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Wie werde ich Bademeister?

Der angehende Fachangestellte für Bäderbetriebe, Marcel Ibler, hat sein Hobby zum Beruf gemacht. In seiner Abschlussprüfung wird er auch seine Schwimmkünste unter Beweis stellen müssen. Foto: Armin Weigel
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Der angehende Fachangestellte für Bäderbetriebe, Marcel Ibler, hat sein Hobby zum Beruf gemacht. In seiner Abschlussprüfung wird er auch seine Schwimmkünste unter Beweis stellen müssen. Foto: Armin Weigel
Azubi Marcel Ibler ist gleichzeitig Animateur, Techniker und Rettungsschwimmer: Als angehender Bademeister lernt er auch, wie man Schwimmstunden gibt. Foto: Armin Weigel
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Azubi Marcel Ibler ist gleichzeitig Animateur, Techniker und Rettungsschwimmer: Als angehender Bademeister lernt er auch, wie man Schwimmstunden gibt. Foto: Armin Weigel
Fachangestellte für Bäderbetriebe sind gefragt: Der Auszubildende Marcel Ibler trägt seinen Teil dazu bei, dass das Freibad in Neumarkt in der Oberpfalz regelmäßig die Pforten öffnet. Foto: Armin Weigel
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Fachangestellte für Bäderbetriebe sind gefragt: Der Auszubildende Marcel Ibler trägt seinen Teil dazu bei, dass das Freibad in Neumarkt in der Oberpfalz regelmäßig die Pforten öffnet. Foto: Armin Weigel
Als Auszubildender zum Fachangestellten für Bäderbetriebe muss Marcel Ibler in Erster Hilfe versiert sein: Neben Ausbilder Thomas Blank (l) übt er an einer Puppe die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Foto: Armin Weigel
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Als Auszubildender zum Fachangestellten für Bäderbetriebe muss Marcel Ibler in Erster Hilfe versiert sein: Neben Ausbilder Thomas Blank (l) übt er an einer Puppe die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Foto: Armin Weigel
Physik und Chemie kommen in seiner Ausbildung regelmäßig vor: Marcel Ibler, angehender Bademeister in Neumarkt, überprüft eine Wasserprobe. Foto: Armin Weigel
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Physik und Chemie kommen in seiner Ausbildung regelmäßig vor: Marcel Ibler, angehender Bademeister in Neumarkt, überprüft eine Wasserprobe. Foto: Armin Weigel
Bäderhygiene und Wasserqualität liegen auch in seiner Verantwortung: Marcel Ibler lernt in seiner Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe, worauf es bei Wasserproben genau ankommt. Foto: Armin Weigel
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Bäderhygiene und Wasserqualität liegen auch in seiner Verantwortung: Marcel Ibler lernt in seiner Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe, worauf es bei Wasserproben genau ankommt. Foto: Armin Weigel
Freude am Umgang mit Menschen ist eine wichtige Voraussetzung für seinen Beruf: Der angehende Fachangestellte für Bäderbetriebe, Marcel Ibler, ist Ansprechpartner für die Badegäste im Freibad. Foto: Armin Weigel
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Freude am Umgang mit Menschen ist eine wichtige Voraussetzung für seinen Beruf: Der angehende Fachangestellte für Bäderbetriebe, Marcel Ibler, ist Ansprechpartner für die Badegäste im Freibad. Foto: Armin Weigel
Besonders die Technik liegt ihm: Marcel Ibler, angehender Bademeister im Freibad Neumarkt, überprüft die Filteranlage. Foto: Armin Weigel
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Besonders die Technik liegt ihm: Marcel Ibler, angehender Bademeister im Freibad Neumarkt, überprüft die Filteranlage. Foto: Armin Weigel

Fachangestellte für Bäderbetriebe machen eine Allround-Ausbildung: Sie sind Techniker, Sanitäter, Animateure und Rettungsschwimmer. Die Bezahlung ist nicht üppig, aber die Aussicht auf einen Job nach der Ausbildung bestens.

