Die Trends der ISPO

Hightech am Kopf: Helme und Brillen werden Alleskönner

Die Abfahrt genießen - das geht nur, wenn nichts blendet oder die Gläser der Brille beschlagen. Foto: Alpina
1 von 13
Die Abfahrt genießen - das geht nur, wenn nichts blendet oder die Gläser der Brille beschlagen.
Die Atomic Revent Q ist eine Brille mit austauschbaren Gläsern - je nach Lichtverhältnissen klickt man sie aus und ein. Foto: Atomic/Mirja Geh
2 von 13
Die Atomic Revent Q ist eine Brille mit austauschbaren Gläsern - je nach Lichtverhältnissen klickt man sie aus und ein.
Bei der Scene T von K2 passen sich die Linsen dem UV-Licht entsprechend in mehreren Stufen an. Foto: K2
3 von 13
Bei der Scene T von K2 passen sich die Linsen dem UV-Licht entsprechend in mehreren Stufen an.
Der Jimm Octo+ von Uvex verfügt über ein Innenleben aus elastischen Lamellen, die sich nach dem Aufsetzen automatisch zusammenziehen. Foto: Lea Sibbel
4 von 13
Der Jimm Octo+ von Uvex verfügt über ein Innenleben aus elastischen Lamellen, die sich nach dem Aufsetzen automatisch zusammenziehen.
Der Uvex p.8000 Tour ist gleichzeitig Ski-, Kletter- und Radhelm. Foto: Uvex
5 von 13
Der Uvex p.8000 Tour ist gleichzeitig Ski-, Kletter- und Radhelm.
Bei der Uvex Downhill VP X wechselt je nach Lichtintensität automatisch die Tönung. Foto: Uvex
6 von 13
Bei der Uvex Downhill VP X wechselt je nach Lichtintensität automatisch die Tönung.
Die 16:10+ Otis Goggle von Marker präsentiert sich mit minimalistischem Rahmen für ein größeres Sichtfeld. Foto: Marker
7 von 13
Die 16:10+ Otis Goggle von Marker präsentiert sich mit minimalistischem Rahmen für ein größeres Sichtfeld.
Aufeinander abgestimmt: Der Atomic Automatic und die Brille Revent Q passen zueinander. Foto: Atomic
8 von 13
Aufeinander abgestimmt: Der Atomic Automatic und die Brille Revent Q passen zueinander.

In erster Linie schützen sie: Helme fangen die Wucht eines Sturzes ab, Brillen sorgen dafür, dass die blendende weiße Piste nicht die Sicht raubt. Aber künftig ist vielleicht noch mehr drin.

München - Sie sind schützende Begleiter - doch in Zukunft sollen sie noch viel mehr können als das. Helme und Brillen werden Hightech-Geräte für die Piste. Es geht darum, diese Spielwiese Wintersport auf allen Ebenen weiterzuentwickeln. Was ist damit gemeint?

Zukunftsmusik: Helm und Brille sind mit dem Smartphone verknüpft

Künftig könnten Helm und Brille etwa mit dem Smartphone verknüpft sein. Auf der Brille erscheint dann ein Hinweis: Jemand ruft an. Aber nicht nur das: Auch Service-Hinweise könnten auf der Brille auftauchen, nach dem Motto: "In der nächsten Skihütte gibt es heute Schinkennudeln für zwei Euro", gibt Christoph Ebert vom Kompetenzzentrum Sport, Gesundheit und Technologie ein Beispiel. "Das vernetzte Skigebiet, das kommt," sagt er anlässlich der Sportmesse Ispo (noch bis 27. Januar). Neben solchen Informationen spielen natürlich auch sicherheitsrelevante Informationen eine Rolle.

