Wie werde ich...? Kulissenbauer

Kulissenbauer vom Postdamer Studio Babelsberg hauchen Monstern wie dem Dinobot Grimlock aus dem Film "Transformers 4" Leben ein. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Kulissenbauer vom Postdamer Studio Babelsberg hauchen Monstern wie dem Dinobot Grimlock aus dem Film "Transformers 4" Leben ein. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Noch ein bisschen Farbe: Kunstmaler Roland macht Dinobot Grimlock aus "Transformers 4" fein für die Filmpremiere. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Noch ein bisschen Farbe: Kunstmaler Roland macht Dinobot Grimlock aus "Transformers 4" fein für die Filmpremiere. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Noch hat Grimlock eine Maulsperre: Kunstmaler Roland legt bei der Gestaltung des Dinobots letzte Hand an. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Noch hat Grimlock eine Maulsperre: Kunstmaler Roland legt bei der Gestaltung des Dinobots letzte Hand an. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Arbeiten im kreativen Chaos: Kulissenbauer wie Robert Krüger vom Filmstudio Babelsberg erschaffen mit Materialien wie Papier, Gips und Farbe Fantasiewelten. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Arbeiten im kreativen Chaos: Kulissenbauer wie Robert Krüger vom Filmstudio Babelsberg erschaffen mit Materialien wie Papier, Gips und Farbe Fantasiewelten. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Am Anfang steht die Skizze: Die Auszubildenden zum Bühnenmaler und Plastiker Kay Scholz (M) und Jakob Bogatchi (r) fertigen Landschaftsbilder. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Am Anfang steht die Skizze: Die Auszubildenden zum Bühnenmaler und Plastiker Kay Scholz (M) und Jakob Bogatchi (r) fertigen Landschaftsbilder. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Kulissenbauer arbeiten häufig noch ganz traditionell mit Farbe. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Kulissenbauer arbeiten häufig noch ganz traditionell mit Farbe. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Dächer, Böden, Wände: Stuckateur Marc macht Kulissen aus Styropor. Im Film ist der Unterschied zur Realität im besten Fall nicht zu erkennen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Dächer, Böden, Wände: Stuckateur Marc macht Kulissen aus Styropor. Im Film ist der Unterschied zur Realität im besten Fall nicht zu erkennen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Eintritt in eine fantastische Welt: Der Haupteingang des Filmstudios Babelsberg. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Eintritt in eine fantastische Welt: Der Haupteingang des Filmstudios Babelsberg. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Berlin (dpa/tmn) - Bauen, malen, zeichnen: Kulissenbauer haben ganz unterschiedliche Aufgaben. Wer den Job erlernen will, muss neugierig und kreativ sein - und von Zeit zu Zeit auch Stress aushalten.

Das Maul mit den langen Reißzähnen ist weit aufgerissen. Die Lider schließen sich über den riesigen Pupillen. Fleisch und Knochen ersetzen Bleche und Schrauben - und Rost. "Wenn schon Rost, dann sollte es mit einer gewissen Haptik unterstützt werden", sagt Robert Krüger. Er zeigt auf die rostigen Reißzähne des Dinobots, einer Kreuzung aus Roboter und Dinosaurier. So sehe es krustiger und realer aus.

Robert Krüger ist Kulissenbauer. Gemeinsam mit seinem Team setzt er Filme in Szene. Er ist Leiter der Abteilung Oberfläche im Art Department des Filmstudios Babelsberg. Der Dinobot ist für die Europapremiere des Films "Transformers: Ära des Untergangs".

Kulissenbauer bilden mit Materialien wie Styropor, Holz, Gips und Pigmentfarbe die Wirklichkeit ab oder schaffen Fantasiewelten. "Dafür haben wir Stuckateure, Bildhauer, Maler und Kunstmaler", zählt Krüger auf. Er selber hat Kunstmaler gelernt. Die Kulissenbauer arbeiten eng mit Regisseuren und Szenenbildnern zusammen. Letztere entwerfen die Kulissen. Das Team erschafft dann Dächer, Böden oder Wände. Im besten Fall wirken sie am Ende so real, dass der Unterschied zum echten Objekt - zumindest auf der Leinwand - nicht wahrzunehmen ist.

Trotz des Einsatzes von Computern und 3D-Technologie: "Im Grunde ist unser Beruf immer noch sehr traditionell", erzählt Krüger. An der Malweise habe sich nichts verändert: Pigment, Kreide und Kohle.

Wer sich für den Beruf entscheidet, kann eine Ausbildung zum Beispiel zum Kunstmaler oder Stuckateur machen. Eine andere Möglichkeit ist, Malerei und Bildhauerei zu studieren. "Allerdings kann auch allein eine herausragende Begabung den Zugang zum Beruf ermöglichen", erklärt Jürgen Wursthorn, Sprecher der Bundesagentur für Arbeit.

Entscheidend sei, kreativ zu sein, erklärt Simone Linhof, Produzentin bei Stage Entertainment in Hamburg. Wer sich für den Beruf entscheidet, sollte Emotionen vermitteln können. "Sie schaffen schließlich die Grundlage für die Regie."

Bei Krüger in Babelsberg müssen die Kandidaten keine bestimmte Ausbildung vorweisen können. Wichtig ist, dass sie neugierig sind und ein großes Vorstellungsvermögen haben. Kulissenbauer müssen wissen, wie sie einen gewünschten Effekt erzielen können. Für die Verarbeitung der Materialien ist handwerkliches Geschick gefragt.

Kommt ein Großauftrag herein, kann Krügers Team auf 40 Personen anwachsen. Meist sind es Freiberufler mit unterschiedlichen Spezialisierungen, die dann beauftragt werden. Die Berufsperspektiven sind je nach Region unterschiedlich. "Wo Medien, Kunst und Kultur stark verbreitet sind, sind auch die Chancen für diese Berufe höher", erklärt Wursthorn. Gut sind die Aussichten zum Beispiel in Berlin, Hamburg oder Köln. Das monatliche Einkommen kann bei Einsteigern bei 2000 Euro brutto - aber auch darunter - liegen.

Kulissenbauer ist ein Knochenjob. Für den Film "Inglourious Basterds" von Quentin Tarantino hat Krüger bei Minustemperaturen an der Fassade des Kinos gemalt. "Am Ende fliegt die ganze Arbeit auch noch in die Luft", erinnert er sich. Im Abspann taucht sein Name trotzdem nicht auf. Eitelkeiten haben in dem Job keinen Platz.

Berufsbild Kunstmaler

Berufsbild Stuckateur

Berufsbild Bildhauer

Berufsbild Bildender Künstler

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