn sie Tagesausflüge dorthin buchen. Der internationale Flughafen liegt auf einer Nachbarinsel. Von dort aus werden Touristen direkt zu ihren jeweiligen Ressorts gebracht, die abgeschieden auf jeweils eigenen Inseln liegen.

Das kleine südasiatische Land besteht aus 1190 Inseln im Indischen Ozean, von denen nur rund 200 bewohnt sind. Die Malediven sind bei westlichen Urlaubern - und wegen ihrer Korallen- und Fischvielfalt besonders bei Tauchern - sehr beliebt.

Auch der Veranstalter TUI teilte mit, dass Urlauber von den Demonstrationen auf Male nicht betroffen seien. „Die Urlauber kommen mit der Hauptstadtinsel Male gar nicht in Berührung, da sie von der benachbarten Flughafeninsel Hulule direkt via Wassertaxi oder Wasserflugzeug zu ihren Ferienresorts gebracht werden“, sagte die TUI-Chefreiseleiterin Claudia Stepanek.

dpa

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