Zwischen Himmel und Erde

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Steilvorlage: An vielen Stellen fällt die Küste Korsikas schroff zum Meer hin ab. Dazwischen verbergen sich einsame kleine Buchten, die man oft nur zu Fuß oder per Boot erreichen kann.

Wilde Klippen, einsame Buchten und weite Sandstrände: Vom Zauber Korsikas wussten schon die alten Griechen. Sie nannten die Mittelmeerinsel „Kallisté“ – die Schöne.

Und ihr berühmtester Sohn, Napoléon Bonaparte, hat einmal gesagt, er könne seine Heimat sogar blind, allein an ihrem Geruch erkennen. Trotz ihrer offenkundigen Vorzüge aber ist der viertgrößten Insel im Mittelmeer bis heute das Schicksal des Massentourismus erspart geblieben.

Meerblick, zum zweiten: Der Strand von Calvi mit seinem puderzuckerfeinen Sand gehört zu den schönsten der Insel.

Es sind immer schon die Individualisten gewesen, die auf Korsika ihr Urlaubsglück suchten. Weil die Schöne, die sich im Norden gen Frankreich orientiert, im Osten ganz nah an Italien schmiegt und mit der Insel Sardinien im Süden schon fast in direkter Beziehung steht, eben nicht so leicht zu erobern ist. Weil die Ferienflieger aus allen Ecken Europas hier nicht im Minutentakt landen. Weil 86 Prozent der Insel Bergland sind, dicht bewaldet, kaum erschlossen und in bester Asterix-Manier von Wildschweinhorden heftig verteidigt.

Meerblick, zum ersten: Wanderungen entlang der Küste, den Duft der Macchie in der Nase und eine kühle Brise auf der Haut.

Die 60er Jahre, erste Tourismus-Kapitel werden geschrieben. An der Adria sangen die Urlauber schon „O sole mio“, auf Mallorca entdeckten sie den Geschmack von Sangria. Auf Korsika gab es nicht einmal Hotels von nennenswerter Größe, als sich eine Gruppe junger Lehrer, darunter der Österreicher Kurt Müller entschloss, Korsika als Urlaubsziel zu erobern. Ein Zeltlager haben sie damals am Strand von Calvi aufgebaut. Und weil kurzzeitiger Gast dort auch ein charakterfester Esel war, nannten sie ihre Ferienunterkunft ganz einfach „Zum störrischen Esel“. Der Name ist geblieben, die Liebe zu Korsika auch, nur dass das Zeltlager heute ein komfortables Bungalowdorf ist, eines der charmantesten und beliebtesten auf der ganzen Insel. Und dass der Lehrer Kurt Müller und sein Sohn Stefan inzwischen mit ihrem Unternehmen Rhomberg Reisen ganz oben auf der Liste der Korsika-Spezialveranstalter rangieren.

Immer noch ist Korsika in ihren Augen ein Ziel für Menschen, die nicht einfach nur zum Baden in den Süden fahren wollen. Die Augen haben, um zu sehen, Füße, um zu laufen, die die Ohren aufmachen und die Nase in den Wind strecken, um den würzigen Duft Korsikas zu riechen (der übrigens von der Macchie kommt, dem immergrünen Buschwald, der rund die Hälfte der ganzen Insel bedeckt).

Und deshalb wird den Wandertouren auch ein wesentlicher Teil des Rhombergschen Korsika-Programms eingeräumt. Wanderungen durch die Dörfer der Balagne, den Garten Korsikas. Wanderungen über die Klippen, immer nahe am Meer, vorbei an abgelegenen Buchten. Wanderungen auf dem Prozessionsweg zu romantischen Wallfahrtskirchen. Um dann zurückzukehren in das Feriendorf „Zum störrischen Esel“ an einem der schönsten Strände Korsikas.

Christine Hinkofer

DIE REISE-INFOS ZU KORSIKA

Korsika

REISEZIEL Korsika ist eine französische Insel im Mittelmeer, 180 Kilometer von Südfrankreich (Nizza) und 83 Kilometer vom italienischen Festland (Livorno) entfernt. Im Süden trennt die nur 12 Kilometer breite Straße von Bonifacio die Insel von Sardinien. Mit 8680 Quadratkilometern ist Korsika nach Sizilien, Sardinien und Zypern die viertgrößte Insel des Mittelmeers.

ANREISE Wichtiger als der Flugtourismus ist auf Korsika der Camping- bzw. Ferienhausurlaub mit Fähranreise. Zahlreiche Linien starten in La Spezia, Livorno oder Genua. Z.B. mit Moby Lines von Livorno nach Bastia ab 45,50 Euro (einfache Fahrt, ein Passagier und Auto, Spezialtarif). Flüge nach Korsika z.B. mit Fly­niki ab Memmingen und Salzburg. 

REISEZEIT/KLIMA Die schönste Reisezeit für Korsika ist sicher der Frühsommer, wenn die Macchie blüht und die Insel betörend duftet. Im Juli und August kann das Thermometer trotz kühlender Winde vom Meer (es soll auf Korsika sieben davon geben) auf 35 Grad und mehr klettern.

REISETYP Eine Insel für Entdecker, die nicht nur in den Süden reisen, um zu baden und am Strand zu liegen. Wäre einfach schade, denn dafür ist Korsika zu vielseitig.

SPRACHE Die offizielle Amtssprache auf Korsika ist Französisch. In den kleinen Dörfern des Landesinneren hört man die Menschen aber auch oft noch Korsisch reden, eine Mischung aus Französisch und Italienisch. Viele Verkehrsschilder sind auch zweisprachig.

Im Mai nach Korsika

Unsere Leserreise auf die Insel der Schönheit

Wanderungen entlang steiler Klippen und durch duftende Macchie, das blaue Meer im Blick und eine kühle Brise auf der Haut; Fahrten durch die Dörfer der Balagne und zu den Natur-Sehenswürdigkeiten des Nordens sowie natürlich Erholung und Badevergnügen am Strand von Calvi stehen auf dem Programm einer achttägigen Leserreise, die wir zusammen mit dem Korsika-Spezialisten Rhomberg Reisen veranstalten.

Termin ist der 29. Mai bis 5. Juni. Preis inklusive Flüge mit Flyniki ab Memmingen oder Salzburg und Übernachtung mit Vollpension in Komfortbungalows des Feriendorfs „Zum störrischen Esel“: 798 Euro pro Person im DZ. Info und Buchung direkt bei Rhomberg Reisen in Dornbirn, Tel. 00 43/55 72/22 420 52, www.rhomberg-reisen.at.

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