Mosambiks Trauminseln - Unterwegs auf den Quirimbas

Im Norden des Quirimba Archipels liegt, umgeben von Traumstränden und Korallenriffen, Vamizi Island. Foto: Vamizi Island
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Im Norden des Quirimba Archipels liegt, umgeben von Traumstränden und Korallenriffen, Vamizi Island. Foto: Vamizi Island
Schippern in türkisem Wasser: Vor Mosambik wird das tropische Meer niemals kalt. Foto: Vamizi Island
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Schippern in türkisem Wasser: Vor Mosambik wird das tropische Meer niemals kalt. Foto: Vamizi Island
Exklusives Ferienparadies: Die Resorts auf den Quirimbas sind meist nur etwas für reiche Urlauber. Foto: Vamizi Island
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Exklusives Ferienparadies: Die Resorts auf den Quirimbas sind meist nur etwas für reiche Urlauber. Foto: Vamizi Island
Die Farbe blättert, die Mauern zerbröseln: Nur wenige Touristen besuchen die Ruinen von Ibo. Foto: Florian Sanktjohanser
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Die Farbe blättert, die Mauern zerbröseln: Nur wenige Touristen besuchen die Ruinen von Ibo. Foto: Florian Sanktjohanser
Die Prunkbauten der Kolonialherren auf Ibo sind längst dem Verfall preisgegeben. Foto: Florian Sanktjohanser
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Die Prunkbauten der Kolonialherren auf Ibo sind längst dem Verfall preisgegeben. Foto: Florian Sanktjohanser
Ibo zeugt mit seinen alten Gebäuden von einer großartigen Geschichte - doch heute geht es auf der Insel sehr ruhig zu. Foto: Florian Sanktjohanser
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Ibo zeugt mit seinen alten Gebäuden von einer großartigen Geschichte - doch heute geht es auf der Insel sehr ruhig zu. Foto: Florian Sanktjohanser
Ein ausgewiesenes Ziel für Taucher sind die Quirimbas noch nicht - dabei gibt es unter Wasser einiges zu sehen. Foto: Jamie Lonsdale
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Ein ausgewiesenes Ziel für Taucher sind die Quirimbas noch nicht - dabei gibt es unter Wasser einiges zu sehen. Foto: Jamie Lonsdale
Intakte Biotope: Der Nationalpark Quirimbas schützt die Unterwasserwelt im indischen Ozean. Foto: Jamie Lonsdale
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Intakte Biotope: Der Nationalpark Quirimbas schützt die Unterwasserwelt im indischen Ozean. Foto: Jamie Lonsdale

Pemba (dpa/tmn) - Die Quirimbas sind die exklusivsten Inseln Mosambiks: abgelegen, teuer, postkartenschön. Die meisten Besucher verlassen ihre Resort-Insel kaum. Das ist ein Fehler.

Ein weißes Motorboot legt am Kai von Ibo an, die Touristen sehen genauso gepflegt und makellos aus wie ihr Gefährt. Die Gäste wirken wie Außerirdische zwischen den zerbröselnden Mauern der Kolonialvillen, aus deren Fenstern Feigenbäume ihre Wurzeln schlingen. Zwei Welten treffen sich unter der Glutsonne Mosambiks: Luxus und Verfall, Zukunft und Vergangenheit.

Ibo gehört zu den Quirimbas, Mosambiks Antwort auf die Malediven. 36 Inseln im äußersten Norden, die meisten unbewohnt, von Mangroven überwuchert. Auf einigen haben in den vergangenen zehn Jahren Luxusresorts eröffnet. Ihre Gäste fliegen in winzigen Propellermaschinen ein. Die meisten sind wohlhabende Südafrikaner in den Flitterwochen.

Nach Ibo fahren nur wenige. Die Insel hat keine feinen Strände und kein Sternehotel. Nur Flair, Geschichte und Ruinen. Keiner kann ihre Geschichte besser erzählen als Raul Pereira, 50, graue Locken, dünner Bart. Er geht mit Besuchern zu den drei Festungen, in denen heute Ziegen herumstreunen und Silberschmiede klöppeln, und zur Praça de Republica, wo die Protzbauten der portugiesischen Kolonialherren schimmeln und bröckeln.

Der erste Portugiese auf den Quirimbas war Vasco da Gama. Der Entdecker ankerte im Jahr 1498 vor Ibo. Die Portugiesen zerstörten die Häuser und Kontore der Araber und übernahmen ihre Geschäfte. Ibo wurde eine multikulturelle Handelsstadt. Europäische, chinesische, indische und arabische Kaufleute lebten hier. Sie bauten sich Villen aus Korallenblöcken, die Dachziegel ließen sie aus Marseille importieren. 1761 machten die Portugiesen Ibo sogar zur Hauptstadt der Provinz Cabo Delgado.

Doch auf Dauer hatte die Stadt einen Nachteil: Die großen Schiffe konnten nicht im seichten Hafen ankern, also mussten die Waren mit kleinen Booten hin und her gerudert werden. Deshalb verlegten die Portugiesen Anfang des 20. Jahrhunderts den Hafen und die Provinzhauptstadt aufs Festland nach Porto Amelia, das heute Pemba heißt. Ibo versank im tropischen Müßiggang.

"Als nach der Unabhängigkeit die letzten Portugiesen verschwanden, haben die Leute ihre Dachziegel gestohlen", erzählt Pereira. Der Tropenregen fiel in die Häuser, die salzige Luft machte die Wände mürbe. Bäume schlangen ihre Wurzeln um die Mauern und durchbrachen sie. Zumindest ein Teil der Altstadt könnte nun gerettet werden. Ein Haus wird gerade von einem Italiener renoviert, in einem frisch getünchten Gebäude sitzt ein spanisches Kinderhilfswerk. Vor zwei Jahren legte die Regierung eine Stromleitung nach Ibo. Sehr zur Freude von Raul Pereira.

Anreise: Es gibt Flüge von Daressalam, Nairobi und Johannesburg nach Pemba. Von dort fliegen kleine Maschinen weiter nach Ibo und auf die Resort-Inseln. Auf dem Landweg mit einem meist überfüllten Minibus bis zum Dorf Tanganhangue. Von dort setzen Boote nach Ibo über.

Reisezeit: Die Niederschläge konzentrieren sich auf die Regenzeit von Januar bis Mai. Vom November bis Februar sind viele Zugvögel zu sehen, von Juli bis November ziehen Buckelwale vorbei.

Unterkunft: Auf Ibo gibt es mehrere Hotels, Pensionen und günstige Unterkünfte für Backpacker. Die meisten Resort-Inseln sind exklusiv und verlangen mehrere Hundert Euro pro Nacht.

Informationen: Botschaft der Republik Mosambik, Stromstraße 47, 10551 Berlin, Tel.: 030/ 39 87 65 00, E-Mail: info@embassy-of-mozambique.de

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