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Langwedel erfahren

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Radtour Langwedel erfahren

Der im Jahre 2002 gegründete Touristikverein Langwedel hat als eines seiner ersten „Produkte“ 2004 den Langwedeler Radweg geplant und 2005 in die Tat umgesetzt. Auf 48 Kilometern können Radler Langwedel erfahren.

Die 48 Kilometer-Rundstrecke bietet an bedeutsamen Punkten entlang des Radweges große Informationstafeln zur Geschichte und Kultur des jeweiligen Ortes. Diese ergänzende Radwegausschilderung stellt eine große Besonderheit dar und ist einmalig in der Mittelweser-Region

An der Schiffsanlegestelle im Weserkanal bei Daverden besteht die Möglichkeit, die Radtour per Schiff zu starten oder Richtung Bremen oder Verden fortzusetzen. Auswärtige Besucher können die Tour direkt an den Bahnhöfen Langwedel oder Etelsen beginnen.

Tourdaten:

Länge: 48 Kilometer

Start: Rathaus Langwedel

Zur Tour: Wenn sie vom Rathaus Richtung Verden fahren, biegen Sie links zum 1965 eingeweihten Burgbad ab. Dort lesen Sie die Info-Tafel im Eingangsbereich und werfen einen Blick auf die freigelegten Grundmauern des Torhauses der ehemaligen Bischofsburg.  Unter der Kreisstraße (Hollenstr.) führt der Radweg zum „Quappenbruch“ über den einstigen Mühlenbach. Auf seine historische Bedeutung wird seit 2012 durch ein Schild hinweisen, dass im Zuge der wasserwirtschaftlichen Renaturierungsmaßnahmen aufgestellt wurde: Weiter führt die Tour, am Bahnhof Langwedel die Bahnlinie unterquerend, Richtung Förth.. Hier führt der Radweg entlang des Bahndammes parallel zur Amerikalinie, die Berlin über Uelzen mit Bremen verbindet und auf der früher die Auswanderer per Bahn zu den Überseehäfen fuhren. Diese „Langwedeler Eisenbahn-Geschichte“ greift das Schild auf.

Weiter in Richtung Nindorf überqueren Sie die Landstraße, fahren am Nindorfer Tennisclub vorbei und finden an der Waller Straße links vor dem Autobahntunnel und direkt rechts nach dem Tunnel in Alt-Nindorf die nächsten zwei Infotafeln. Hier gibt es einige spannende Details über die sogenannten „Grünkeller“, welche früher zur Aufbewahrung von Lebensmitteln aller Art dienten und später von den heute nicht mehr wegzudenkenden Kühlschränken ersetzt wurden.

Sie fahren die Straße bergauf, biegen links ab in Richtung Holtebütteler Freilichtbühne. Hier finden Sie seit Herbst 2010 einige Obstbäume, die für Marschverpflegung sorgen. Entlang eines Grabens und vorbei am Friedhof, gelangen Sie zur großen Kreuzung in der Ortsmitte von Schülingen.

Eine weitere Informationstafel finden Sie einige Kilometer weiter, in Schülingen, links abbiegend. Dort können Radler etwas über den ehemaligen Forstort „Overing“ erfahren: Der Ort erhielt seinen Namen aufgrund seiner Lage, auf einer Anhöhe (over) und umringt von Wald.

Vom Overing geht der Radweg durch den Staatsforst Spange nach Völkersen, dann über die Rotenburger Straße zum Rastplatz Düvelshagen an der Erdgasförderanlage. Auch hier nennt die Info-Tafel historisches und sehenswertes in der Nähe:

Die Radtour führt weiter nach Haberloh, Langwedels kleinster Ortschaft mit 44 Einwohnern. Dort lohnt sich eine Rast im „Hofcafe“. Hier weisen Schilder auf das 775-jährige Ortsjubiläum im Jahre 2012 hin.

Dann geht es über Völkersen nach Langwedeler Moor. Dort wird am Rastplatz unter alten Eichen der 53. Breitengrad überquert. Die Tafel zeigt, welche Orte auch auf diesem Breitengrad zu finden sind.

Nächste Station ist Etelsen - Giersberg, wo Sie am Rastplatz eine Informationstafel zur dortigen Schwedenschanze (Bodendenkmal) finden. Zu sehen gibt es heute leider nur noch Wall-Überreste der ursprünglich vierflügeligen Schanze.

