Express-Landung in London

Fieser Geruch: Pilot musste sich übergeben 

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Nach einem Lufthansa-Flug am Sonntag von Frankfurt am Main nach London-Heathrow ließ sich die Crew ärztlich durchchecken - allerdings ohne Befund.

Frankfurt - Bei einem Flug nach London ist es am Sonnatg erneut zu einem Zwischenfall in einer Lufthansa-Maschine gekommen. Dem Co-Pilot war richtig übel. Ob das an der Kabinenluft lag, ist noch unklar.   

Die Maschine - ein Airbus 321 - war am Sonntag von Frankfurt am Main nach London-Heathrow unterwegs als sich der Zwischenfall, laut Medienberichten, ereignet haben soll.

Die Piloten des Fluges LH 900 setzten demnach per Funk "Pan Pan" - eine dringende Meldung ab, weil im Cockpit ein ungewöhnlicher Geruch aufgetreten war.  Als sich dann der Co-Pilot übergeben musste, hatten die Piloten eine vorrangige Landung ihres Fluges LH 900 erbeten. Die Piloten landeten ihren Airbus A 321 sicherheitshalber mit aufgesetzten Sauerstoffmasken. In London-Heathrow ließ sich die Crew ärztlich durchchecken - allerdings ohne Befund.

Laut den Berichten hätte der Flugkapitän auch die Passagiere darüber informiert, dass es an Bord ein "technisches Problem" gebe. Keiner der 139 Reisenden habe aber nach medizinischer Hilfe verlangt, bestätigte eine Lufthansa-Sprecherin.

Die britische Flugunfall-Untersuchungsbehörde AAIB hat die Untersuchungen aufgenommen. Auch die Lufthansa würde die Maschine vorerst aus dem Betrieb nehmen und gründlich untersuchen.

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Die Ursache konnte die Lufthansa am Montag nicht nennen. Öfters lasse sich die Quelle für solche Gerüche nicht zweifelsfrei zuordnen, erklärte ein anderer Sprecher. Das Personal werden mittlerweile verstärkt geschult, um verdächtige Gerüche zu identifizieren. Die Flugdatenschreiber der Maschine wurden von den britischen Behörden sichergestellt. Auch die deutschen Behörden wurden informiert. Die Crew konnte später wohlbehalten zurück nach Frankfurt fliegen.

Schon Ende September hatte Lufthansa Probleme mit belasteter Kabinenluft eingeräumt. Damals handelte es sich vor allem um Flugzeuge vom Typ Airbus A380. Es wurde auch bekannt, dass ein A319 der Lufthansa-Tochter Germanwings bei der Landung in Köln 2010 nur knapp einer Katastrophe entging, weil beide Piloten kontaminierte Kabinenluft eingeatmet hatten und Vergiftungserscheinungen zeigten. Beide verloren damals beinahe das Bewusstsein.

Die Lufthansa machte keine Angaben dazu, wie oft es in diesem Jahr bereits zu derartigen Zwischenfällen gekommen ist. Zuletzt hatte es immer wieder Berichte wegen verdächtiger Gerüche in Passagierfliegern gegeben. Dabei wurden mitunter auch giftige Dämpfe wahrgenommen.

dpa/ mm

 

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