Umfrage zu Stresslevel im Job

Warum fühlt sich die Mehrheit bei der Arbeit gestresst?

Hetze und eine unerfreuliche Atmosphäre am Arbeitsplatz spielen bei Stress im Job für viele die größte Rolle. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
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Hetze und eine unerfreuliche Atmosphäre am Arbeitsplatz spielen bei Stress im Job für viele die größte Rolle. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Die meisten arbeitenden Menschen fühlen sich laut einer Umfrage nicht wohl bei der Arbeit. Was sind die Hauptursachen für die Betroffenen? Welche Belastungen werden beklagt?

Garching (dpa) - Fast zwei Drittel der arbeitenden Bevölkerung fühlen sich nach einer neuen Umfrage im Job gestresst - und die Hauptursachen sind Zeitdruck und unangenehme Kollegen.

Demnach empfinden 63 Prozent der Bürger ihren Stresslevel am Arbeitsplatz als hoch oder eher hoch, wie das Umfrageinstitut YouGov im Auftrag der Versicherung Swiss Life ermittel hat. Hetze und eine unerfreuliche Atmosphäre am Arbeitsplatz spielen dabei für viele die größte Rolle. Diese beiden Faktoren nannten 46 beziehungsweise 45 Prozent der mehr als 2000 Befragten. Leistungsdruck und die Aufgabenfülle sind dagegen für weniger als ein Drittel die Hauptgründe für Stress.

Die Ergebnisse der Umfrage nähren zudem den Verdacht, dass Geld nicht glücklich macht. Denn die Meinungsforscher fragten separat in allen 16 Bundesländern und stellten fest, dass die Zufriedenheit mit dem Gehalt mit höherem Stress einhergeht. In Schleswig-Holstein etwa fühlten sich 61 Prozent angemessen bezahlt und 69 Prozent gestresst, in Bayern sieht es ganz ähnlich aus. Am unteren Ende der Skala in Brandenburg waren nur 54 Prozent zufrieden mit ihrem Gehalt, aber auch nur 56 Prozent gestresst.

Die Belastung am Arbeitsplatz und der in nicht wenigen Fällen damit einhergehende Burnout sind für Versicherungen bedeutsam, weil sowohl Krankschreibungen als auch Arbeitsunfähigkeit wegen seelischer Ursachen in den vergangenen Jahren stark zugenommen haben. «Psychische Erkrankungen sind mittlerweile Hauptursache für ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Berufsleben», sagte Jörg Arnold, der Deutschland-Chef der Swiss Life.

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