Leichtes Gästeplus in Griechenland trotz Krisen

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Anziehungspunkt Akropolis: Etwas mehr Urlauber aus Deutschland als im Vorjahr haben für 2016 einen Urlaub in Griechenland gebucht. Foto: Andrea Warnecke

Das Drama um eine mögliche Staatspleite hat vergangenen Sommer die Urlaubssaison in Griechenland bestimmt. Diese Krise scheint vergessen - doch jetzt dreht sich alles um die Flüchtlinge. Die griechischen Tourismusunternehmen sehen dennoch ein leichtes Gästeplus.

Berlin (dpa/tmn) - Griechenland beobachtet derzeit ein leichtes Plus bei den Gästezahlen aus Deutschland. Die deutschen Buchungen lägen derzeit etwa ein bis zwei Prozent über dem Vorjahr, sagte der Chef des Verbands der griechischen Tourismusunternehmen (Sete), Andreas Andreadis.

"Wir haben einen kleinen Zuwachs im Vergleich zum vergangenen Jahr." Griechenland werde tendenziell spät gebucht. Der Zuwachs könnte also noch ausgebaut werden.

Vergangenes Jahr reisten nach Angaben von Sete rund 2,6 Millionen Deutsche nach Griechenland - was bereits ein Rekordjahr war. In dieser Saison rechnet Andreadis mit 2,8 Millionen deutschen Gästen. Ein Grund sei, dass die Airlines im Sommer mehr Kapazitäten nach Griechenland bieten. "Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung."

Trotz Streiks und politischen Turbulenzen werde Griechenland von Urlaubern als sichere Destination wahrgenommen. "Fast so wie Spanien oder Italien", sagte Andreadis. "Die Flüchtlinge beeinträchtigten den Tourismus aber durchaus", so der Tourismuschef. Davon seien aber nur die Inseln in der Nähe zur Türkei betroffen, zum Beispiel Lesbos und vor allem Kos. "Wir rechnen damit, dass das Problem in den kommenden Wochen auf eine humanitäre Weise gelöst wird", sagte Andreadis. Große Hoffnung setzt er auf die geplante Einrichtung sogenannter Hotspots zur Registrierung der Flüchtlinge.

Die politischen Wirren um einen möglichen Bankrott Griechenlands im vergangenen Sommer spielen Andreadis zufolge keine Rolle mehr bei der Buchungsentscheidung für diese Saison. Zwar sei manche Entwicklung in Griechenland noch ungewiss. "Aber wir werden nicht wieder eine Situation wie 2015 erleben", ist der Tourismuschef überzeugt.

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