Doch noch gibt es solche Produkte nicht auf dem Markt. Denn eine Brille mit diesen Möglichkeiten herzustellen, die im Schnee, mit den auf sie wirkenden Kräften und mit Stürzen klarkommt, sei eine Herausforderung, sagt Ebert. Außerdem bleibe abzuwarten, wie Skifahrer mit solchen Produkten zurechtkommen. "Die Anforderung an den Menschen wird höher", schätzt der Experte: Der Skifahrer müsste nicht nur die Abfahrt meistern, sondern gleichzeitig die eingehenden Informationen verarbeiten.

Momentan gehen die Entwicklungen bei den Brillen noch in eine andere Richtung: Die Hersteller drehen an verschiedenen Stellschrauben, um die Sichtbarkeit zu verbessern. Eine Stellschraube ist die Form: Die Rahmen werden schlanker, das Sichtfeld weiter: "Weniger Kunststoff, mehr Glas", fasst Andreas König vom Deutschen Skiverband (DSV) die Entwicklung zusammen. Marker etwa präsentiert auf der Ispo mit der neuen 16:10+ Otis Goggle eine Brille mit minimalistischem Rahmen für ein größeres Sichtfeld. Die Zeiten dicker Rahmen sei vorbei, sagt König.

Eine andere wichtige Stellschraube sind die Gläser. Sie dürfen nicht beschlagen und müssen sich vor allem den Lichtverhältnissen anpassen können. So wechseln die Uvex Big 40 VFM oder die Uvex Downhill 2000 VP X je nach Lichtintensität automatisch die Tönung zwischen den Schutzstufen S1, einer leichten Tönung, und S3, einer dunklen Tönung. Bei Uvex sitzt man nun an der Entwicklung des nächsten Produkts: Gläser mit stufenloser Tönung.

Bei der Scene T und der Source T von K2 passen sich die Linsen dem UV-Licht entsprechend schon in mehreren Stufen an. Früher habe man dafür austauschbare Gläser angeboten, erzählt König. Manche Hersteller bieten das heute noch: Atomic etwa hat mit der Revent Q eine neue Skibrille, bei der man die Scheibe bei ändernden Lichtverhältnissen aus- und eine andere einklicken kann.

Bei den Helmen wird der Komfort groß geschrieben

"Gewicht, Gewicht, Gewicht", fasst Alexander Dillig vom Deutschen Skilehrerverband (DSLV) das große Thema zusammen: Helme werden insgesamt leichter. Gleichzeitig sollen sie maximalen Schutz bieten. Dafür werde etwa die In-Mold-Technologie genutzt, bei der die Innenschale unter Druck fest mit der Außenschale verbunden wird - so sind In-Mold-Helme leichter als Hartschalen-Varianten.

Neben dem Gewicht spielen die Passform und der Klimakomfort eine wichtige Rolle, sagt Ebert. Die Hersteller versuchen auf unterschiedliche Weise, den Helm an die individuelle Kopfform anzupassen - und mit Belüftungssystemen dafür zu sorgen, dass es unter dem Helm nicht zu heiß wird. Beim Atomic Automatic füllen Pads den gesamten Helm aus - sie sollen sich der Kopfform direkt anpassen. Belüftungskanäle gehen außerdem durch jede Schicht des Helms.

Auch der Phoenix Otis Carbon von Marker ist mit Pads ausgestattet. Die äußere Schale besteht aus leichtem Carbon. Der Ranger 2 von Salomon kommt mit einem Innenfutter daher, das die Feuchtigkeit und Temperatur regulieren soll. Und Uvex hat sein Octo+-System nun auf weitere Modelle ausgeweitet: Nun verfügt etwa auch der Jimm Octo+ über elastische Lamellen, die den Kopf von allen Seiten umschließen und sich nach dem Aufsetzen automatisch zusammenziehen.

Der Attelas und Attelas Visor von Alpina sind mit der sogenannten Ergo3-Technologie ausgestattet - der Helm soll sich dadurch besser an den Kopf anpassen. Die Schale besteht aus zwei Modulen: Durch Druck auf das innere Element bewegt sich dieses über einen Rastermechanismus nach innen - so erhalte man eine dreidimensionale Volumenanpassung, erklärt Steffen Kern von Alpina.

