Das ging nach hinten los

Personaler schickt Bewerberin (25) fiese E-Mail - doch sie rächt sich

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Eine Bewerberin aus Nordrhein-Westfalen erhielt versehentlich eine fiese E-Mail vom Personaler. Er drückte schlicht den falschen Knopf. (Symbolbild)

Eigentlich war die Nachricht gar nicht für sie bestimmt. Doch als eine junge Bewerberin die E-Mail eines Personalers öffnete, konnte sie kaum fassen, was sie las.

Jasmin (25) aus Nordrhein-Westfalen war auf der Suche nach einem Job als Kauffrau für Büromanagement, als sie den Anruf eines Personalers erhielt. Dieser bat sie in einem freundlichen Gespräch, ihm doch ihre Bewerbungsunterlagen zuzuschicken. Als sie kurz darauf eine E-Mail von ihm erhielt, ahnte sie noch nichts Böses - doch der Inhalt der Nachricht schockierte sie regelrecht.

Personaler bezeichnet Bewerberin als "Schwabbel"

"Habe ich heute Eigeninitiativ Kontaktiert, aber ist wohl n schwabbel...", stand da zu lesen  - Rechtschreibfehler inklusive. Der Personaler hatte wohl auf "antworten", statt auf "weiterleiten" geklickt - und so landete die E-Mail statt beim Geschäftsführer versehentlich im Postfach der Bewerberin. 

Diese war darüber so erbost, dass sie sich prompt rächte und die unverschämte E-Mail öffentlich auf Twitter postete. "Ja, ich sehe nicht aus wie Heidi Klum. Und? Diese Vorurteile KOTZEN MICH AN!", schrieb sie dazu. Und wehrt sich entschieden, dass übergewichtige Menschen nach wie vor diskriminiert und gemobbt werden: "Ich kann meine Arbeit genau so absolvieren, wie jeder andere! Habe nicht umsonst einen guten Abschluss und den 'Europass Mobility'. Und da fragt man sich, warum so viele Menschen psyschich krank werden. Wenn selbst Arbeitgeber so reagieren!"

Auch interessant: Frau (22) wird im Bewerbungsgespräch gedemütigt, bis sie weint - doch sie rächt sich.

Twitter-User sind entsetzt und sprechen Bewerberin Mut zu

Auf Twitter zeigen sich die User regelrecht entsetzt über das unverschämte Verhalten des Personalers - und sprechen Jasmin Mut zu: "Wow, wie übel, respektlos und menschenverachtend", heißt es da. Ein anderer meint: "Das ist ja echt unfassbar. Sei froh, dass du mit solchen Vollidioten nicht arbeiten musst."

Viele raten ihr sogar, den Namen des Personalers und der Firma öffentlich zu machen - und sich rechtlich zu wehren. Schließlich gäbe es in Deutschland das Antidiskriminierungsgesetz: "Geh zum Anwalt. Da kannst du richtig Kohle rausholen!!", meint etwa ein User. Tatsächlich holte die Bewerberin auch Rat aus "Gewerkschaftskreisen" ein - jedoch ohne Erfolg:

Der Post von Jasmin schlug auf Twitter so hohe Wellen, dass ihn bis heute mehr als 4.500 Menschen geliked und mehr als 1.000 mal geteilt haben.

Dem Newsportal Buzzfeed verriet Jasmin, dass sie mit der Aktion auf diskriminierte Menschen wie sie aufmerksam machen wolle: "Es gibt wahrscheinlich viele Leute, denen es genau so geht, die dann aber nicht darüber sprechen. Aber du bist nicht alleine."

Trotz Einladung: Gemobbte Bewerberin verzichtet auf Job

Obwohl sie in einer weiteren Mail des Unternehmens zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, will Jasmin den Job aber keinesfalls mehr haben:

"Ich suche zwar ganz dringend einen Job, aber dafür gebe ich doch meine Würde nicht her!", postet sie abschließend. "Ja, die habe sogar ich als 'Schwabbel'".

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Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden. © fkn
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer - desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck. © fkn
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben. © fkn
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken. © fkn
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben.
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben. © fkn
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen. 
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen.  © fkn
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv.
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv. © fkn
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit.
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit. © fkn
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert.
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert. © fkn
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