Nicht jedes "Du" im Beruf annehmen

Bonn  - Wenn ein Kollege oder Vorgesetzter einem das “Du“ anbietet, ist das zwar meist nett gemeint. Dennoch gehen Mitarbeiter besser nicht vorschnell darauf ein:

Sie sollten kein “Du“ akzeptieren, wenn sie sich damit nicht wohlfühlen, rät Agnes Anna Jarosch vom Deutschen Knigge-Rat in Bonn. Denn diese Entscheidung lässt sich nur schwer rückgängig machen. Hier gelte die Regel “Einmal per Du, immer per Du“. Beschäftigte dürfen sich daher nicht überrumpeln lassen und bloß auf das Angebot zum Duzen eingehen, um den anderen nicht vor den Kopf zu stoßen, erläutert Jarosch.

Das lasse sich auch vermeiden, indem sie eine solche Absage diplomatisch formulieren - etwa so: “Danke für Ihr Vertrauen. Bitte verstehen Sie, dass ich mich vor den Kunden und Kollegen wohler fühle, wenn wir beim Sie bleiben.“ Auch ein Satz wie dieser passe: “Ihr Angebot ehrt mich, vielen Dank dafür. Ich persönlich fühle mich mit der Sie-Anrede wohler.“

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