Der nächste beschilderte Halt ist die Etelser Windmühle „Jan Wind“ (mit Museum), welche 1871 als „Galerie-Holländer“ erbaut und vom Dorfverein Etelsen wieder in Stand gesetzt wurde. Hier stellte der Dorfverein ebenfalls ein Schild zum 53. (nördl.) Breitengrad auf. Mühlen- und Museumsbesichtigungen können vorher abgesprochen werden.

Etwas weiter in Etelsen können Schloss und Park bestaunt werden. Zwei Info- Schilder wurden hier an der Bremer Straße, am oberen Eingang des Schlossparkes sowie auf der unteren Marschseite „Am Sportplatz“ durch den Schlossparkverein angebracht.

Direkt neben dem Schloss lädt das „Café am Schlosspark“` auf dem Hof Beckröge an Wochenenden zur Einkehr ein. Auf der Weiterfahrt (teilweise auf der „Obstbaum-Chaussee) ist der nächste Halt in der kleinen Weser-Ortschaft Hagen-Grinden. Hier haben Radfahrer die Möglichkeit an Wochenenden und Feiertagen zwischen 1. Mai und 3. Okt., mit der Fähre „Gentsiet“ auf die andere Weserseite überzusetzen. Außerdem können Sie etwas über die Geschichte des Fährbetriebes erfahren.

Das nächste Schild auf dem Radweg befindet sich beim Hof Meyerwiede. Das ehemalige Hirtenhaus an der Weser von 1705 ist heute eine soziale Einrichtung für autistische Menschen.

Dort, wo die Weser einen großen Bogen macht und Sie wohl während der Radtour den schönsten Ausblick auf den Fluss haben, liegt auf historischem Grund seit 1967 der Campingplatz “Drosselhof“. Knapp 100 Jahre befand sich hier von 1870-1961 die Ziegelei Blohme. Daran erinnert die Info-Tafel am Drosselhof-Restaurant.

Weiter durch die Wesermarsch Richtung Daverden kann man auch hier historisches entdecken. Hier stand im 12. Jahrhundert als „Turmhügelburg“ (Motte) die älteste Burg im Das nächste Info-Schild weist an einer Wegekreuzung auf die älteste Burg im Flecken Langwedel hin. Bei Kanalbauarbeiten in den 1930er Jahren wurden Reste einer Holzbrücke sowie einiger Schiffsanlegeplätze gefunden. Leider gibt es über die Burg nur noch wenige Nachweise. Die denkmalgeschützten Wallreste sind noch als solche zu erkennen, wenn man von ihrem Bestehen weiß.

Auf dem Weg zur Kanalbrücke kommen Sie durch die typische Marschlandschaft. Unten an der Schiffsanlegestelle (mit großer Sitzgruppe) können Sie Ihre Tour mit dem Schiff Richtung Bremen oder Verden fortsetzen oder Sie fahren von dort nach Daverden.

Über die Brücke Richtung Langwedel ist nächste Station die Sankt Sigismund Kirche in Daverden, die auf dem Geestrand schon von weitem zu erkennen ist und auch über einen Rastplatz verfügt. Die Kirche ist von Ostern bis zum Erntedank geöffnet. Ebenso schön wie die Kirche, ist auch der Ausblick auf das Wesertal, welchen man bei einem Rundgang um die Kirche und vom Turm genießen kann. Kirchen- und Turmführungen können mit den örtl. Gästeführerinnen vorab gebucht werden.

Zurück am Langwedeler Rathaus kann man noch einen Abstecher zum Verbindungsweg zwischen Radweg und Weserradweg unternehmen, um ein wenig sportliche Geschichte zu erfahren: Dort, wo der Goldbach in die Alte Aller mündet, findet man an einer alten Eiche einen Findling zum Gedenken an den ersten Marathonsieger der Olympischen Spiele 1986 in Athen, den Griechen Spiridon Louis. Der Stein wurde hier von Mitgliedern des TSV Daverden 1976 aufgestellt.

Die Karte zur Tour:


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Mit freundlicher Unterstützung von Mittelweser Touristikund dem Flecken Langwedel

Texte: Gerd Brandt / Ann-Kathrine Nickel, Langwedel

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