Geschlechtertrennung und Co.

Krasser Regelkatalog für Touristen: In Saudi-Arabien kosten Verstöße bis zu 1.500 Euro

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Saudi-Arabien öffnet sich weiter für internationale Touristen - aber nicht ohne Regeln.

Saudi-Arabien will sich als Urlaubsland etablieren, aber in dem umstrittenen Königreich mit eindrucksvoller Geschichte gelten Regeln – die Sie kennen sollten.

Saudi-Arabien ist umstritten. Das Königreich ist sehr konservativ und gerät immer wieder mit Menschenrechtsverletzungen in die Kritik. Trotzdem soll sich hier bis 2030 eine florierende  Tourismusindustrie etablieren – aber nicht, ohne gewisse Regeln.

Das macht das Innenministerium des Königreiches nun mit einem Verhaltenskatalog für Touristen sehr deutlich. Dieser wurde im Zuge des neuen Visa-Systems bekanntgegeben, mit dem Touristen aus der EU, den USA und anderen Ländern online ein Touristenvisum beantragen können. Das Innenministerium gibt zwar an, dass einige konservative Gesetze bereits gelockert wurden und diese Öffnung in Zukunft voranschreiten soll, aber der Verhaltenskatalog ist dennoch lang.

Das sollten Touristen unbedingt beachten beziehungsweise vermeiden

  1. Majestätsbeleidigung: Weder die Regierung, noch der König, die königliche Familie oder die Flagge dürfen beleidigt werden - auch nicht in sozialen Netzwerken.
  2. Keine Fotos von Regierungs- und Militärgebäuden und Einwohnern, ohne deren Zustimmung.
  3. Nichts Rotes am Valentinstag tragen: Saudi Arabien hat den Valentinstag verbannt, da er kein muslimischer Feiertag ist.
  4. kein öffentlicher Austausch von Zärtlichkeiten: außerdem ist Homosexualität illegal und mit schweren Strafen belegt, hier ist es noch wichtiger, sich diskret zu verhalten.
  5. immer den Personalausweis dabeihaben
  6. Während des Ramadan darf bei Tageslicht weder gegessen, noch getrunken oder geraucht werden.
  7. Alkohol, Drogen, Filme mit unanständigem Inhalt und Produkte aus Schweinefleisch dürfen unter keinen Umständen ins Land eingeführt werden.
  8. angemessene, also zurückhaltende, weite Kleidung tragen: Frauen müssen sich nicht verschleiern, sollten aber Schals dabei haben, um sich vorm Betreten von religiösen Gebäuden verhüllen zu können. Schultern und Knie müssen bedeckt sein.
  9. Geschlechtertrennung beachten: Frauen und Männer, die nicht verheiratet oder miteinander verwandt sind, sollen sich nicht zu lange zusammen in der Öffentlichkeit aufhalten. Es gibt getrennte Eingänge, und getrennte Bereiche am Strand, in Parks oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Ob dies auch heißt, dass unverheiratete Paare nicht im gleichen Hotelzimmer schlafen dürfen, ist unklar.
  10.  nicht in der Öffentlichkeit schwimmen und baden: Es gibt gemischte, private Schwimmbäder, aber an öffentlichen Stränden dürfen Frauen nicht vor den Augen von Männern schwimmen.
  11. in der Öffentlichkeit umziehen: vermeiden Sie es, in der Öffentlichkeit Kleidung anzuprobieren, sogar in Umkleidekabinen.
  12. Es ist Frauen verboten, einen Friedhof zu betreten.
  13. Es ist Frauen verboten, unzensierte Modemagazine zu lesen.
  14. Frauen sollten sich nicht zu stark schminken.

Die Regel, dass Frauen in der Öffentlichkeit von einem männlichen Verwandten begleitet werden müssen, wurde gelockert – für Einheimische genauso wie für Touristinnen. Wie der "mdr" berichtet, sollen Verstöße gegen die Gebote zwischen zwölf und 1.500 Euro Strafe nach sich ziehen.

Lesen Sie auch: Sicherheit auf Kreuzfahrt – Halten Sie sich unbedingt an diese Regeln.

ante

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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