Flug verpasst, wegen Bahn - wer zahlt?

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Veranstalter haftet bei "Rail & Fly-Ticket" für Bahn-Verspätung.

Mit dem Rail & Fly Ticket ist ansich eine gute Sache. Der Urlaub fängt schon im Zug an. Blöd nur, wenn die Bahn Verspätung hat und der Flieger weg ist. Wer zahlt dann?

In dem Fall hatte der Kläger eine Pauschalreise nach Venezuela gebucht und vom Veranstalter ein “Rail & Fly-Ticket“ bekommen. Damit fuhr er von seinem Heimatort zum Flughafen in Frankfurt. Er plante die Abfahrt so, dass er drei Stunden vor dem Abflug ankommen würde. Wegen einer erheblichen Verspätung der Bahn traf er aber erst eine Dreiviertelstunde vor dem Abflug ein und wurde am Check-in-Schalter abgewiesen. Weil es keinen aufpreisfreien Alternativflug gab, verzichtete der Kunde auf den Urlaub.

Sexy Stewardessen ziehen blank

Was für eine Kehrseite! Mit Frances (April) würde wohl so mancher Mann gerne mal abheben. © Ryanair
Hannah (Januar) verführerisch auf einem Felsen. Wie sich die Piloten bei diesem Anblick bloß auf die Landung konzentrieren können? © Ryanair
Beim Anblick von Karolina, Marguerite und Angela (Dezember) schwebt man gleich auf Wolke Sieben. © Ryanair
Auch zu einer Notwasserung mit Hollie (August) im Pool würden wohl kaum jemand Nein sagen. © Ryanair
Der Erlös des neuen Kalenders kommt einer britischen Hilfsorganisation zugute. © Ryanair

Der Veranstalter verlangte von ihm Stornokosten in Höhe von 90 Prozent des Reisepreises - zu Unrecht, entschied das Gericht. Denn die Verspätung der Deutschen Bahn sei dem Veranstalter zuzurechnen. Auch dass in dessen Prospekt der Satz “Jeder Reisende ist für seine rechtzeitige Anreise selbst verantwortlich“ stand, ändere daran nichts. Diese Formulierung sei “kein wirksamer Haftungsausschluss“.

Wenn ein Reiseveranstalter ein “Rail & Fly-Ticket“ anbietet, ist die Anreise zum Flughafen für die Gäste ein Teil des Reisevertrags. Verpasst ein Urlauber zum Beispiel wegen einer erheblichen Verspätung der Bahn seinen Flieger, haftet der Reiseveranstalter für die Folgen. Das gilt zum Beispiel dann, wenn der Kunde nicht in den Urlaub fliegen kann und den Reisepreis zurückverlangt. Das hat das Landgericht Frankfurt entschieden (Az.: 2-24 S 109/09), berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in Wiesbaden in ihrer Fachzeitschrift “ReiseRecht aktuell“.

dpa

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