Job für Schwindelfreie

Wie werde ich Schornsteinfeger/in?

Selina Reimer in ihrer Arbeitsmontur: Ein schwarzer Kehranzug und ihr Kehrgerät. Rund 20 000 Schornsteinfeger gibt es in Deutschland. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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Selina Reimer in ihrer Arbeitsmontur: Ein schwarzer Kehranzug und ihr Kehrgerät. Rund 20 000 Schornsteinfeger gibt es in Deutschland. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Früher galten Schornsteinfeger als Glücksbringer. Sie sorgten dafür, dass keine Rußbrände ausbrachen. Dieses positive Bild hat sich gehalten. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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Früher galten Schornsteinfeger als Glücksbringer. Sie sorgten dafür, dass keine Rußbrände ausbrachen. Dieses positive Bild hat sich gehalten. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Selina misst in der Küche die Abgasbestandteile einer Gastherme. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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Selina misst in der Küche die Abgasbestandteile einer Gastherme. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Selina muss regelmäßig auf Dächer steigen, sich durch Dachfenster zwängen und eine Fünf-Kilo-Kugel durch den Schornstein lassen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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Selina muss regelmäßig auf Dächer steigen, sich durch Dachfenster zwängen und eine Fünf-Kilo-Kugel durch den Schornstein lassen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Weiterbildungen sind Pflicht für Schornsteinfeger, damit sie in Sachen Umweltschutz und Energietechnik auf dem Laufenden bleiben. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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Weiterbildungen sind Pflicht für Schornsteinfeger, damit sie in Sachen Umweltschutz und Energietechnik auf dem Laufenden bleiben. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Die Auszubildende Selina ist als Frau in ihrem Beruf in der Minderheit. Der Frauenanteil liegt bei Schornsteinfegern bei zehn bis 15 Prozent. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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Die Auszubildende Selina ist als Frau in ihrem Beruf in der Minderheit. Der Frauenanteil liegt bei Schornsteinfegern bei zehn bis 15 Prozent. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Über den Dächern Berlins: Selina liebt es, hoch oben unterwegs zu sein. Die 21-Jährige wird Schornsteinfegerin. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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Über den Dächern Berlins: Selina liebt es, hoch oben unterwegs zu sein. Die 21-Jährige wird Schornsteinfegerin. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Schornsteinfeger sorgen für saubere Kamine - aber sie haben auch noch eine Reihe anderer Aufgaben. Hier kontrolliert Selina Reimer eine Gastherme. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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Schornsteinfeger sorgen für saubere Kamine - aber sie haben auch noch eine Reihe anderer Aufgaben. Hier kontrolliert Selina Reimer eine Gastherme. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Schornsteinfeger sorgen für saubere Kamine – aber sie haben auch eine Reihe anderer Aufgaben. Dabei arbeiten sie in luftiger Höhe, aber auch in Häusern und Kellern. Und wenn sie dann Meister sind, können sie sogar einen ganzen Bezirk betreuen.

Berlin (dpa/tmn) - Selina Reimers liebt es, hoch oben unterwegs zu sein, über die Dächer Berlins zu schauen und dabei ihren Job zu lernen. Sie wird Schornsteinfegerin. "Das Tollste an dem Beruf ist eigentlich die Abwechslung, denn man verbringt ja nicht die ganze Zeit beim Kaminkehren", sagt sie.

Ein Schornsteinfeger ist viel unterwegs und berät Menschen, erledigt auch Büroarbeit - und kümmert sich natürlich um die Schornsteine. Das Säubern der Kamine gewährleistet die Sicherheit der Menschen und schont die Umwelt. Früher galten Schornsteinfeger als Glücksbringer. Sie sorgten dafür, dass keine Rußbrände ausbrachen. Daraus ist ein Aberglaube erwachsen, der bis heute anhält - sogar in Großstädten wie Berlin. "Immer wieder bleiben Leute stehen, wenn sie uns in unserem Kehranzug sehen und wollen uns die Hand schütteln", erzählt Reimers.

Jede Woche geht sie in Berlin zur Schule. Auszubildende außerhalb der Großstädte haben dagegen meistens Blockunterricht. Die Fächer Chemie, Mathe und Deutsch spielen in der Berufsschule eine große Rolle. Das seien die Fächer, in denen man in der Schule nicht allzu schlecht gewesen sein sollte, sagt Stephan Langer, Vorstand des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV).

Angehende Schornsteinfeger brauchen laut Langer vor allem Kommunikationsfähigkeit und –willen: "Den Großteil unserer Zeit verbringen wir in den Häusern und Wohnungen von Menschen." Sie sollten außerdem offen, ehrlich und zuverlässig sein, sagt Henry Vinke, Regionalsekretär Nord des Zentralverbandes Deutscher Schornsteinfeger.

Rund 20 000 Schornsteinfeger gibt es in Deutschland, gut 2000 junge Leute lernen den Beruf. "Wir haben einen Frauenanteil von 10 bis 15 Prozent, das gehört zu den höchsten in den Bauberufen im Handwerk", sagt Stephan Langer. Und: Der Schornsteinfeger ist einer von jenen Berufen, bei denen ein Meistertitel beim Eröffnen einer eigenen Firma zwingend notwendig ist.

Der Verdienst während der Ausbildung ist nicht üppig: 429 Euro monatlich im ersten Jahr, 486 im zweiten und 567 Euro im dritten Ausbildungsjahr verdienen angehende Schornsteinfeger durchschnittlich. Das zeigen Daten des Bundesinstituts für Berufsbildung.

Nach der bestandenen Prüfung stehen den Gesellen verschiedene Wege offen: Sie können in einem Schornsteinfeger-Meisterbetrieb ihrem Handwerk nachgehen oder die Meisterprüfung in Angriff nehmen. "Das kann man theoretisch sofort nach der bestandenen Gesellenprüfung machen. Sinnvoll ist aber, erst eine Weile Praxis im Betrieb zu sammeln", sagt Langer.

Auch Selina Reimers denkt darüber nach, einen Meister zu machen. Doch zunächst will sich die Auszubildende auf ihre Prüfungen konzentrieren. Untergebracht werden nach Henry Vinkes Worten so gut wie alle Gesellen. Auch Unternehmen, die Öfen, Kamine oder Schornsteine bauen, suchen Fachleute.

Ein paar Prozent verliere das Handwerk an die Hochschulen, sagt Stephan Langer. In einigen Bundesländern gibt es Klassen, in denen man mit der Ausbildung die Fachhochschulreife erlangt. Wer die Meisterprüfung bestanden hat, kann ohnehin an jeder Hochschule studieren. "Die meisten gehen dann Richtung Ingenieurwissenschaft, einige studieren Umwelt- oder Versorgungsingenieur, andere Maschinenbau", sagt Langer.

Meister können sich um einen ganzen Bezirk bewerben, vergeben werden die für sieben Jahre. "Dann ist man bevollmächtigter Schornsteinfeger und gleichzeitig eine Behörde, denn man erlässt einen Feuerstättenbescheid", so Langer. Und auch ein Meister lernt nie aus. Weiterbildungen sind Pflicht für Schornsteinfeger, damit sie in Sachen Umweltschutz und Energietechnik auf dem Laufenden bleiben.

Bundesverband der Schornsteinfeger

Beruf Schornsteinfeger

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