EU: Handygebühren günstiger

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Roaming-Gebühren sinken ab Juli weiter

Telefonische Grüße aus dem Urlaub sind ganz schön teuer. Doch Anfang Juli wird das Telefonieren mit dem Handy im EU-Ausland günstiger. Kosten für Gespräche und für SMS werden jetzt begrenzt.

Vom 1. Juli an dürfen abgehende Gespräche nur noch maximal 46 Cent (inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer) pro Minute kosten, ankommende Gespräche maximal 18 Cent.

Auf eine entsprechende EU-Verordnung zur Begrenzung der Roaming-Gebühren weist der IT-Branchenverband Bitkom in Berlin hin. Derzeit schlagen Telefonate im EU-Ausland noch mit 51 Cent zu Buche, wer ein Gespräch annimmt, zahlt bis zu 23 Cent. Diese Höchstbeträge waren 2007 festgelegt worden. Die Verordnung sieht eine letzte Preissenkung im Sommer 2011 vor.

SMS für 13 Cent (inklusive Mehrwertsteuer)

Eine Preisobergrenze gilt auch für Kurzmitteilungen, die im EU-Ausland versendet werden. Hier dürfen die Mobilfunkbetreiber derzeit nicht mehr als 13 Cent (inklusive Mehrwertsteuer) pro SMS verlangen.

Urlauber können sogar noch bessere als die gesetzlich vorgeschriebenen Roaming-Konditionen bekommen, wenn ihr Mobilfunkanbieter mit einem Netzbetreiber im Urlaubsland kooperiert. Ob es Partnernetze gibt, erfährt man auf der Internetseite oder bei der Hotline seines Anbieters. Vor Ort müssen Urlauber dann die automatische Netzwahl des Handys abschalten und das Partnernetz einstellen.

Wer häufiger zu Hause anruft oder geschäftlich erreichbar bleiben muss, sollte durchrechnen, ob sich für ihn die speziellen Auslands-Optionen der Anbieter lohnen. Gleiches gilt dem Bitkom zufolge auch für das Daten-Roaming. Alternativen könnten auch ausländische Prepaid-Karten sein oder Calling Cards mit Guthaben, das abtelefoniert werden kann. Ist im Hotel ein kostenloser Internetzugang verfügbar, lohnt sich die Internettelefonie über das Notebook oder ein WLAN-fähiges Handy.

Damit die Kontakte im Handy-Telefonbuch auch im Urlaub direkt weiter genutzt werden können, sollten Nummern stets im internationalen Format abgespeichert werden, rät Bitkom. Deutsche Rufnummern beginnen dann zum Beispiel mit +49, österreichische mit +43, wobei die 0 der Ortsvorwahl jeweils wegfällt.

dpa

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