Neumarkt/Wesseling (dpa/tmn) - Marcel Ibler hat sein Hobby zum Beruf gemacht - zumindest zum Teil. Der 18-Jährige lässt sich im oberpfälzischen Neumarkt zum Fachangestellten für Bäderbetriebe ausbilden. Umgangssprachlich: zum Bademeister.

"Ich bin bei der Wasserwacht, seit ich sieben Jahre alt bin und schwimme sehr gern", sagt er. Nach einem Schulpraktikum im Schwimmbad war für den Amberger klar: Das ist der Beruf, in dem er arbeiten möchte. Eine Stelle hat er schließlich im benachbarten Neumarkt bekommen, wo er derzeit noch im Sommer im Freibad und im Winter im Hallenbad arbeitet. Ein neues Ganzjahresbad ist gerade im Bau.

Anspruchsvolle Arbeit und die Suche nach Personal

Doch Ibler steht nicht den ganzen Tag am Beckenrand und beobachtet die Schwimmer, auch wenn das ein wichtiger Teil seines Jobs ist. "Zur Arbeit gehört auch viel Technisches", sagt er. Pumpen, Lüftungen, Wassermessungen - überhaupt, die Chemie. "Das ist ein anspruchsvoller Job, in dem man einiges lernen muss", sagt Peter Harzheim, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Schwimmmeister in Wesseling.

Und: Die Fachkräfte sind rar, im Süden Deutschlands noch eher als im Norden. Im Sommer, wenn die Freibadsaison beginnt, suchen die Bäder mancherorts händeringend nach Personal.

Mittelmäßige Bezahlung und schwierige Arbeitszeiten

Der Fachkräftemangel, sagt Harzheim, liege mitunter an der Bezahlung: Die fällt mit knapp 2500 Euro für einen fertig ausgebildeten Fachangestellten nicht allzu üppig aus.

Während der Ausbildung verdienen die angehenden Fachangestellten 968 Euro im ersten Lehrjahr, 1018 im zweiten und 1064 Euro im dritten Lehrjahr. Die Arbeitszeiten, Schichtarbeit und Wochenenddienste, sind ebenfalls nicht besonders familienfreundlich.

Aqua-Fitness, Chemie und Naturwissenschaften

Die Fachangestellten sind inzwischen laut Harzheim eine Mischung aus Techniker, Chemiker, Animateur, Sanitäter und Kaufmann. Marcel Ibler liegt die Technik mehr als der Animationsbereich - lernen muss er trotzdem alles. In Bayern geht das im Blockunterricht an der Berufsschule in Lindau. In anderen Bundesländern ist das mitunter anders organisiert. "Wir lernen dort auch, Schwimmstunden zu geben oder verschiedene Kurse im Bereich Aqua-Fitness", sagt er. Denn das gehört meist ebenfalls zum Angebot der Schwimmhallen in Deutschland.

Entsprechend gestalten sich die Anforderungen an Interessierte. "Sportlich sollten sie sein, Freude am Umgang mit Menschen haben und mit Naturwissenschaften und Technik nicht auf Kriegsfuß stehen", sagt Christian Ochsenbauer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen in Essen.

Mathe und Physik am Beckenrand

Vor allem Mathe, Physik und Chemie kommen in der Ausbildung regelmäßig vor. Letzteres war für Ibler zu Beginn ein gänzlich neues Fach, in der Schule stand es für ihn nicht auf dem Plan. "Aber das kann man alles lernen", sagt er. In der Prüfung werden zudem die Schwimmkünste bewertet - selbst wenn der Part des Rettungsschwimmers im Job eher selten gebraucht wird. "Wir retten eher von Land als im Wasser", so Ibler.

In Erster Hilfe müssen die Fachangestellten ebenfalls versiert sein, denn im Schwimmbad kann es immer wieder zu Verletzungen kommen. Daher gehört die medizinische Fachkunde zur schulischen Ausbildung.

Wichtig sind die ausgebildeten Fachleute allemal, denn wenn kein Bademeister da ist und nicht mindestens ein Rettungsschwimmer unter dessen Aufsicht am Beckenrand steht, dann muss das Schwimmbecken geschlossen bleiben.

Berufsbild bei der Bundesagentur für Arbeit

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