Einen anderen Fokus legt der Uvex p.8000 Tour: Er ist ein hybrider Helm. Und passt auch damit zu einem Trend - nämlich dem, dass ein Produkt möglichst viele Einsatzfelder abdecken kann. Der Uvex p.8000 Tour ist gleichzeitig Ski-, Kletter- und Radhelm. Er erfüllt die jeweiligen Normen in den Bereichen. Dabei unterscheiden diese sich sehr stark, sagt Ebert. "Diese Normen haben sie in diesem Helm vereint." Zusätzliche Gimmicks sind etwa eine Vorrichtung zum Befestigen einer Stirnlampe und eine Brillenhalterung.

Dafür eignen sich farbige Brillengläser:

Die unterschiedlichen Tönungsfarben von Brillen für den Wintersport sind keine Geschmacksfrage. Stattdessen haben die Farben Einfluss auf die Sicht. Das Kuratorium Gutes Sehen (KGS) erklärt, welche Farbe wofür gut ist:

Grau: Gläser mit grauem Universalfilter eignen sich für sonnige Tage, sie ermöglichen eine natürliche Farbwiedergabe.

Orange: Orange Gläser lassen bei trüber Sicht genug Licht durch, sie hellen auf und verstärken den Kontrast. So lassen sich zum Beispiel Bodenwellen besser erkennen.

Rot: Rötliche Scheiben ermöglichen laut KGS sehr gutes Kontrastsehen. Sie absorbieren mehr Licht als orange Scheiben, eignen sich also für hellere Lichtverhältnisse.

Gelb: Gelbe Gläser hellen die Umgebung auf. Bei trübem Wetter und in der Dämmerung sind sie also eine gute Wahl.

Bei diffusem Licht mit hohem Blauanteil können Blauabschwächer (Blue Attenuator) die Wahrnehmung verbessern. Sogenannte Blue Blocker aber filtern den Blauanteil komplett heraus - das ist auf der Piste gefährlich. Denn Gläser mit Blue Blocker beeinträchtigen das Sehen in den Randbereichen, so das KGS.

Freeriding und Touring verändern Ski-Branche

dpa/tmn

53. Sixdays in Bremen - Party am Samstag

Auch am Samstag feierten etliche Besucher beim Sechstagerennen in der Bremer ÖVB Arena. Neben Schlagerstar Mickie Krause sorgten unter anderem Andy …
53. Sixdays in Bremen - Party am Samstag

Dschungelcamp 2017: Tag vier im Busch in Bildern

An Tag vier setzt Kader ihre Pleiten-Serie bei Dschungelprüfungen nahtlos fort. Sarah Joelle zeigt sich aber human. Die besten Bilder vom IBES-Montag:
Dschungelcamp 2017: Tag vier im Busch in Bildern

Kinderfasching und Faslom-Ball in Reeßum

Die fünfte Jahreszeit ist in Reeßum wieder vorbei. Mit dem Buntenball endete nämlich in der Nacht zu Sonntag Faslom, ein Fest für alle Generationen. …
Kinderfasching und Faslom-Ball in Reeßum

53. Sixdays in Bremen - Party am Freitag 

Beste Partystimmung herrschte am Freitagabend bei den Bremer Sixdays in der ÖVB Arena. Die Besucher tanzten zu Elektromusik, Klassikern aus den …
53. Sixdays in Bremen - Party am Freitag 

Meistgelesene Artikel

Überraschung: Hier befindet sich das Dschungelcamp 2017

Überraschung: Hier befindet sich das Dschungelcamp 2017

Schiff ahoi! Luxus-Kreuzer sucht Instagram-Praktikanten

Schiff ahoi! Luxus-Kreuzer sucht Instagram-Praktikanten

In diesen Luxus-Häusern machen die Stars Urlaub

In diesen Luxus-Häusern machen die Stars Urlaub

Hunderte Touristen sitzen auf Urlaubsinsel Bali fest

Hunderte Touristen sitzen auf Urlaubsinsel Bali fest