Wie im Science-Fiction-Film

Stellen uns bald Roboter ein? Dieses Unternehmen vertraut auf umstrittene Künstliche Intelligenz

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Kann Künstliche Intelligenz die wichtigsten Aufgaben eines Personalers übernehmen?

Was klingt wie aus einem futuristischen Film, wird in England bereits umgesetzt: Ein großer Hersteller nutzt dort künstliche Intelligenz, um die richtigen Bewerber auszuwählen.

Unilever ist einer der größten Hersteller von Verbrauchsgütern wie Nahrungsmittel, Kosmetik sowie Haushaltsprodukten. Als Großkonzern will das Unternehmen auch Vorreiter in Sachen Entwicklung sein - und setzt neuerdings auf ein Bewerbungsverfahren, dass sich Künstliche Intelligenz (KI) zunutze macht. 

Künstliche Intelligenz entscheidet, ob Bewerber geeignet ist

Ein Personaler sieht sich Bewerbungsunterlagen durch und wählt eine Hand voll potentiell geeigneter Kandidaten aus, die zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Soweit die herkömmliche Praxis. Doch bei Unilever sieht das anders aus: Hier filmt sich ein Bewerber selbst, während er Fragen zum Job beantwortet. Dabei zeichnet ein Algorithmus seine Sprache, Tonfall und Mimik auf. Diese Form KI vergleicht dann die Ergebnisse mit den Daten von bereits erfolgreich tätigen Mitarbeitern. Stimmen sie überein, geht die KI davon aus, dass die Bewerber für den Job geeignet sind.

Unilever will sich mit dieser Methode viel Zeit im Recruiting neuer Mitarbeiter sparen und Fehlbesetzungen sowie die Bevorzugung durch menschliche Vorurteile vermeiden, wie das Portal karriere.at berichtete. Und das sind auch die Vorteile, die die Entwickler des KI-Algorithmus anpreisen: Objektivität und Schnelligkeit.

Video: Mit diesen Tipps kann bei der Bewerbung eigentlich nichts schief gehen

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Kritiker verurteilen KI im Bewerbungsverfahren als zu wenig objektiv

Mit dem Begriff KI schwingt bei vielen auch Skepsis und Angst mit, etwa davor, dass der technische Fortschritt Arbeitsplätze kosten könnte. Kritiker beurteilen die neuartige Form des Bewerbungsverfahrens mit Hilfe von KI auch deshalb als fragwürdig, weil sie weitaus weniger objektiv sei als angepriesen. So lerne ein Algorithmus anhand von Daten, die der Mensch ihm liefert - also immer vorurteilsbehaftet sind. Eine riesige Menge höchst unterschiedlicher Daten müsse also in die KI gespeist werden, um die Bevorzugung verschiedener Volksgruppen oder Altersklassen zu vermeiden. Auch befürchten Kritiker, dass Talente, die nicht der Norm entsprechen, durchs KI-Raster fallen.

Auch in Deutschland ist KI ein großes Thema. Dr. Uwe Schuricht als Experte in den Bereichen Executive Search und Human Resources sagte im Interview mit Bewerbung.com: "Es gibt eine Menge von Berufen und Industrien, in denen künstliche Intelligenz und Bots in Zukunft mögliche Arbeitskräfte identifizieren werden. Algorithmen können schon heute Datenbanken durchsuchen und Menschen vorschlagen, die für bestimmte Aufgaben geeignet erscheinen." Doch er ist sich sicher: "Allerdings wird der Faktor Mensch bei der Auswahl des Menschen, dem ein Unternehmen ein Angebot machen will, weiterhin von entscheidender Bedeutung bleiben."

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jg

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen.
Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen. © pexels
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf.
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf. © pixabay
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln.
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln. © pexels
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch.
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch. © pexels
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen. © pixabay
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle. © pixabay
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen. © pexels
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. © pixabay
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken.
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken. © pexels
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste. © pixabay

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