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Nach teurem Sommer: Länder, in denen Sie jetzt fast die Hälfte der Urlaubskosten sparen können

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Von: Franziska Kaindl

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Wer im Sommer verreist ist, musste bei Ferienwohnungen und Mietwagen mehr zahlen als vor der Pandemie. Im Herbst wird der Urlaub deutlich günstiger.

Urlaub war in diesem Sommer ein teures Vergnügen: Besonders die Mietwagenpreise sind in die Höhe geschossen, weil Anbieter die Nachfrage nicht decken konnten. Im Vergleich zu 2019 stiegen die Preise an Top-Reisezielen um durchschnittlich 118 Prozent, wie die Portale Holidu und billiger-mietwagen.de informieren. Auch bei Ferienhäusern mussten Urlauber mehr bezahlen als noch vor der Corona-Pandemie. In Deutschland kosteten sie durchschnittlich 25 Prozent mehr als noch 2019. Viel besser sieht es da im Herbst aus: In vielen Ländern sind die Preise für Unterkünfte und Mietwagen um teilweise 50 Prozent gesunken.

Günstiger Urlaub im Herbst – bis zu 50 Prozent Ersparnis

Dieses Jahr lohnt es sich besonders, seinen Urlaub auf den Herbst zu verlegen. In sonnigen Reiseländern sparen Sie im September zwischen 14 und 30 Prozent an Kosten bei den Unterkünften und zwischen 8 und 50 Prozent bei den Mietwagen. Vor allem Kroatien lockt mit sinkenden Preisen: Mietwagen gibt es um bis zu 51,53 Prozent günstiger als noch zur Hauptsaison und eine Unterkunft kostet statt durchschnittlich 137 Euro pro Nacht in der Hochsaison nur noch 96 Euro pro Nacht im Zeitraum von Mitte September. Ebenfalls attraktiv ist Italien mit 46,61 Prozent Ersparnis bei Mietwagen und bis zu 25,61 Prozent günstigeren Ferienwohnungen.

Blick auf Split in Kroatien am Abend.
In Kroatien sparen Sie in diesem Herbst fast 30 Prozent bei der Unterkunft im Vergleich zum Sommer. © Imago

Wer es aber auch mal etwas kühl mag, ist Dänemark gut aufgehoben. Bei unserem nördlichen Nachbarn sinken die Preise für Ferienwohnungen von 178 Euro pro Nacht im August auf 85 Euro pro Nacht Mitte September – eine Ersparnis von stolzen 52,25 Prozent. Mietwagen kosten knapp 20 Prozent weniger.

LandUnterkunft DifferenzMietwagen Differenz
Slowenien- 10,95 Prozent- 55 Prozent
Kroatien- 29,93 Prozent- 51,53 Prozent
Italien- 25,61 Prozent- 46,61 Prozent
Griechenland- 16,11 Prozent- 43,11 Prozent
Albanien- 21,43 Prozent- 42,03 Prozent
Schweiz- 13,43 Prozent- 40,86 Prozent
Portugal- 14,75 Prozent- 36,64 Prozent
Polen- 22,86 Prozent- 28,57 Prozent
Spanien- 19,21 Prozent- 27,94 Prozent
Österreich- 14,56 Prozent- 25,12 Prozent
Vereinigtes Königreich- 19,21 Prozent- 24,38 Prozent
Frankreich- 20,57 Prozent- 24,21 Prozent
Tschechien- 13,13 Prozent- 21,32 Prozent
Dänemark- 52,25 Prozent- 19,70 Prozent
Schweden- 22,31 Prozent- 15,28 Prozent
Ungarn- 17,92 Prozent- 14,91 Prozent
Belgien- 10,96 Prozent- 12,25 Prozent
Deutschland- 11,38 Prozent- 11,20 Prozent
Malta- 13,69 Prozent- 8,07 Prozent
Niederlande- 22,35 Prozent- 6,58 Prozent

Quelle: Holidu und billiger-mietwagen.de

Urlaub im Herbst 2022: Preise könnten aufgrund der Energiekrise wieder steigen

Auch wenn ein Herbsturlaub aktuell günstig ist, könnte es aufgrund der Energiekrise in den kommenden Wochen wieder zu Preissteigerungen bei Unterkünften und Mietwagen kommen. So spüren 70 Prozent der Ferienhausvermieter die Folgen der Inflation bei den laufenden Kosten für den Unterhalt ihrer Immobilie, so die Ergebnisse einer Holidu-Umfrage. „Einige Vermieter haben bereits ihre Preise angepasst, doch viele sehen derzeit davon ab, um ihre Stammkunden zu halten. Ein weiterer, jedoch kleinerer Teil der Vermieter, pausiert sogar komplett mit der Vermietung der Immobilie, um die Energiekosten so gering wie möglich zu halten“, sagt Heike Müller von Holidu.

Auch bei Mietwagen sind erneute Preiserhöhungen nicht auszuschließen, so Freider Bechtel von billiger-mietwagen.de: „Nach den Rekorden an Ostern und im Sommer haben die Mietwagen-Preise für die Herbstferien stark nachgelassen. Allerdings sind immer noch weniger Mietwagen in den Flotten als vor Corona und die Nachfrage sehr volatil, da sich aktuell die Urlauber viel spontaner für Reisebuchungen entscheiden als vor Corona. Daher sollten alle, die terminlich nicht flexibel sind, gerade für Herbst- und Weihnachtsferien so lange im Voraus wie möglich buchen. Auch wenn es gerade nach unten geht, sind – kurzfristige Preissteigerungen nicht auszuschließen.“

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