Chancen und Perspektiven

Sprachgefühl und Fachwissen: So viel steckt im Beruf des Übersetzers

Übersetzer beherrschen im Idealfall nicht nur Sprachen, sondern arbeiten sich in komplexe Fachbereiche ein.
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Übersetzer beherrschen im Idealfall nicht nur Sprachen, sondern arbeiten sich in komplexe Fachbereiche ein.

Übersetzen ist nicht gleich übersetzen: Wer Texte in andere Sprachen überträgt, braucht Feingefühl und fachliche Expertise. Dann stehen alle Türen offen.

Sprachen, Medien oder etwas Soziales? Nach dem Schulabschluss stehen Ihnen viele Wege offen. Doch oftmals schrecken Berufseinsteiger und Ausbildungssuchende vor bestimmten Branchen zurück – in der Annahme der Markt sei überflutet.

So hegen viele den Wunsch, nach der Schulzeit den Beruf des Dolmetschers oder Übersetzers zu ergreifen. Die Anforderungen sind jedoch hoch und die Konkurrenz noch viel größer. Obendrein stellt sich die Frage: Wo werden Übersetzer eingesetzt? Welche Sprachen sind gefragt? Wir haben Antworten für Sie parat.

Wie sieht der Beruf von Dolmetschern und Übersetzern aus?

Zunächst gilt es einmal, den Unterschied zwischen Dolmetschern und Übersetzern zu verdeutlichen. Dolmetscher übertragen gesprochene oder niedergeschriebene Texte mündlich in eine andere Sprache. Übersetzer hingegen übertragen Texte schriftlich in die Zielsprache.

Wie der Arbeitsalltag von Dolmetschern und Übersetzern im Detail aussieht, hängt stark von der Anstellung und der Ausbildung ab. Viele Übersetzer arbeiten freiberuflich, da die meisten Firmen oder staatlichen Behörden keine Festanstellungen für Übersetzer vergeben. Stattdessen betrauen diese je nach Bedarf Übersetzungsbüros oder Selbstständige mit verschiedensten Aufträgen. Dabei arbeiten sich Übersetzer oft flexibel in immer neue Fachbereiche ein: Von medizinischen Abhandlungen bis hin zu komplexen, juristischen Texten oder gar Betriebsanleitungen ist alles dabei.

Zukunft als Übersetzer: Diese Sprachen sind gefragt

Dank Globalisierung und Handel ist der Bedarf an Übersetzungen groß. Vor allem auf Genauigkeit kommt es dann beim Übertragen von Texten an: Ein kleiner Fehler sorgt oft schon dafür, dass sich die Bedeutung eines ganzen Satzes verändert. Wer Muttersprachler der Zielsprache ist, ist hier klar im Vorteil.

Aber auch die Wahl der Fremdsprache bietet Anknüpfungspunkte: So ist Englisch zwar immer noch die gefragteste Sprache bei Übersetzungen, die Konkurrenz dafür jedoch riesig. Im Gegensatz dazu sind Chinesisch und Japanisch groß im Kommen. Aufgrund seiner aufsteigenden Wirtschaftsmacht sind europäische Unternehmen daran interessiert, den chinesischen Markt für sich zu erobern.

So stehen die Berufschancen für Übersetzer

In einer Zeit, in der Unternehmen ihre Fachkräfte nach Fremdsprachenkenntnissen auswählen und immer mehr Softwareprogramme und Online-Übersetzungsdienste den Markt überschwemmen, beschäftigt viele Berufseinsteiger die Frage: Wie gefragt sind Übersetzer überhaupt?

Wie der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) mit seinen knapp 8.000 Mitgliedern mitteilt, sehen viele Fremdsprachenspezialisten diese Entwicklungen gelassen. In zahlreichen Bereichen wie Fachübersetzungen, Marketing und Literatur seien Fachkräfte immer noch unabdingbar. Zwar hat sich laut der Bundesagentur für Arbeit die Anzahl der arbeitslos gemeldeten Übersetzer seit 2012 erhöht – jedoch ist auch die Zahl der gemeldeten Stellen gestiegen. Zudem tauchen Freiberufler in diesen Zahlen überhaupt nicht auf. Wer sich also spezialisiert, gefragte Fremdsprachen beherrscht und Kontakte pflegt, hat definitiv eine Zukunft im Übersetzerberuf.

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