Airlines fordern Abschaffung der Ticketsteuer

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Luftfahrt fordert schnelle Abschaffung der Ticketsteuer

Berlin - Die neue Luftverkehrssteuer hat die Branche nach eigenen Erhebungen 2011 fünf Millionen Passagiere gekostet. Jetzt fordern die Fluggesellschaften ein Ende der Ticketsteuer.

Die Luftfahrtbranche beklagt massive Schäden durch die Ticketsteuer für Starts von deutschen Flughäfen und fordert ein Ende der milliardenschweren Sonderlast. „Diese Steuer ist schlecht für Deutschland. Sie sollte so schnell wie möglich abgeschafft werden“, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Klaus-Peter Siegloch, am Donnerstag. Der seit Anfang 2011 fällige Aufschlag treffe übermäßig die sechs deutschen Airlines, die mehr als 500 Millionen Euro zu tragen hätten. Auf gut 100 ausländische Konkurrenten entfielen nur knapp 400 Millionen Euro. Insgesamt habe die Steuer rund fünf Millionen Passagiere gekostet.

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Lufthansa-Chef Christoph Franz kritisierte eine kontraproduktive Sonderbelastung für eine Branche, die als Motor volkswirtschaftlichen Wachstums diene. Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn sagte: „Diese Steuer werden wir in absehbarer Zeit nicht verdienen können.“ Es sei schon schwierig genug, gestiegene Kerosinkosten auf Ticketpreise umzulegen. Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen, Christoph Blume, sprach von einer verheerenden Wirkung, zumal die Last zutiefst ungleichmäßig verteilt sei. Grenznahe und kleinere Airports seien stärker von Einbußen betroffen als die Drehkreuze.

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Auch für den Staat handele es sich um eine Milchmädchenrechnung, sagte Siegloch. So fließe zwar rund eine Milliarde Euro in den Bundesetat. Zugleich entgingen der öffentlichen Hand aber bis zu 600 Millionen Euro Einnahmen, etwa durch geringere Airport-Gebühren.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung hatte die Steuer Anfang 2011 zur Haushaltssanierung eingeführt. Am 1. Januar 2012 wurden die entfernungsabhängigen Steuersätze leicht gesenkt, da den Airlines Mehrkosten wegen der Einbeziehung des Luftverkehrs in den EU-weiten Handel mit CO2-Verschmutzungszertifikaten entstehen. Die Regierung will bis zum 30. Juni eine Auswertung der Steuer-Effekte vorlegen.

dpa

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