Studenten leben in Bremen im deutschen Durchschnitt

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Bremen ist als Studienort bei Studenten heiß begehrt, zumal die Mietkosten im Vergleich mit anderen Städten auf einem annehmbaren Level liegen.

Die Mieten für Studenten-Wohnungen steigen in Deutschland seit Jahren rasant. In einigen Städten aber, darunter auch Bremen, deutet sich eine Trendwende an.

Laut einer kürzlich veröffentlichten Immowelt-Studie sind die Mieten für Single-Wohnungen in Bremen sogar leicht gesunken. Auch die Lebenshaltungskosten für Studenten in Bremen liegen im deutschen Durchschnitt. 

Wie teuer sind Mieten und das Leben in Bremen für Studenten wirklich?

Für Studenten, die in Bremen zur Miete wohnen, sind die Angebotsmieten im 2. Halbjahr 2018 und 1. Halbjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 Prozent gesunken. Sie betragen aktuell 310 Euro, vorher waren es 320 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine kürzlich veröffentlichte Studie des Immobilienportals Immowelt. Die Studie vergleicht die Angebotsmieten von Single-Wohnungen in den deutschen Hochschulstädten miteinander. Immowelt legte Wohnungen mit einer Größe von bis zu 40 Quadratmetern zugrunde.

Bremen bewegt sich deutschlandweit im guten Mittelfeld. Zum Vergleich: In der günstigsten Stadt Chemnitz kostet eine Studentenwohnung durchschnittlich 180 Euro, in der teuersten Stadt München 690 Euro. Trotzdem sind die Mietkosten auch in München gesunken - genau wie in Nürnberg, wo aktuell 380 Euro zu zahlen sind.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Lebenshaltungskosten, die in der Hochschulstadt Bremen laut einem Ranking von Zeit Online bei 799 Euro liegen. Am teuersten ist das Leben in München mit 902 Euro, am günstigsten in Dresden mit Gesamtausgaben von 680 Euro.

Was müssen Studenten bei der Wohnungssuche in Bremen beachten?

Bei der Suche nach einer eigenen Studentenbude tun sich Studenten aufgrund ihres geringen Budgets oft schwer. Dazu gibt es zum Studienbeginn regelmäßig einen Run auf freie Wohnungen.

Einer der ersten Anlaufpunkte ist häufig das Internet. Vor allem auf den bekannten Immobilienportalen finden Studenten Angebote für passende Mietwohnungen. Ohne weitere Filter in Bezug auf den Mietpreis, die Wohnfläche und die vorhandenen Zimmer werden dort momentan 487 Treffer für Bremen ausgewiesen. Der geringste Preis für eine Wohnung liegt aktuell bei 200 Euro Kaltmiete für ein 1-Zimmer-Apartment mit 26 Quadratmeter Wohnfläche. Auch das Studierendenwerk Bremen vermittelt Zimmer. Je nach Wohnanlage und gewünschter Größe variieren die Mieten der Apartments zwischen 200 und 500 Euro. Grundsätzlich lohnt sich auch ein Blick auf das schwarze Brett der Universität.

Genau dieser Vergleich von Angeboten ist bei der Wohnungssuche für Studenten essentiell. So lernt man einerseits den Bremer Wohnungsmarkt kennen. Andererseits kann man auch besser einschätzen, welche Wunschvorstellungen von der neuen Wohnung zum verfügbaren Budget passen – oder eben nicht. Die Wohnungssuche ist oft mit Kompromissen verbunden.

Bis zum Studienbeginn sind aber noch einige Schritte zu unternehmen. Einer der wichtigsten ist die Bewerbung auf die Wohnung. Sie enthält unter anderem Informationen zur eigenen Person, einen Auszug von Einkommensnachweisen, eine Schufa-Auskunft und eine Kopie des Studentenausweises oder der Immatrikulationsbescheinigung. Vermieter und Makler möchten von Studenten vor allem wissen, ob die monatliche Miete bezahlt werden kann.

Beim anschließenden Besichtigungstermin sollte man pünktlich erscheinen, ordentlich gekleidet und gut vorbereitet sein. Viele Vermieter entscheiden nach ihrem ersten Eindruck – wenn der positiv ausfällt, stehen die Chancen auf die Wohnung gut. Nach der Zusage und der Vertragsunterzeichnung ist schon mal ein wichtiger Schritt getan.

Studieren in Bremen – und danach?

Bremen ist für Studenten übrigens auch nach ihrem Uni-Abschluss eine attraktive Stadt zum Leben und Arbeiten. Damit das künftig weiterhin so bleibt, wurde im September 2019 vom Senat die Fachkräftestrategie für das Land Bremen 2019 beschlossen, die für die Zukunft ein qualifiziertes Fachkräfteangebot vor Ort gewährleisten möchte.

Realisiert werden soll das durch die adäquate Bearbeitung von Themen wie der Qualifizierung, Ausbildung und Standortattraktivität. So ist beispielsweise geplant, die Zusammenarbeit zwischen Bremer Unternehmen, den Hochschulen und der Verwaltung zu verbessern. Gleichfalls ist vorgesehen, attraktive Arbeitsplätze für Absolventen zu schaffen, die der wachsenden Digitalisierung Rechnung tragen und eine stetige Weiterbildung mit Aufstiegschancen ermöglichen.

Auch an diejenigen, die nach der Uni-Zeit ein eigenes Unternehmen oder eine eigene Familie gründen möchten, wurde gedacht. Sie sollen genauso wie diejenigen unterstützt werden, die als Fachkräfte für junge Unternehmen arbeiten möchten. Künftig will Bremen des Weiteren als Standort für „Corporate Startups“ fungieren.

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