Jobben in der Adventszeit

Weihnachtsmänner werden zunehmend online vermittelt

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Immer weniger Vermittlungen von Miet-Weihnachtsmänner werden über die Agentur für Arbeit abgewickelt. Die meisten Anbieter nutzen inzwischen Onlineportale. Foto: Hauke-Christian Dittrich

Miet-Weihnachtsmänner springen ein, wenn in Familien, Kaufhäusern, Seniorenheimen oder Kindergärten ein Rauschebart fehlt. Traditionell vermittelt wurden sie von der Arbeitsagentur. Aber das ändert sich.

Stuttgart (dpa) - Das Internet macht auch der traditionsreichen Weihnachtsmann-Vermittlung der Arbeitsagenturen Konkurrenz. Anders als in der Vergangenheit läuft die Vermittlung inzwischen größtenteils über diverse Onlineportale.

"99 Prozent der Weihnachtsmannvermittlung geht mittlerweile übers Netz", sagte Oleg Heintz von der Agentur für Arbeit Stuttgart. Seit über 25 Jahren vermittelt er Miet-Weihnachtsmänner an Familien, Privat- oder Geschäftsleute. "Die Nachfrage für Miet-Weihnachtsmänner nimmt meiner Meinung nach nicht ab - im Gegenteil", sagte Heintz. Aber: "Wir haben für 2018 überhaupt keine Bewerber." Das liege vor allem am Internet. Es gebe einfach zu viele Online-Angebote, so dass es die Vermittlung durch die Agentur für Arbeit nicht mehr brauche.

Zudem könnten die Miet-Weihnachtsmänner im Internet ihre Auftritte selber einteilen und auch ihren Preis eigenständig festlegen. Bei der Vermittlung über die Agentur für Arbeit koste ein 20-minütiger Auftritt in Stuttgart 25 Euro, sagte Heintz.

Zu Bestzeiten seien bis zu 15 Miet-Weihnachtsmänner bei der Agentur für Arbeit beschäftigt gewesen - mit bis zu 24 Aufträgen an einem Tag, sagte Heintz. Als Vermittler hat er die Termine eingeteilt, mit Familien gesprochen und Kontakte hergestellt. Oft seien es vor allem Familien und Großeltern gewesen, die bei ihm angerufen hätten, um einen Weihnachtsmann für die Kinder oder Enkel zu buchen.

Der Trend zeigt sich auch anderswo: "Bei uns wurde die Weihnachstmann-Vermittlung 2012 eingestellt", sagte ein Sprecher der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt. Ein Grund dafür sei einerseits der hohe personelle Aufwand. In der Vorweihnachtszeit seien zwei Kolleginnen nur mit der Vermittlung beschäftigt gewesen, zum Beispiel der Koordination der Weihnachtsmänner oder den zahlreichen Gesprächen mit Bewerbern und Auftraggebern. Personal, das an anderer Stelle mehr benötigt werde, sagte der Sprecher.

Zum anderen hätten die Vermittler gemerkt, dass die Anfragen immer weniger würden und sich die Vermittlung ins Internet verlagert habe. Eine ehemalige Weihnachtsmann-Vermittlerin sei mit einigen Familien noch in engem Kontakt und habe darüber erfahren, dass diese sich ihren Weihnachtsmann inzwischen nur noch über Onlineplattformen oder Smartphone-Apps bestellten.

Bundesagentur für Arbeit

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