Pflegen und fordern: Mit dementen Menschen umgehen

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Wer an Demenz leidet, braucht nicht nur Pflege durch die Angehörigen. Sie sollten das demente Familienmitglied so gut wie möglich in den Alltag einbeziehen. Foto: Waltraud Grubitzsch

Wer sich um einen dementen Angehörigen kümmert, muss viel Geduld aufbringen. Nicht immer ist es dabei der richtige Weg, dem Pflegebedürftigem alle Aufgaben abzunehmen. So viel es geht, sollte er in den Alltag einbezogen werden.

Berlin (dpa/tmn) - Sich nicht erinnern können - das verbinden viele mit Demenz. Aber auch andere Merkmale können mit der Krankheit einhergehen. Etwa eine Änderung des Verhaltens oder emotionale Symptome wie Antriebslosigkeit, Aggressivität oder auch Unruhe.

Bei Unruhe können Angehörige versuchen, Betroffene mit Bewegung etwa in Form eines Spaziergangs zu beruhigen, empfiehlt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft. Aber auch Stress und Überforderung sollte man dann möglichst meiden.

Bei Antriebslosigkeit kann man versuchen, Betroffene in Alltagsaufgaben einzubeziehen. Ihr Wohlbefinden hänge auch davon ab, ob sie sich nützlich und wertgeschätzt fühlen. Benötigt ein älterer Mensch Hilfe, wollen pflegende Angehörige ihm das Leben so angenehm wie möglich machen. Deshalb übernehmen sie die alltäglichen Aufgaben.

Das sei zwar lieb gemeint, aber nicht immer das Richtige, betont der Deutsche Verband der Ergotherapeuten. Es sei hingegen ausgesprochen wichtig, dass pflegebedürftige Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv bleiben. Ebenso wichtig ist es, dass sie eine Aufgabe haben und sich am Alltag beteiligen.

Hat ein Angehöriger Alzheimer, kann es helfen, ihm im Gespräch über gemeinsame Bekannte Fotos zu zeigen. Denn oft können Betroffene sich an Namen nicht mehr erinnern, die Gesichter kennen sie aber sehr wohl, erläutert die Alzheimer Forschung Initiative. Die Kommunikation mit Betroffenen erfordere viel Aufmerksamkeit, Mühe, Ruhe und Geduld. Wenn sie sich immer weniger an Gesprächen beteiligen, sollte auch die Hörfähigkeit geprüft werden.

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