ADAC-Test: Badestrände Tops und Flops

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Die Tops und Flops an deutschen Badestränden: 17 Strände bekamen nach einem ADAC-Test die Note "sehr gut", dagegen waren vier Badestrände "mangelhaft".

Der ADAC hat die Wasserqualität an 72 Strände an der Nord- und Ostsee untersucht. Die Ergebnisse sind zum Teil erschreckend. 22 Badestellen gerade im Flachwasser sind mit Keimen verseucht. 

Gerade Babys und Kleinkinder können empfindlich auf zu hohe Fäkalbakterien im Wasser reagieren: Magen-Darm-Krankheiten, Hautausschläge oder Entzündungen können die Folge sein.

Das Wasser an einzelnen Spiel- und Badebereichen von 22 Stränden an Nord- und Ostsee ist vielfach zu stark mit Keimen belastet. Dies ist das Ergebnis eines ADAC-Tests, bei dem an 72 Stellen das Badewasser untersucht wurde. In fast einem Viertel der Fälle wurden die Grenzwerte teils mehrfach und oft auch sehr hoch überschritten. Fäkalbakterien trübten an insgesamt 17 Stellen das Badevergnügen.

 „Die Erkenntnisse aus unseren Messungen sind besorgniserregend, denn gerade in den Spiel- und Flachwasserbereichen, an denen die Proben entnommen wurden, halten sich besonders häufig Kinder auf“, so ADAC-Vizepräsident für Technik Thomas Burkhardt.

Wasserqualität an deutschen Badestränden

Wasserqualität an deutschen Badestränden

An der Ostsee fanden die Tester vor allem an einer Bacheinleitung am Freistrand von Kühlungsborn und bei Eckernförde im Mündungsbereich eines Baches am Strand Kiek ut mehrfach zu hohe Keimkonzentrationen.

An der Nordsee war die Verunreinigung besonders stark an einer Badetreppe und in einer Schwemmzone im nördlichen Bereich des Badestrandes von Krummhörn-Upleward.

17 Badeestrände mit der Note "sehr gut"

Ungetrübten Badespaß boten hingegen mehr als die Hälfte aller ADAC-Messstellen, immerhin 17 erhielten sogar ein „sehr gut“

Die Experten des ADAC waren während der Badesaison von Juli bis September 2009 an den deutschen Küsten unterwegs und haben regelmäßig Wasserproben an bekannten Problemstellen direkt in Spiel- und Badebereichen genommen.

Damit geht der ADAC bewusst einen anderen Weg als der EU-Badegewässerbericht, dessen Messungen ab einem Meter Wassertiefe vor dem Strand durchgeführt werden. Die EU hat erst vor wenigen Tagen ihre Ergebnisse veröffentlicht und für die deutsche Nord- und Ostsee sorgenfreies Baden gemeldet. Die punktuellen Messungen des ADAC sollen eine Ergänzung dieser Untersuchung sein.

Hier die Übersicht der ADAC Messstellen Wasserqualität als pdf

ADAC

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